3D Drucker-Gehäuse für knapp 90€

  • Hallo zusammen!

    mir wurde hier schon bei einigen Fragen geholfen, jetzt möchte ich auch mal "liefern"!

    Ich war länger auf der Suche nach einem schönen Gehäuse für meinen 3D Drucker und hatte erst mit den Lack-Tischen von Ikea geliebäugelt aber fand dann die Lösung mit Küchenunterschränken besser!

    Leider habe ich nie eine richtige Anleitung gefunden, und möchte diese jetzt liefern.

    Das ist das Ergebnis:

    [Blocked Image: https://s12.directupload.net/images/210206/isbp2qhz.jpg]

    Benötigtes Material (Kaufen)


    Optional:




    Benötigtes Material (Drucken)




    Vorgehen:

    Zunächst wird er METOD Schrank gemäß der Anleitung aufgebaut.

    Es gibt nur 2 Unterschiede:

    Die Metallleisten oben werden verkehrtherum angeschraubt und die Rückwand wird auf dem Kopf eingeschoben und festgenagelt.

    [Blocked Image: https://s12.directupload.net/images/210206/7txrkkov.jpg]



    So soll es dann aussehen:

    [Blocked Image: https://s12.directupload.net/images/210206/f8gwfqoa.jpg]

    Dann wird einer der Beiden Einlegeböden mit den Schienen verschraubt und wird somit zum Deckel:

    [Blocked Image: https://s12.directupload.net/images/210206/qtdr9gjd.jpg]





    Die Rückwand wird festgenagelt wie in Aufbauanleitung, nur auf dem Kopf:



    [Blocked Image: https://s12.directupload.net/images/210206/pn8qpiqw.jpg]



    Im Anschluss wird die Tür angebracht.

    Die vorhandenen Löcher passen nicht, deshalb müssen für die Scharniere neue Löcher verwendet werden. Am besten geht das zu Zweit.

    Der Zweite Boden kann dann an der Unterseite der Scheibe angebracht werden, damit der Drucker komplett verschlossen ist.

    [Blocked Image: https://s12.directupload.net/images/210206/qa6db79m.jpg][Blocked Image: https://s12.directupload.net/images/210206/nsyfrban.jpg]

    [Blocked Image: https://s12.directupload.net/images/210206/tsb75bbz.jpg][Blocked Image: https://s12.directupload.net/images/210206/tjxbc9k9.jpg]

    Und so sieht es dann aus:

    [Blocked Image: https://s12.directupload.net/images/210206/egdv7yvq.jpg]

    Danach wird sich um die Kabeldurchführung gekümmert und mit einer Rundlochsäge entsprechend ein Loch gesägt. Dort passen die zuvor ausgedruckten Kabeldurchlässe.

    [Blocked Image: https://s12.directupload.net/images/210206/8bf78r4s.jpg][Blocked Image: https://s12.directupload.net/images/210206/qcermgvm.jpg][Blocked Image: https://s12.directupload.net/images/210206/fpii9x5t.jpg][Blocked Image: https://s12.directupload.net/images/210206/7z7oakgs.jpg]

    Im Anschluss wird die Filamenthalterung und die Filamentführung angebracht:

    [Blocked Image: https://s12.directupload.net/images/210206/lm8ovo7g.jpg][Blocked Image: https://s12.directupload.net/images/210206/62v2tg5u.jpg]

    [Blocked Image: https://s12.directupload.net/images/210206/6yfjq6ue.jpg]

    Das wars schon!

    Jetzt kann noch je nach Wunsch ein Lüfter, Rauchmelder und Thermometer angebracht werden, darauf gehe ich aber nicht ein!



    Über Anmerkungen würde ich mich freuen!

    Viel Spaß beim Nachbauen!

  • Moin,

    jup, genauso...

    Ich habe zwei Method übereinander auf Rollen. Weil das etwas wackelig wurde ist der Schrank oben mit Möbelmagnetschnappern an seinem angestammten Platz an der Wand fixiert. Oben noch ein Querbrett rein, damit die Tür etwas tiefer kann und das Fach unterm Drucker habe ich noch mit ner Klappe versehen...

    viele Grüße,

    Oliver

  • ...sehr interessant, kannst du bitte mal die genauen Innenmaße angeben? Wie warm wird es denn in so einem Schrank und wirken die ggf. höheren Temperaturen negativ bei der Kühlung von Hotend und/oder Elektronik?

