Ender 2 Pro - Modifikationen

  • Unten am Boden hab ich die beiden Gitter rausgeschnitten und einen 5010 Noiseblocker XS1 Lüfter eingesetzt. Der 12 Volt Wandler für den Lüfter hat perfekt Platz neben dem Board.
    Der Lüfter ist nun absolut unhörbar.
    Der gleiche Lüfter (oder evtl. der XS2 mit mehr Durchsatz) soll auch noch ans Hotend mit einem Halter.

  • Und weiter gehts ...


    Lange Bewegungen des Druckbetts auf der Y-Achse machen bei meinem Ender 2 Pro Geräusche, verursacht durch am Y-Profil reibende Zähne des Zahnriemens. Also entwarf ich eine etwas größere Umlenkscheibe für den Zahnriemen, und weil ich schon mal dabei war, hat sie auch Zähne bekommen.

    Das reibende Geräusch ist nun verschwunden ...


    Zum STL bei Thingiverse


  • Nachdem ich einen Capricorn Bowdenschlauch im Ender 2 Pro verbaut habe, konnten die Bowdenkupplungen diesen nicht mehr zuverlässig halten - das wirkt sich negativ auf den Retract aus und hat weitere unangenehme Folgen. Nachdem einige positiv von gedruckten selbstzentrierenden Kupplungen berichteten, habe ich für meinen Ender 2 Pro ebenfalls solche Kupplungen entworfen. Eine "normal" lange Kupplung und eine etwas längere für das Hotend, da dort an meinem Drucker weniger Platz zum Ansetzen eines Maulschlüssels ist. Anders als der originale Plastextruder hat der nachgerüstete Dual Gear praktischerweise das gleiche Gewinde für die Kupplung wie das Hotend.


    Falls sich jemand fragt, was die weißen Klebestreifen am Bowden sollen - sie zeigen mir, ob sich der Bowden in der Kupplung bewegt.


    Gedruckt mit PETG, Linienbreite 0,5 mm, Layerhöhe 0,1 mm.


    Zum STL auf Thingiverse.


  • Mein größter Umbau war auf das E3D Revo Micro Hotend gleich nach einigen wenigen Probedrucken im Serienzustand.

    Da gab es leider die Revo CR Variante für die Creality Drucker noch nicht, die wäre etwas einfacher im Umbau gewesen.

    Der mechanische Umbau war aber recht einfach durchgeführt, die von mir dazu erstellten 3d Daten gibt es hier bei Printables.

    Die Anpassung von Marlin für den anderen Temperatursensor und die max. Temperatur haben mit diversen Anleitungen dann auch ganz gut geklappt.


    Fazit zu dem Umbau:

    Hat sich das Druckbild verbessert? Ich kann keine wirkliche Veränderung sehen.

    War das nicht unnötig teuer? Ja.

    Hat sich der Umbau überhaupt gelohnt? Ja, denn der Umbau selbst hat mir Spaß gemacht und ich habe einiges dabei gelernt. Der Düsenwechsel ist jetzt easy. Ich kann entspannt mit höheren Temperaturen drucken, weil der Bowdenschlauch nicht bis zur Düse geht. Die Düse ist jetzt bestens sichtbar.

  • Seit gestern hat mein Ender 2 Pro ein Allmetal-Hotend. Ein komplett neues Hotend war dazu nicht erforderlich, sondern lediglich ein Bimetall-Heatbreak [Werbung], in meinem Fall von Brozzle. Das hat sich schon in meinem Sovol SV01 bewährt. Und auch meinen ersten Ender 2 hab ich schon vor längerer Zeit auf Allmetal umgerüstet, damals mit einem Titan-Heatbreak von rs-Präzision. Die Firma scheint es leider nicht mehr zu geben, zumindest wurde die Website aufgegeben.


    Um den isolierenden Vorteil des Bimetalls nicht zu konterkarieren, hab ich die 2 Schrauben weggelassen, die den Heatblock mit dem Kühlkörper verbinden. Allerdings sollte man dann äußerst vorsichtig sein, wenn die Nozzle angezogen wird, denn das Heatbreak verbiegt sich schnell. Ist bei mir passiert. Ich habs dann wieder gerade gebogen. Bislang funktionierts, mal sehen, wie lange.


