X2 druckt nicht, mal haftet er nicht, mal kratzt er - Z-Achse richtig?

  • Hallo zusammen,

    ich bin kompletter Neuling - und doch schon ebenso komplett verzweifelt:

    Ich habe einen Sidewinder X2 gekauft. Nutze ihn mit Geeetech PETG, Temperaturen von 200-240, Bett 60-90 ausprobiert, Glasplatte mit Glasreiniger x-mal gereinigt.


    Es fängt beim Leveln an, ich gehe nach Handbuch vor. Erst manuell mit Papier, dabei fällt schon auf dass in der Mitte 3 Blätter passen, während er an den Ecken saugend mit einem Blatt geht. Danach Auto-Leveln. Wenn ich anschließend manuell die 5 Punkte anfahre, habe ich riesig viel Luft. Wenn ich im Menu auf Z=0 gehe, fährt er den Kopf immer mal unterschiedlich hoch . Manchmal passt ein Blatt, manchmal 5, manchmal kratzt er. Wenn ich also manuell in den 0.025er Schritten nachjustiere und anschl. auf Z=0 klicke, passiert immer was anderes. Kann doch nicht richtig sein?


    Das Problem ist auch, dass 8 / 10 Drucke beim ersten Layer schon scheitern. Der Kopf setzt auf, aber das Filament kommt erst 15mm später, davon die ersten 10mm haften nicht. Kommt der Kopf das zweite Mal an dieser Stelle vorbei, nimmt er natürlich das hochstehende Zeugs mit und reißt alles ab.

    Ich ziehe schon bei der Abstreichlinie eventuelle Popel weg, die Düse wird auch immer gut gereinigt. Habe schon Edelstahl probiert, auch nicht besser.


    Habe ich da zwei verschiedene Probleme, oder haftet er nicht weil der Kopf zu hoch steht? Der Versuch des Feinlevelns mit 5 x 20x20mm und 1 Layer hohen Quadraten scheitert schon, da ich die nicht drucken kann. Und ist es normal, dass die originale Glasplatte so krumm ist? Manchmal druckt er ja in der Mitte, dann kratzt er aber im äußeren Drittel der Platte :(


    Viel Text, viel Problem, viel Nerven - habt ihr eine (oder viele....) Idee??


    Grüße, Stefan

  • Im Manuellen Modus werden die Auto-Bed-Level (ABL) Daten nicht benutzt, daher das mit deinen 3 Blättern.

    Steht in deinem Anfangs-G-Code denn M420 oder G29 drin? Wenn nicht, weiß der Drucker nix von seinem ABL.

    "M420 S1 Z10" greift auf vorher gespeicherte ABL-Daten zu, G29 macht vor jedem Druck ein ABL. Kostet halt Zeit.

    Kommt direkt am Anfang nach G28


    Mein Startcode:

    So heizt er vor dem ABL nur das Druckbett auf und danach erst die Düse - dann suppt die Düse nicht die ganze Zeit während des levelns.


    Gegen dein anfängliches Extrusionsproblem hilft ein Skirt.

    Das liest sich so, als würde dein Drucker keine Linie vor dem Druck an die Linke Druckbettkante machen?


    Ich hatte mit der Glasplatte auch meine lieben Probleme und habe wie viele zu PEI auf Federstahl umgerüstet.

    Du kannst mal einfachen Klebestift probieren, damit wird das PETG haften.

    Liebe Grüße

    Felix

    Ehemaliger Forenname: Trauma

    Meine Drucker: Artillery Sidewinder X2 | Anycubic MegaZero (Mit SKR mini E3 V2.0 und DD Umbau) | Kingroon KP3S | Elegoo Saturn 4K | Elegoo Saturn 2K (Vorserienmodell)

  • ... Wenn ich also manuell in den 0.025er Schritten nachjustiere und anschl. auf Z=0 klicke...

    Falsche Reihenfolge, das kann so nicht funktionieren. Du darfst nach den Feinsteps NICHT Z=0 drücken, sondern EEPROM Save.

    Mach' es genau so, wie es in der Anleitung steht:

    Gruß Roland

    Artillery Sidewinder X2 - Octoprint - Cura 4.20.7 - Prusa Slicer im Test

  • Hast du schon beim ersten Layer die Kühlung an, wenn ja erst ein paar Layer ohne drucken. Du schreibst Popel, da könnte das Filament auch evtl. zu feucht sein. Anstatt Glasreiniger nehme ich Iso und hin und wieder ein paar Spüher 3DLAC und ich kenne keinerlei Haftungsprobleme.

