Eigene individuelle Häuser für Modellbau oder als Deko

  • Hallo zusammen, die meisten werden mich eventuell schon kennen mit meinen ganzen Objekten Häuser, Firmen und Tankstelle.


    Mich würde interessieren gibt es hier noch einige die sich darauf spezialisiert haben auf Modellhäuser als Deko und oder für die Modelleisenbahn?


    Mich würden Fotos interessieren wie ihr das so umsetzt, das original Gebäude und die nachfertigung, worauf ihr besonders Wert legt.


    Wie lange ihr ca an Zeit für ein Hohlkörper Haus benötigt, ob ihr das Hobbymäßig macht oder auch verkauft, wie es dazu kam usw...


    Viele Grüße,

  • Ich hab bis zur Corona-Pandemie Modellhäuser im Massstab 1:100 gedruckt und auch verkauft.

    Eventuell geht es ab 2023 ganz langsam wieder weiter mit Modellhäuser.

    Die Kalibrierung war ein grosses Thema, hier noch ein Link: RE: 0.4mm Düse LW0.33mm / LW0.48mm


    Für ein typischen Einfamilienhaus im Schwedenstil brauch ich eine Durchlaufzeit von mindestens 4 Wochen. Dabei kann aber auf vorgedruckte Fenster zurückgreifen.


    In unserem Dorf haben wir ein altes Schulgebäude, das wir umnutzen dürfen. Da hab ich für den geplanten Umbau in Fusion 360 mal das Erdgeschoss im Rohbau und verschiedenen Varianten in weissem PLA gedruckt.

    Sowas ist innerhalb von Tagen an verschiedene Varianten angepasst und ausgedruckt.


    Ich habe vor, das Modell des umgebauten Schulhauses mit der Riegel-Fassade in ASA zu drucken. Dieses Modell würde ich dann verkaufen und den Gewinn dem Schulhausprojekt für gemeinnützige Zwecke zur Verfügung stellen.


    Dieses Projekt könnte ich hier in diesem Forum dokumentieren wenn das von Interesse ist.

  • Ich muß gestehen, daß ich bisher in Sachen Häuserbau noch nicht über mein "Wedderhuus" hinausgekommen bin :)

    45069-img-0184-jpg


    Als nächstes schwebt mir da eine Kuckkucksuhr im Otti-Style vor, allerdings nicht ein typisches Schwarzwaldhäuschen als Gehäuse, sondern eher eine friesische Kate evtl. mit Reetdach.

    Deshalb schaue ich mir gerne die Häuserthreads an, um mir da vielleicht ein paar Tricks abzukucken :thumbup:

    Ein Leben ohne 3D-Drucker ist möglich, aber sinnlos. (Frei nach Loriot)

    Edited 2 times, last by 0.02 Inch ().

  • Hi ja wow sehr schön hast du das lackiert oder bemalt?


    Sieht sehr beeindruckend aus, was Farbe doch bewirkt. Toll


    Und wo hast du denn deine Verkäufe gemacht wahrscheinlich bei Kleinanzeigen.


    Gab es denn viele interessenten an Häusern?


    Ich Drucke alles in Pla was Modellbau angeht, ging das denn gut zu drucken mit ASA?


    Also die Wände ohne Verzug?


    Ich drucke zusätzlich noch Details für Häuser in resin, die Fassade und die Dächer dann in Pla mit FDM und Details Fenster Dachziegeln und Kleinigkeiten Türen usw in resin, da kommen Details sehr gut hervor.


    Wie machst du das wenn du für Kunden was gedruckt bzw entworfen hast?


    Hast du dann da Baupläne oder sind die Kunden so gut aufgestellt das sie selbst einen Umriss mit maßen Zeichnen?


    Ich habe einen Auftrag bekommen von einem Bekannten, leider ohne Bauplan oder guten Fotos und ohne Anhaltspunkte ist das extrem schwer und liegt dann auch in keinem richtigen Maßstab....


    Augenmaß ist da auch schwer.

  • Ich hab nur einen Filament Drucker und hab mich zu Beginn gegen einen zusätzlichen Resin Drucker entschieden. Die Kombination von Beiden wäre natürlich ideal, gibt aber mein Budget nicht her und das Handling von den Resin Drucker schreckt mich etwas ab.