    Viele Grüße, Kay

  • Gesamtinnenmaß: H x B x T: 78 x 56.5 x 57.7, wobei mein Deckel zugeschnitten also kein Einlegeboden ist und somit auch wie eine „normale Arbeitsplatte“ oben aufliegt. Wenn man den Deckel „in den Schrank“ einbaut reduziert sich die Höhe natürlich um eine Einlegebodendicke (19mm).

    Das Regalbrett kann versetzt werden

  • Hallo allerseits

    Ich bin mir auch am überlegen für meinen Ender 5 ein Gehäuse zu zimmern. Allerdings werde ich dies als gelernter Zimmermann selber planen und herstellen. Konstruktion und Material habe ich mir schon überlegt. Das Gehäuse wird quasi ein Würfel welcher an 4 Seiten mit Glas ausgestattet sein wird.

    Nun stellt sich die Frage, was ich alles beachten muss. Es wird sich ja doch eine beachtliche Hitze anstauen wenn das Gehäuse geschlossen ist. Muss das Gehäuse aktiv gekühlt/gelüftet werden?

  • Mit obiger Lösung habe ich insgesamt 6 Drucker eingehaust. Nicht so schön geplant wie im Thread, eher spontan mit dem gearbeitet was da war und mir keine Gedanken über Lüftung oder sonst was gemacht. 48 Grad im Sommer sind laut Thermometer das Maximum im Innenraum bei mir gewesen. Passt auch noch für die Elektronik. Keine Ausfälle seit Mitte 2019.

    Wenn jeder jedem was klaut, kommt keinem was weg!

  • mehrwiedu

    Ich möchte eben nur den Druckbereich einhausen. Die Elektronik wäre ausserhalb der Einhausung seperat gekühlt.

    Wenn du im Sommer bis zu 48°C. in deiner Druck-Kabine hast, klappt dass denn noch gut mit der Hotend- und Bauteilkühlung?

    Meine Idee wäre, eine kontrollierte Lüftung meiner künftigen Druck-Kabine, damit ich die Temperatur konstant halten kann.

    Nur, ist das zu viel Aufwand oder angemessen?

  • Ich habe entgegen allen Annahmen ob etwas funktioniert oder nicht, immer einfach nur gemacht. ? Hat immer geklappt.

    Ich zweifle nicht an, dass bestimmte Dinge nicht auch physikalischen Gesetzen unterliegen, aber beim 3D Druck ist bekanntlich auch immer viel Feenstaub am Werke. Und davon hab ich wohl einigen in der Bude rumschwirren. ?

    Und wenn ich mir das so überlege: Ich drucke mit 60-100 Grad am Bett überwiegend Teile von etwa 10 bis 50mm Höhe mit 210-260 Grad an der Düse. Was soll da im Mittel ein 40 Grad warmer Schrank (mit maximal 15 Grad Unterschied zur Zimmertemperatur im Sommer) noch für einen negativen Einfluss auf die Bauteilkühlung haben?

    Mein Motto: Einfach machen. Wenn nicht klappt merkt man schon und wenn doch, hat man viel Hirnschmalz und Arbeit gespart.

    Wenn jeder jedem was klaut, kommt keinem was weg!

  • mehrwiedu

    Das ist grundsätzlich auch meine Denkweise. Im Gegensatz zu meinen Mitmenschen bin ich sehr pragmatisch :lol: und trotzdem hinterfrage ich kritisch ob es auch funktioniert.

    Wenn ich mir nun meine Druck-Kabine zusammenzimmere, habe ich ja dann auch eine "Stauwärme" wie bei dir. Wenn ich nun einen langsamdrehenden Gehäuselüfter für PCs einbaue, würde sich das wegen dem zusatzlichen Luftzug kontraprodukiv abzeichnen?

    Ich hab schon öfters gelesen, dass Zugluft für den 3d Druck nicht förderlich ist und dann liest man, dass ein Gehäuse das Beste wär weil dann im Inneren konstant die selbe Temperatur herrscht. Aber wenn es zu warm wird soll das auch nicht gut sein. Man liest alles im Internet.

    Am besten werde ich einfach mal die Box zusammenschustern und dann schauen was passiert. Eine kontrollierte Belüftung ist schnell verbaut wenn es nötig wird.