  • Moin, danke erstmal für eure Antworten!


    Im Manuellen Modus werden die Auto-Bed-Level (ABL) Daten nicht benutzt, daher das mit deinen 3 Blättern.

    Steht in deinem Anfangs-G-Code denn M420 oder G29 drin? Wenn nicht, weiß der Drucker nix von seinem ABL.

    "M420 S1 Z10" greift auf vorher gespeicherte ABL-Daten zu, G29 macht vor jedem Druck ein ABL. Kostet halt Zeit.

    Kommt direkt am Anfang nach G28


    Nein, ich finde da nichts von:


    ;FLAVOR:Marlin

    ;TIME:1940

    ;Filament used: 1.5096m

    ;Layer height: 0.2

    ;MINX:128.9

    ;MINY:123.9

    ;MINZ:0.2

    ;MAXX:181.1

    ;MAXY:176.1

    ;MAXZ:5

    ;Generated with Cura_SteamEngine 5.2.0

    M140 S75

    M105

    M190 S75

    M104 S240

    M105

    M109 S240

    M82 ;absolute extrusion mode

    G28 ; home all axes

    M117 Purge extruder

    G92 E0 ; reset extruder

    G1 Z1.0 F3000 ; move z up little to prevent scratching of surface

    G1 X2 Y20 Z0.3 F5000.0 ; move to start-line position

    G1 X2 Y200.0 Z0.3 F1500.0 E15 ; draw 1st line

    G1 X2 Y200.0 Z0.4 F5000.0 ; move to side a little

    G1 X2 Y20 Z0.4 F1500.0 E30 ; draw 2nd line

    G92 E0 ; reset extruder

    G1 Z1.0 F3000 ; move z up little to prevent scratching of surface

    G92 E0

    G92 E0

    G1 F3000 E-2

    ;LAYER_COUNT:25

    ;LAYER:0

    M107

    G0 F6000 X132.1 Y127.221 Z0.2

    ;TYPE:SKIRT

    G1 F3000 E0



    Aber da ich dem ABL eh nicht traue (siehe verschiedene Ergebnisse wenn ich mehrmals auf Z=0 drücke), finde ich das gar nicht verkehrt, oder?

    Mit den fehlenden G29 & M420 könnte ich doch auf ABL verzichten und nur der manuellen Einstellung vertrauen, verstehe ich das richtig? Aber beim Start des Drucks bewegt er immer 3 Mal den Kopf mit ausgefahrenem Messstift.


    Zum Thema erste Linie und Skirt, habe ich mal zwei Videos gemacht.

    Das passiert, wenn ich nicht bei der ersten Linie eingreife

    Hier trenne ich den ersten Mist ab, aber dies ist der rechteckige Skirt


    Warum hast du auf PEI auf Federstahl umgerüstet, was ändert sich dadurch?



    Falsche Reihenfolge, das kann so nicht funktionieren. Du darfst nach den Feinsteps NICHT Z=0 drücken, sondern EEPROM Save.


    Ich habs falsch geschrieben. Nach den Feinsteps mache ich immer erst ein Save, danach Z=0. Aber es kommt nach jedem drücken auf Z=0 andere Kopfpositionierungen heraus. Mal ist es gut, mal zuviel Luft.


    Hast du schon beim ersten Layer die Kühlung an, wenn ja erst ein paar Layer ohne drucken. Du schreibst Popel, da könnte das Filament auch evtl. zu feucht sein. Anstatt Glasreiniger nehme ich Iso und hin und wieder ein paar Spüher 3DLAC und ich kenne keinerlei Haftungsprobleme.

    Nein, erster Layer ohne Kühlung, die anderen mit 50%. Das Filament ist noch org. verpackt, trotzdem erst in den Backofen? Habe gelesen 3-5h bei 80°C.



    Grüße, Stefan

  • Nachtrag:


    Der Trick mit dem Klebestift scheint zu funktionieren. Ich habe das Druckbett manuell justiert, ohne ABL.

    Dünne Klebeschicht drauf, läuft vieeel besser. Aber bei Layer 4-5 habe ich folgende Macke drin, was kann das denn sein?

    Macke beim Druck

  • Nachtrag II:


    Mhm, nachdem der Start jetzt glückt, habe ich ein größeres Teil angefangen. Die ersten Layer sahen gut aus, dann haben die einzelnen Bahnen keine Verbindung mehr untereinander. Ich kann den kompletten Layer abziehen, beim Druck kamen auch vereinzelte Bahnen hoch. Dieser Druck war bei 75/225°C, 60% Füllung (Linien) und 50% Lüfter.

