Schleppketten nachüsten sinnvoll??

  • Hallo,


    macht es Sinn bei unseren Druckern Schleppketten für die Kabel nachzurüsten?

    Es ist mir ein Graus wenn ich den Kabelsalat bei meinem Tevo sehe.

    Einfach lieblos Flexrohr drüber gestülpt und fertig.

    Es gibt ja gute Ketten von Igus in passender Größe.

    Geräuschentwickung wäre jetzt nicht so dramatisch.

    Ich erhoffe mir auch eine längere Haltbarkeit der Kabel da diese schön im Bogen geführt werden

    und nicht Knicken können,


    viele Grüße


    Steffen

  • Moin,


    ich denke, das ist meist eine Kombination aus Basteltrieb und "schlechten Erfahrungen".

    Man wird die Kabel sicher auch ohne Schleppketten so verlegen können, dass sie nicht abknicken.

    Ich habe beim Ender einen "fliegenden" Zulauf zum Druckkopf und der Zulaufbowden hält die Kabel halbwegs in der Luft. Trotzdem kommt es immer mal vor, dass das ganze sich irgendwo dazwischenquetscht, wo es eigentlich nicht liegen soll.

    Der zweite Drucker hat Schleppketten und die Kabel laufen wirklich schön. Schaden tun Schleppketten ganz sicher nicht. Ob sie wirklich nötig sind, darf jeder für sich entscheiden...

    Irgendwann kommen an den Ender auch noch welche ran... irgendwann...


    viele Grüße,

    Oliver

    Der Große in der Garage: X5SA Pro, Druckhöhe auf 240mm reduziert, gefrästes 6mm Druckbett, Z-Spindeln gekoppelt, MS-Allmetall mit Orbiter 1.5 als DirektDrive, ind. ABL, Lüfter Eigenbau, Marlin 2.0.8, Eingehaust: Eigenbauschrank mit Infrarotheizung.

    Der Kleine im Büro: Ender5, SKR1.3, TMC2209, MS-AllMetall DirectDrive mit 25mm Stepper, ind. ABL, Satsana-Lüfterumbau, Marlin 2.0.9, Eingehaust: Ikea Method

  • Ganz ehrlich, ich schmeiß die Schleppketten raus, wo es nur geht. Die Dinger sind sauschwer, unglaublich nervig zu befüllen, und verklemmen sich auch gerne mal, wenn sie nicht exakt richtig verlegt sind. 1 oder 2 mm Bowdenschlauch nehmen, 0.8-1mm Federstahldraht durch und Enden Schrumpfschlauchen, dann kommt das Kabel in nem schönen Bogen zum Druckkopf und gut ist. Bei genug Kabeln reicht es oft, auch einfach den Bowden direkt mit einzuwickeln, ganz ohne Draht. Das Ganze mit Spiralschlauch umwickeln und man kann auch relativ schnell wieder ran und muss vor allem keine Stecker durch schmale Öffnungen zwingen.

  • Ich hab mir das auch lange überlegt mit Schleppketten, habe dann einen sogenannten geschlitzten und selbsschließenden Geflechtsschlauch verwendet. Ist absolut super. An den Enden schnell mit einem Kabelbinder fixiert und bleibt auch formstabil, dennoch ziemlich beweglich und wiegt so gut wie nichts. Müßte man mal das Kabel austauschen ist das einfach und schneller erledigt als mit einer Schleppkette. Und das schöne daran ist, das gibet in verschiedenen Farben und Durchmessern, ich habe neongrün verwendet weil mein Anycubic i3 Mega so schön schwarz ist. Der Geflechtschlauch am Druckbett hinten war schon in schwarz dran und hat mich dann auch auf die Idee überhaupt mit Geflechtschlauch gebracht!

  • Es kommt sicher hauptsächlich auf den Einsatzzweck an. Beim Makerbot-Design bzw. CoreXY, bei denen der Zulauf zum Druckwagen recht flach verläuft finde ich so eine Kette brauchbar.