  • Es gibt zu allem wissenschaftliche Abhandlungen wenn man das so sagen kann. Nur würde ich persönlich, sofern ich einen Lüfter ans Gehäuse packen würde, diesen nicht hineinpusten, sondern die Luft aus dem Inneren absaugen lassen. Damit entsteht auch kein zusätzlicher Luftzug, der sich negativ auf das Druckobjekt auswirkt. ?

    Was Du aber baust und was ich hier habe ist ein IKEA Küchenschrank mit einer vorgesetzten Tür, der alles andere macht als Wärme wirklich stauen. ? Das ist kein staub- und wasserdichter Serverschrank. Und wenn es wirklich zu warm wird für PLA, stellst die Tür einfach mit nem selbstgedruckten Rasthalter ein Stück auf. Ich persönlich hätte auch um die Elektronik keine Angst bei bis zu 50 Grad Umgebungstemperatur.

    Und es darf viel im Internet stehen. Alles was sich mit der eigenen Erfahrung deckt ist ok und ist dann logischerweise für einen selbst auch richtig. Und selbst das kann von Person zu Person noch abweichen. Zumindest, was eine Einhausung angeht.

    Wenn jeder jedem was klaut, kommt keinem was weg!

  • maribac

    Vielen Dank für die tolle Anleitung und die Mühe die Du dir gemacht hast, das hier einzustellen.

    Vielleicht könnte man die Anleitung ja zu den Tipps hier im Forum hinzufügen, dein Einverständnis und das der Moderatoren oder Steffan natürlich vorausgesetzt

    Ich selbst habe manchmal schon überlegt meinen Mega Zero 2 einzuhausen, aber da ich nur PLA und PETG verwende war das nicht wirklich wichtig. Aber jetzt überlege ich schon ob ich das nicht mache und es mal mit ABS probieren soll. Hab nämlich noch ne Rolle hier liegen.


  • Gern geschehen! Da habe ich nichts gegen!

    Bisher waren bei mir im Gehäuse immer um die 30-35 Grad, auch bei meinen (häufigen) 30 Stunden Drucken. Ich plane nicht, einen Lüfter zu verbauen. Meiner Vorstellung nach profitiert der Drucker von den Konstanten Temperaturen, nicht umbedingt von bestimmten Temperaturbereichen. Argumente wurden oben genannt.



    Ich habe noch eine Änderung gemacht: der Filamentguide bewegt sich jetzt mit der Z-Achse mit, da ich sonst bei hohen Drucken Filamentbrüche hatte. Bild kann gerne auf Wunsch gemacht werden.

  • Ich möchte dazu mal einen Kommentar von RussianCatfood rausholen, dem Voron-Chef.

    Der V2.4 ist ja by design voll eingehaust, er hält verlässlich 45-50° für problemlosen ABS-Druck.

    Nun mag PLA keine 45°, mit etwas Aufschlag im Coldend vom Extruder kann es da schon weich werden.

    Dazu sagt Herr Voron:

    About PLA: Yes, the Voron prints ABS very well. But it also prints PLA quite nicely. (...) Just leave the door open.

    Die Lösung ist sehr simpel, und man kann da kaum noch etwas hinzufügen.

    Aktive Drucker: Voron V2.4 und V0.1


  • JoeBar ich finde dein Gehäuse sehr gut, und würde es gerne nachbauen. Kannsst Du mir ein paar Tips geben ? insbesondere, wie Du die beiden Schränke verbunden hast ?

    Vielen Dank im Voraus und Viele Grüße

    Micha

  • Moin,

    diese Unterschränke haben ja diese Metallschienen, auf denen normalerweise die Arbeitsplatte befestigt wird. Genau damit habe ich den drauf stehenden Schrank auch befestigt. Einfach draufgestellt und von unten mit 4 Spax-Schrauben verschraubt. Zusätzlich habe ich, als der Schrank dann fixiert war nochmals 4 weitere Winkel genommen…

    Der Deckel ist aus dem Baumarktzuschnitt und selbst mit Umleimern versehen. Die obere Querleiste habe ich selber zurecht gesägt und ist von hinten mit Winkeln befestigt


  • Guten Abend

    etwas würde mich noch interessieren, wie hoch ist das innenmaß des Faches in dem der Drucker steht, Ich habe einen noch verpackten Ender 3 V2 und der soll schon 62 cm hoch sein. Und welche Tür hast Du verwendet?

    vielen Dank und viele Grüße

    Micha

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