    Warum haften die Layer nicht aufeinander?

    Bild Füllung

  • Der GCode, den Du hier gezeigt hast, ist von einem geslicten Bauteil. Das, was wir meinen, ist der Start-GCode in Cura. Geh' mal in Cura auf "Drucker verwalten" -> Geräteeinstellungen. Dort siehst Du unten links ein Editorfenster "Start G-Code". Dort gehört "M420 S1 Z10" nach G28 rein. Das veranlaßt den Drucker, das mit G29 erzeugte und gespeicherte Mesh dann beim Drucken zu verwenden. Damit ergänzt Cura den erzeugten GCode beim Slicen des Bauteils.

    Du kannst natürlich ohne ABL drucken, wenn Du ordentlich manuell gelevelt hast. Ich habe anfangs einfach immer die Anleitung Schritt für Schritt abgearbeitet und damit nie Probleme gehabt. Es gibt wohl aber ausgelieferte Drucker, wo der ABL Sensor defekt ist. Ich habe eher den Verdacht, daß Du beim Leveln immer noch irgendeinen Fehler machst.


    Gruß Roland

    Artillery Sidewinder X2 - Octoprint - Cura 4.20.7 - Prusa Slicer im Test

  • Hi Roland,

    yep, das hat geholfen, war dort nicht drin, danke!

    Jetzt konnte ich (auch Dank an den Testurbator für den Klebestift!) endlich die 1-Layer Nivellierungsquadrate drucken. Der Druck ist jetzt nachvollziehbar gut, wenigstens auf dem ersten Layer. Ich hab jetzt mal mit der Höhe gespielt, + 0,1 eingestellt, damit ist es am saubersten.

    Wie ist es bei deinem X2 - wenn du mehrmals auf Z=0 drückst, geht er immer auf die gleiche Höhe?


    Was könnt ihr mir zu den verlinkten Beispielen sagen? Ab Layer 4 spinnt er und wird unsauber. Obwohl ich nur auf 40mm/s stehen habe, Kühlung 50%. Die Fülllinien sind nur an den Enden fest, liegen mittig nur locker auf dem unteren Layer auf.

  • Wie ist es bei deinem X2 - wenn du mehrmals auf Z=0 drückst, geht er immer auf die gleiche Höhe?

    Ja, macht er. Wenn man mehrmals Z=0 drückt, darf er sich nicht bewegen, wenn er schon auf 0 steht. Von einer beliebigen Z-Position muß er bei Z=0 exakt auf 0 fahren.

    Tippe am besten das Display nur mit dem Fingernagel oder einem Stift an, bei mir hat das sonst auch beliebige Nachbar-Icons mit ausgelöst.


    Gruß Roland

    Artillery Sidewinder X2 - Octoprint - Cura 4.20.7 - Prusa Slicer im Test

  • Meine Meinung zum Thema ABL generell:

    Ich weiß, daß viele Puristen ABL für überflüssig halten. Mit einem exakt planen Bett und genauem Leveln braucht man es sicher nicht. Es ist auch nicht DAS Wundermittel, für das es von den Herstellern gepriesen wird.

    Die Glasplatte am X2 ist nicht schlecht, aber ich habe anfangs PETG überhaupt nicht zum Haften gebracht, alle Versuche sind fehlgeschlagen. Als nächstes habe ich mir eine Buildtak Folie draufgeklebt, damit ging auch PETG wunderbar. Leider hält die Folie nicht ewig, und billig ist sie auch nicht.

    Ich habe dann eine Magnetfolie draufgeklebt und ein paar Federstahlplatten besorgt. Auf die Platten klebe ich dann Buildtak, FR4, Dauerdruckplatten aus Glasfaser usw. Derzeit drucke ich überwiegend auf eine PEI Rough Federstahlplatte von Philipp. Nach dem Druck kann man die Platte bequem abnehmen (mein X2 steht in einem Gehäuse) und das Bauteil nach dem Abkühlen easy runternehmen. So muß ich nicht in das Gehäuse tauchen und mit dem Spachtel versuchen, das Bauteil von der Platte zu hacken.

    Hier kommt für mich der größte Vorteil von ABL ins Spiel. Die Druckplatten habe alle unterschiedliche Höhen. Beim Wechsel der Druckplatte - je nach Filament - lasse ich einfach einmal ABL laufen, speichern, den Düsenabstand je nach Filament und Unterlage nochmal feinjustieren - dazu drucke ich mir ein Rechteck mit einem Layer Höhe - und weiter geht's. So kann man entspannt die Druckunterlagen nach Bedarf wechseln, ohne jedes Mal neu leveln zu müssen.