    Mit dem mistigen durchziehen der Kabelei hat der Arakon aber absolut recht. Deswegen rüste ich bei meinem dicken auch auf der Druckkopfseite ggfls. jeweils Stecker nach, wenn da mal was ausfällt (Sensor, Lüfter, ...)

    Der Große in der Garage: X5SA Pro, Druckhöhe auf 240mm reduziert, gefrästes 6mm Druckbett, Z-Spindeln gekoppelt, MS-Allmetall mit Orbiter 1.5 als DirektDrive, ind. ABL, Lüfter Eigenbau, Marlin 2.0.8, Eingehaust: Eigenbauschrank mit Infrarotheizung.

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  • Hab ich auf meinem Mega X gemacht. Der Kabelstrang des Extruders liegt in einer Schleppkette hinter dem X-Balken, rechts ist der Strang in einer aufrecht stehenden Schleppkette gefangen. Der Kabelstrang der X-Achse ist gleichfalls in einer aufrecht stehenden Schleppkette eingefangen.


    Und einfädeln der Kabelstränge? Das komplette Schleppkettensystem ist selbst konstruiert, die Glieder sind offen und können mit eingeclipsten Bügeln verschlossen werden. Da ist nix sauschwer, es gibt nirgendwo Knickstellen und die Kabelstränge liegen nicht mehr auf dem Schreibtisch rum. Die Ketten verlaufen seitlich hinter dem Rahmen.



    Gerade weil der Strang des Extruders nach der Verlegung des Feeders auf den Rahmen und dem damit verbundenen Wegfall des Bowdens als Stütze an der immer gleichen Stelle knickte, musste eine dauerhafte Lösung her. Der Drucker war mir mit dem seitlich angebrachten Feeder und dem Filamenthalter von Anfang an zu ausladend. Deshalb sind zunächst der Feeder auf den Rahmen gewandert und die Filamentspulen dahinter. Die Schlaufen der Kabelstränge mussten dann halt auch noch eingefangen werden, was mich dann eben zur Schlappkettenlösung führte.

    Gruss Alex


    Mein Drucker ist ein Anycubic Mega X, mein Slicer ist Ultimaker Cura und mit Tinkercad erstelle ich meine Konstruktionen. Gedruckt wird inzwischen über einen Raspi 4, auf dem Octoprint läuft.

  • Hallo,


    danke für die zahlreichen Antworten.

    Zum Thema Kabel durchziehen:

    Die höherwertigen Ketten von z.B.Igus werden von aussen befüllt.Da muss das Kabel nicht mühsam durchgezogen werden.

    Da ich aus dem Maschinenbau komme war der

    erste Drucker ein Kulturschock für mich.

    Ungenauigkeiten in der Winkligkeit,

    Kugelrollspindeln die auf der Spirale im Lager geführt werden(mit Luft).

    Flanschlager die mit Schrauben fixiert sind , usw,


    viele Grüße


    Steffen

  • Wenn ich den kleinen noch nachrüsten würde, würde ich auch offene nehmen… Die vom Tronxy war halt geschlossen und ich habe sie auch verwendet…

    Der Große in der Garage: X5SA Pro, Druckhöhe auf 240mm reduziert, gefrästes 6mm Druckbett, Z-Spindeln gekoppelt, MS-Allmetall mit Orbiter 1.5 als DirektDrive, ind. ABL, Lüfter Eigenbau, Marlin 2.0.8, Eingehaust: Eigenbauschrank mit Infrarotheizung.

    Der Kleine im Büro: Ender5, SKR1.3, TMC2209, MS-AllMetall DirectDrive mit 25mm Stepper, ind. ABL, Satsana-Lüfterumbau, Marlin 2.0.9, Eingehaust: Ikea Method

  • Schick! Welchen Durchmesser hast Du da verwendet?

    Beim Anycubic i3 Mega habe ich für das Druckkopfkabel Ø 9,5mm innen und für den X-Achsen Motor Ø 6,4 mm genommen. Die Länge ergibt sich dann von selber. Bestellt werden muß halt jeweils 1 Meter.