    Jetzt bau ich diese Sorte Heatbreak vorsichtiger ein: anstatt wie bisher (beim im Kühlblock fixierten Heatbreak) den Heatblock mit dem Maulschlüssel zu greifen und die Nozzle dagegen anzuziehen, nehm ich jetzt den (gesteckten) Heatbreak samt Heatblock aus dem Kühlkörper raus, erhitze das ganze mit der Heizpatrone und ziehe dann die Nozzle an. So wird keine Kraft auf den empfindlichen Hals des Heatbreaks ausgeübt. Danach kommt das Heatbreak wieder in den Kühlkörper.


    Die zwei Sicherungsschrauben im Heatblock dürften, falls sie verwendet werden, auch eher schaden statt nutzen. Sie sitzen nämlich nicht in einer Flucht mit dem Heatbreak, sondern versetzt dazu, so dass sie beim Anziehen das Heatbreak zwangsläufig abknicken.


    Den Retract konnte ich mit dem Bimetal-Heatbreak von 2,5 mm auf 1 mm reduzieren.


  • Hier nun auch ein paar Bilder von meinem Ender 2 Pro.


    Am Gehäuseboden die Gitter rausgeschnitten und einen leisen Lüfter eingebaut.


    Das Bett mit Silikondämpfern versehen und etwas größere Rädchen verbaut.


    Und einen 5010 Noiseblocker Lüfter mit neuer Halterung am Hotend angebaut.




    Nun merkt man, wie "laut" der originale Bauteillüfter ist :D

    Als nächstes muß ich dann mal schauen, was sich mit dem Mainboard machen lässt.
    Das ständige Einfrieren nach dem Druckbeginn nervt mich.

    Aber da Creality am Ender 2 Pro nun 5-polige Stecker auf dem Mainboard verbaut hat, müssen auch die Stepper-Kabel getauscht werden. X(

  • Als nächstes muß ich dann mal schauen, was sich mit dem Mainboard machen lässt.

    Das ständige Einfrieren nach dem Druckbeginn nervt mich.

    Der Tausch des Mainboards erst einmal ist doch nicht notwendig.
    Das Einfrieren des Displays kommt nicht vom Board, sondern vom verwendeten Drucker Profil in Cura. Hatte dort ein Profil des alten Ender 2 abgeändert und das mag der Ender 2 Pro überhaupt nicht... Mit einem Ender 3 Profil läuft alles.

  • passt leider nicht für die Version mit Erdungskabel am Heatbreak Kühlkörper.

  • Erdungskabel am Heatbreak Kühlkörper

    Stimmt, das hab ich weggelassen, müsste man woanders anschließen. Warum ausgerechnet dort eine Erdungsverbindung ist, am ebenfalls vom Frame isolierten X-Carriage hingegen nicht, erschließt sich mir auch nicht wirklich. Schließlich trägt das X-Carriage den X-Stepper, dessen Treiber tatsächlich durch Spannungsspitzen aus Körperaufladung gefährdet ist. Am Ender 5 hab ich mittlerweile 3x den (eingelöteten) TMC2209 des X-Steppers auf dem SKR Mini E3 tauschen müssen.


    Der Fanhalter war nur ein schneller Hack - wenn ich das nochmal neu mache, wird da auch noch ein 4020-er Objektlüfter integriert. Die Montage der aktuellen Version mit Beibehaltung des originalen Lüfters und dessen Halterung ist zugegebenermaßen ein wenig friemelig.

  • In dem Video bei ca 15sec ist die Ausparung für den Erdungskabel zu sehen.

    Schön! Falls Du das Design geändert hast und nicht nur am gedruckten Teil etwas weggeschnitten, könntest Du den Entwurf vielleicht bei Thingiverse als Remix hochladen, dann haben auch andere was davon.

  • Meine 3D-Drucker laufen mit Klipper, und wegen der Chip-Knappheit verwende ich preiswerte TV-Boxen als Ersatz für Raspberry Pis. Diese TV-Boxen haben keine herausgeführten GPIOs, für den Anschluß eines Beschleunigungsmessers zur Kalibrierung des Input Shapers von Klipper wird deshalb eine zweite MCU mit USB-Anschluss benötigt.


    Ich verwende den handlichen Arduino Nano in Verbindung mit einem GY-521 Accelerometer (MPU6050) dafür. Da das Board des Beschleunigsmessers zwar 2 Befestigungsbohrungen hat, aber eine davon wegen eines direkt benachbarten Bauteils nicht nutzbar ist, habe ich quick and dirty ein einfaches Press-Fit-Gehäuse dafür entworfen und gedruckt und - weil ich schon mal dabei war - ein ebenso einfaches Gehäuse für den Nano.