    Das mechanische Leveln dient mir nur dazu, das Bett an allen Ecken exakt auf den gleichen Abstand zu bringen. Diesen Abstand über die ganze Bettfläche zu verteilen, das macht ABL. Auch eine Glasplatte ist nicht frei von Abweichungen, die die Haftung stören können. Und: Ein Punkt lose -> alles hin.


    Gruß Roland

    Artillery Sidewinder X2 - Octoprint - Cura 4.20.7 - Prusa Slicer im Test

  • Ja, macht er. Wenn man mehrmals Z=0 drückt, darf er sich nicht bewegen, wenn er schon auf 0 steht. Von einer beliebigen Z-Position muß er bei Z=0 exakt auf 0 fahren.

    Tippe am besten das Display nur mit dem Fingernagel oder einem Stift an, bei mir hat das sonst auch beliebige Nachbar-Icons mit ausgelöst.


    Gruß Roland

    Hi Roland,


    das macht er bei mir nicht. Z=0 drücken, er fährt immer an die Ecke voli, danach in die Mitte und nimmt die Höhe. Endpunkt ist dann mal ok, mal viel zu hoch, mal so tief dass das Papier reißt. Schreit das nicht nach einem defekten Z-Sensor?



    Ich hab auch noch mal ganz von vorne angefangen. Das Bett komplett runtergedreht, dann grob gleiche Abstände zur Konsole eingestellt, dann manuell gelevelt und anschl. ABL, genau wie in der Anleitung.

    Das M420 dingsda habe ich jetzt auch dauerhaft in die Druckereinstellungen genagelt. Mit Kleber gehts jetzt (meistens ;-)), aber die Druckfeher nach ein paar Layern tauchen immer noch auf. Die versauen mir dann den kompletten Druck, ich muss jedes Mal abbrechen. Aber das ist doch bestimmt irgendwelchen dämlichen Einstellungen in Cura geschuldet, denke ich. Kannst du dir das Bild hier bitte mal anschauen? Da sieht man gut, was die Layer NICHT machen....


    Danke für die ausführliche Erklärung der Druckplatten. Ist so eine Federstahlplatte denn wirklich grade? Das würde doch auch die mittige Kuhle meiner Glasplatte ausgleichen können.


    Grüße, Stefan

  • Hi Stefan,

    das leichteste zuerst: Die Federstahlplatte liegt auf einer Magnetfolie, die je nach Anbieter unterschiedlich stark sein kann. Diese Schichten können kleinflächige Unebenheiten sicher ausgleichen. Wenn die Glasplatte aber einen größeren Bogen macht, kann das damit nicht ausgeglichen werden.

    Dein Bild: ich habe noch nicht soviel Erfahrung, Fehler sicher zu identifizieren. Auf jeden Fall ist der Düsenabstand zwischen den Layern zu groß, er legt die Wurst oben drauf. So kommt keinerlei Layerhaftung zustande. Was ist das denn für ein Filament? PLA, PETG...?

    Ich würde an Deiner Stelle mal ein Cura-Standardprofil "Draft - 0.2mm" verwenden und erstmal nur die Temperaturen gemäß Deines Filaments ändern.

    Dann druckst Du ein Paar von den Tests (Kannste auch mit Cura in X auf 100mm skalieren). Ich drehe das Teil in Cura immer um 45°, dann liegen die Innenlinien schön rechtwinklig. Da kannst Du schön sehen, ob die Flußrate stimmt. Damit tastest Du Dich an eine möglichst perfekte erste Schicht ran. Und immer nur EINE Einstellung pro Versuch ändern. ;) Ich weiß jetzt auch nicht, ob man mit der originalen Display-Firmware während des Drucks die Flußrate ändern kann, damit kommt man etwas schneller zu Ziel.


    Was ich nicht verstehe: Du schreibst, daß der Drucker auf die Home Position fährt, wenn Du Z=0 drückst. Das sieht für mich so aus, als ob beim Klick die Home Funktion ausgelöst wird. Ich habe die Anordnung der Icons vom Original Display nicht mehr im Kopf und kann das jetzt schlecht beurteilen.

    Vielleicht kann einer der 3D Veteranen mehr dazu sagen, bevor ich hier Blödsinn erzähle.