    Den Link habe ich ja hier: RE: Schleppketten nachüsten sinnvoll?? schon bekannt gegeben wo ich das her hatte! Aber für den Preis bei 1 Meter sitze ich nicht hin ans CAD und konstruiere mir keine Schleppkette und Drucke mir da noch stundenlang ettliche Einzelteile aus! Klar, man könnte sich ja was irgendswo downloaden, aber ich konstruiere fast alles selber wenns geht, daß hält das Hirn am Laufen! ;)

  • CNC1

    Ist halt auch Geschmackssache. Da ich als Industriemechaniker auch etwas vorbelastet bin, fielen mir die Ungereimtheiten an meinem Drucker ebenfalls auf und als ich sicher war, dass ich im Mega X den für mich passenden Drucker gefunden hatte, hab mich daran gemacht diese Ungereimtheiten auszuräumen und zu meiner persönlichen Zufriedenheit zu lösen.


    Also hab ich angefangen den Drucker, der immerhin auf dem Scheibtisch steht, zu verschlanken und an meine Vorstellungen und Bedürfnisse anzupassen. Das ist mir eigentlich auch ganz gut gelungen, denn mein Bastelbedarf hält sich inzwischen in Grenzen. Weil ich ja ohnehin einen Würstchenleger mein eigen nenne, fertige ich sämtliche dafür benötigten Kunststoffteile damit auch selbst an.


    Dass KUS oder Trapezspindeln ohne abgesetzten Schaft direkt mit dem Gewinde in den Wellenlagern fixiert werden, ist völlig normal in dem Bereich. Schliesslich reden wir hier ja auch nicht über Maschinen für tausende von Euros, sondern über zumeist in China aus Normteilen zusammengeschusterte Maschinchen für ein paar hundert Euros.

    Gruss Alex


    Mein Drucker ist ein Anycubic Mega X, mein Slicer ist Ultimaker Cura und mit Tinkercad erstelle ich meine Konstruktionen. Gedruckt wird inzwischen über einen Raspi 4, auf dem Octoprint läuft.

    Edited once, last by areiland ().

  • CNC1

    Was erwartest Du von einem 3D Drucker?

    0,02mm Abweichung?

    Dann werden Dir bestimmt mehr „Schocks“ begegnen, außer Du greifst in die Kiste der Drucker >10.000€.

    Das „Lagerspiel“ und die abenteuerlichen Montageausführungen sind einen Tribut an den Preis.

    Jedes Hundertstel kostet mehr, als jedem das Hobby uns wert ist.

    Ist halt keine Hermle mit Genauigkeitspaket. :)

  • Ich hatte mehrer Schleppketten
    die billigen haben Krach gemacht ,

    dann Igus, waren gut, aber wegen dem Biegeradius und durch die Anzahl der Kabel, aller Wasserschläuche und Schläuche haben die zuviel Spannung eingebracht ,
    Igus Triflex läuft perfekt (mit Führung durch 2 Glasfaserstäbe ,die sind bei mir sowieso Abfall)

    Triflex

  • Danke, werde ich dann auch mal ausprobieren.

    Auch ich bin Industriemechaniker wie Alex und weiß was gut ist. Da hat jeder eben seine eigenen Vorstellungen. Also ich kann den geschlitzten Geflechtsschlauch nur empfehlen, ist ne einfache, günstige und effektive Lösung, die funktioniert. Und man muß keine Kabel ausbauen. Ich verwende das auch bei einer Kabelführung am Motorrad, von einer USB Steckdose an das Navi am Tankrucksack hin, weil es formstabil bleibt. Ich hab schon von vielen Bikern gehört die das am Motorrad für die Kabelbäume dort verwenden. ;)

  • Gerne doch! Ich hab mir ja auch schon gute Tipps hier holen können, dann ist es auch mal die Pflicht was weiter zu geben! :)


    Vor allem nehmen die Gewebeschläuche so gut wie keinen zusätzlichen Platz weg, oder man muß irgendswo was festschrauben wie bei den Schleppketten.

    Zwei Kabelbinder an den Enden und gut ist! Ich sach immers, so gut wie möglich und so nützlich wie es sein muß, und unter 2,50ig darfs kosten was es will! ;)

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