    Keine Schrauben, lediglich "eingegossen" mit Heißkleber. Der Heißkleber sichert auch die angelöteten Kabel vor dem Abreißen.


    Die Befestigung des Accelerometers auf dem Y-Schlitten des Druckers wurde auf eine alte FakeTak- Federstahlplatte gedruckt und verbleibt zur Messung auf dem Druckbett.


    Nach Eintragen der von Klipper nach Kalibrierung empfohlenen Werte (Shaper Ei), ergab sich zwar eine Besserung des Ringings (bei sichtbarem Smoothing), allerdings wurde mir der Drucker bei der dann sinnvollerweise ebenfalls konfigurierten höheren Beschleunigung und Geschwindigkeit fürs Arbeitszimmer deutlich zu laut. Insbesondere der nachgerüstete Dual Gear-Extruder klackerte unangenehm, dank Pressure Advance.


    Also hab ich Beschleunigung und bevorzugte Geschwindigkeit erstmal wieder auf die vorher optimierten Werte (30 mm/s Wand und Deckschichten, 1000 mm/s^2 Beschleunigung) reduziert und den Input Shaper deaktiviert, und der Drucker druckt wieder leise vor sich hin. Mit diesen Parametern ist dank der geringen Massen sowieso kaum Ringing erkennbar.


    Das Smoothing mit Shaper EI war auch recht deutlich und unangenehm wahrnehmbar - wenn ich die Zeit finde, probiere ich auch die anderen Shaper mal aus.


    Zu den Entwürfen bei Thingiverse


  • Ich habe noch einen eigenen Griff spendiert.

    Der ist flacher als das Original und ich finde ihn schöner. Das ist aber Geschmackssache und ich bin nicht objektiv, ich habe ihn ja entworfen ;).

    Kann fast ohne Support gedruckt werden. Nur für die Bohrungen braucht man ein wenig.

    Liegt auch bei Printables.

  • Auch meinen Ender 2 Pro hab ich nun mit einer Kamera ausgestattet, ebenso meinen alten Ender 2 (ohne Pro). Allerdings nicht, wie bei meinen anderen Druckern, mit einer üblichen Webcam oder einer Raspi-Cam, sondern mit einer 10 Euro-Lösung: dem ESP32-CAM-Modul.



    Ist in China schon ab etwa 6 Euro erhältlich, in Deutschland für knapp 10 Euro. Ein passendes USB-Interface sollte man gleich mitbestellen. Diese Kamera kann bis UXGA (1600x1200) auflösen, ich hab sie allerdings auf HD (1280x720) eingestellt, um eine hinreichende Framerate zu erzielen. Als Stromversorgung verwende ich die 5V- und GND-Leitungen eines alten USB-Kabels, von dem ich ein Ende weggeschnitten habe. Das wird dann in irgendeine USB-Buchse eingesteckt, bei meinen Druckern sind die in der schaltbaren Netzsteckerleiste.


    Pluspunkte dieses Kameramoduls:

    • Es arbeitet standalone, benötigt also keine zusätzliche Hardware wie z. B. den Raspberry Pi. Das ESP32-CAM verfügt nämlich über eine eigene WLAN-Anbindung und loggt sich ins heimische Netzwerk ein. Den Stream stellt es dann unter einer lokalen IP-Adresse zur Verfügung.
    • Es überträgt keine Daten an fremde Server.
    • Das Objektiv ist zwar mit einem Tropfen Kleber fixiert, mit einem Teppichmesser lässt sich der Klebstoff aber wegkratzen, danach kann der Fokus justiert werden.
    • Für wenige Euro sind auch Weitwinkelvarianten der Kamera erhältlich.
    • Die Programmierung ist einfachst über die Arduino-IDE machbar. Eine passende Software habe ich hier gefunden, auch in den Beispielen der Arduino-IDE findet sich was dafür.

    Gehäuse und Befestigung habe ich auf Thingiverse hochgeladen. Die Befestigung kann sowohl am X-Schlitten erfolgen (Ender 2, Ender 2 Pro, vermutlich auch Ender 3 und Derivate), als auch mit T-Nuts am Y-Profil (z. B. Ender 5 und ähnlich). Als Filament habe ich PETG verwendet, da es wärmestabiler als PLA ist und auch flexibler. Eine gewisse Flexibilität ist erforderlich, um die Kamera in die Montagegabel einzuhängen.

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