    Auf jeden Fall hat die Tatsache, daß er auf XY-Home fährt, erstmal nix mit einem defekten Z-Sensor zu tun.

    Aber wie gesagt, ich bin selbst noch Anfänger und möchte mich nicht zu weit aus Fenster lehnen und vielleicht mehr Verwirrung stiften als zu helfen.


    Gruß Roland


    _ErsteSchichtTest v1.stl

    Artillery Sidewinder X2 - Octoprint - Cura 4.20.7 - Prusa Slicer im Test

  • Also das Homing bei Z=0 in der Stock FW kann ich erstmal bestätigen. Ich bin auch nicht 100%ig zufrieden mit dem fahren auf 0: So richtig gleich sind die Ergebnisse nicht. ABL habe ich auch erstmal wieder auskommentiert, denn das führt bei mir trotz vieler (Fehl-)Versuche zu schlechterem Ergebnis: er fährt einfch zu tief. Mir ist anfangs passiert, was ich hier auch in anderen Threads gelesen habe: Mit jedem Druckerstart fährt er auf Z etwas tiefer (also fest aufs Glas) und man levelt dann manuell nach und irgendwann gehts nicht mehr. (Klar, das hab ich falsch gemacht, jetzt level ich dann Z über die Babysteps und speichere ab).

    Zum Verständis habe ich noch eine Frage:

    Der ABL Sensor muss in keinem definierten Abstand zur Düse eingebaut sein, sondern einfach immer an der gleichen Stelle auslösen. Über die Babysteps und dann z=0 (und natürlich save) setze ich dann einen Z Offset ins eeprom und der gilt dann bei jedem Homing. Richtig? Weil es wäre ja doof, wenn der Drucker beim Homing den Z Abstand immer neu misst und dann damit den Z-Offset überschreibt. Wenn das so wäre, dann würde das so eine Todesspirale erklären, dass mit jedem Homing der Z Offset wieder niedriger gesetzt wird, wenn der Abstand zwischen Düse und Senor nicht 100%ig auf den zehntel mm passt. Da das ja niemand gewährleisten kann (zB durch Düsenwechsel / HotendWechsel anderer Abstand) kann so ein Mechanismus ja nicht eingebaut sein, aber ich wollte es trotzdem Mal hier fragen.

  • Der Drucker bekommt von dir via Z-Offset gesagt, wie der Abstand von Auslösung ABL-Sensor und Düsenspitze ist.

    Bei Druckbeginn ermittelt der Drucker dann, wann der ABL-Sensor auslöst und weis dadurch automatisch, wo sich die Düse befindet.


    So jedenfalls die Praxis, wenn der ABL-Sensor richtig funkrioniert.

    Wenn man damit Probleme hat würde ich erstmal alle SChrauben am Druckkopf kontrollieren um dann Artillery um einen neuen Sensor anzuhauen, ausserhalb der Garantiezeit sind das dann 20€ die man investieren müsste.

    Liebe Grüße

    Felix

    Ehemaliger Forenname: Trauma

    Meine Drucker: Artillery Sidewinder X2 | Anycubic MegaZero (Mit SKR mini E3 V2.0 und DD Umbau) | Kingroon KP3S | Elegoo Saturn 4K | Elegoo Saturn 2K (Vorserienmodell)

  • Also das Homing bei Z=0 in der Stock FW kann ich erstmal bestätigen. Ich bin auch nicht 100%ig zufrieden mit dem fahren auf 0: So richtig gleich sind die Ergebnisse nicht.

    Ja, das macht mich ja so stutzig. Nach meiner Logik sollte er ja immer die gleiche Höhe anfahren. Tut er aber nicht, zwischen Kratzen und 3 Blättern Luft ist alles möglich.



    Über die Babysteps und dann z=0 (und natürlich save) setze ich dann einen Z Offset ins eeprom und der gilt dann bei jedem Homing. Richtig?

    Nein, falsch - berichtigt mich bitte ;) Nach den Babysteps ERST save ins Eeprom, DANACH Z=0. Sonst wirft er deine Eingaben wieder übern Haufen.



    Roland:

    Nein, den vielleicht defekten Z-Sensor mache ich daran fest, dass er halt immer unterschiedliche Höhen anfährt.

    Deinen Test probiere ich später mal, Fluß habe ich noch auf 100% stehen, an diese Einstellung habe ich mich noch nicht rangetraut...



    Testurbator

    Den Klebstofftrick funzt ganz gut, daher habe ich mich grad an einen größeren Druck rangetraut. Aber offenbar hat er wieder Z zu niedrig gewählt, er reißt mir wieder die Füllung auf, die Düse rattert schön hörbar über die Flächen. Gestern hat ein Druck aber perfekt funktioniert, daher heute der Versuch mit einem größeren Projekt. Aber offenbar ist heute die Erdanziehung größer als gestern, deshalb steht die Düse tiefer....

    Ich schreibe gleich mal den Verkäufer an (Geeetech), dass er mir einen neuen Z-Sensor zusendet.

  • Wähl mal ein anderes Infill, manche sind so, dass die Düse quasi Material treffen muss wenn sie es kreuzt.

    Alles oberhalb der ersten Schicht hat aber mit dem ABL Sensor nix mehr zu tun.

    Liebe Grüße

    Felix

    Ehemaliger Forenname: Trauma

    Meine Drucker: Artillery Sidewinder X2 | Anycubic MegaZero (Mit SKR mini E3 V2.0 und DD Umbau) | Kingroon KP3S | Elegoo Saturn 4K | Elegoo Saturn 2K (Vorserienmodell)

  • Da ich nicht verstehe, was ihr mit dem Ablauf meint, schreib ich mal, wie ich das mache um den Z-Abstand korrekt einzustellen.


    Übers Menü Z=0 drücken um damit in den Z-Offset-Einstellen Modus zu kommen, Drucker fährt in die Mitte, geht zweimal mit dem ABL Sensor auf Tuchfühlung mit dem Druckbett und fährt dann mit der Nozzle da hin wo bislang der ABL Sensor war und fährt auf das bisherige Z=0

    da pack ich dann vorher schnell ein Blatt Papier drunter und stell das so ein, bis es halt leicht kratzt.

    Dann auf "EEPROM Safe" oder was da steht und fertig.


    Wenn das Z-Offset nicht passt, dann die gleiche Geschichte nochmal, aber ohne Papier, diesmal über die beiden Touchfelder das Z-Offset in 0,025mm Sehritten erhöhen oder verringern.


    Zum Testen drucke ich einen kleinen hohlen 20x20mm Würfel ohne Decke - also nur Bodenfläche und Wände (ist eigentlich mein Flow Test, daher die Wände). Dauert 10 Minuten und verbraucht quasi kein FIlament.

    Liebe Grüße

    Felix

    Ehemaliger Forenname: Trauma

    Meine Drucker: Artillery Sidewinder X2 | Anycubic MegaZero (Mit SKR mini E3 V2.0 und DD Umbau) | Kingroon KP3S | Elegoo Saturn 4K | Elegoo Saturn 2K (Vorserienmodell)

  • Da ich nicht verstehe, was ihr mit dem Ablauf meint, schreib ich mal, wie ich das mache um den Z-Abstand korrekt einzustellen.


    Übers Menü Z=0 drücken um damit in den Z-Offset-Einstellen Modus zu kommen, Drucker fährt in die Mitte, geht zweimal mit dem ABL Sensor auf Tuchfühlung mit dem Druckbett und fährt dann mit der Nozzle da hin wo bislang der ABL Sensor war und fährt auf das bisherige Z=0

    da pack ich dann vorher schnell ein Blatt Papier drunter und stell das so ein, bis es halt leicht kratzt.

    Dann auf "EEPROM Safe" oder was da steht und fertig.


    Ja, genau das gleiche mache ich auch. Nur- nachdem ich auf Safe klicke, und das Ganze nochmal verifizieren möchte, drücke ich nochmal auf Z=0. Und einmal setzt er dann brutal auf, dass das Papier reißt, beim nächsten Mal habe ich viel zuviel Luft, and so on... Also, er geht nur alle paar Mal Z=0 drücken auf die vorher eingestellte Höhe, je nach Lust und Laune.


    Was ich vorher schrieb, das Kratzen mitten im Druck, war ein für mich neues Problem. ist wohl Warping. Das längliche Bauteil hatte sich bananenförmig verkrümmt, haftete nur noch in der Mitte und dann war die Höhe natürlich zu hoch für die Düse. Habe jetzt bei Cura unter Material / Kompensation der Schrumpfung des Skalierungsfaktors 101% gesetzt, sieht momentan gut aus.


    - Wie wirkt sich bei deinem Testwürfel ein zu höher Flow aus? Habe immer noch 100% eingestellt.


    - Kennst du das "Tab Anti Warping" für Cura? Produziert Klebeflächen an kritischen Stellen die Warpen könnten. Scheint sein Ding zu tun.

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