    Deshalb könntest Du michael2022 ja den Resin Druck genauer beschreiben. Ich könnte dann den Filament Druck beschreiben. Eventuell sollten wir zwei getrennte Beiträge erstellen.


    z.B. Resin-Modellhäuser und Filament-Modellhäuser unter Sonstiges?

  • Die Fassadenteile sind in Rotem Filament gedruckt und werden geklebt. Die Fenster sind ebenfalls geklebt. Die Fenster sind so filigran, dass diese sicher besser in Resin gedruckt werden.


    Als ersten Auftrag hab mal mein eigenes Haus als Modell gedruckt.

    Dann hab ich für den Häuslebauer zusätzlich zwei Modellhäuser, die ich entworfen habe gedruckt.

    Für einen anderen Häuslebauer hab ich die kleinen Visitenkartenhäuser gedruckt. Die hat der Häuslebauer an seine Kunden verschenkt.

    Zusätzlich hab ich Schlüsselanhänger und kleine Schwedenhäuser in verschiedenen Farben als Werbegeschenke gedruckt.

    Mit diesen Aufträgen hab ich meinen Sidewinder X1 mit seinen Umbauten amortisieren können.
    Dann hat aber die Corona-Pandemie zugeschlagen.


    Ich kann mir Vorstellen, dass bald wieder neue Schwedenhäuser gebaut werden sollen. Da könnte ich schon bei der Planung Entwürfe im 3D Druck erstellen. Die Kosten für ein Einfamilienhaus bewegen sich da aber schnell im Rahmen von 500.00 bis 1000.00 Euro. Bei einem Hausbau kann das für einzelne Bauherren interessant sein, aber ein Massenprodukt wird es sicher nicht werden.


    Bissher hab ich teures PLA für die Modellhäuser verwendet. Bei meinem lokal Lieblingshändler hab ich jetzt aber auch zum selben Preis Profil ASA ausprobiert. Zum annähernd gleichen Preis hab ich da mit dem FlashForge Guider IIs und dem geschlossenen Bauraum hoffentlich keine Warping-Probleme. ASA wäre dann schon auch geeignet um in einem Schaufenster ausgestellt zu werden.


    Aktuell hab ich mich auf GST3D PLA+ eingeschossen. Da stimmt das Preis/Leistungsverhältnis.
    Die Entwürfe werde ich auf jedenfall mal mit PLA+ erstellen. Bezahle Kundenaufträge wären dann in ASA geplant.


    Ohne Baupläne ist es natürlich sehr schwierig ein vernünftiges Modell zu erstellen.


    Beim Schulhaus 1660 haben wir von einem Architekturbüro, das sich auf solche Umnutzungen spezialisiert haben, Pläne erhalten. Die haben es mit Photogrammetrie aufwändig ausgemessen. Da musste ich aber die Pläne noch durch Masse am Bau noch korrigieren.

  • O.K. ich beginne mal mit meinen Testobjekten. Bezüglich Spaltmasse, Linienbreiten, Fluss .... gibt es schon ein sehr ausführliches Thema. Hier wurde aus meiner Sicht schon Alles diskutiert was ich kalibriere: 0.4mm Düse LW0.33mm / LW0.48mm

    Das sollten wir jetzt nicht nochmals durchgehen, aber wer es wissen will wie ich meinen Drucker kalibriere kann sich das ja mal durchlesen.


    Der Guider IIs kann im laufenden Betrieb kein Z-Offset anpassen. Deshalb muss ich den Z-Offset sehr genau ermitteln und in FlashPrint im Druckprofil eingeben. Dazu verwende ich Z-OffsetTest_0.27mm.STL. Ich verwende für die erste Schicht 0.27mm und die Folgenden Schichten haben 0.18 mm. Das kommt aus den default Werten von FlashPrint.


    Auch wenn es nicht den gängigen Spaltmassen der 3D Druckwelt entspricht, verwende ich im F360 Design ein Spaltmass von 0.05mm! Mit rvi_SM0.05_Kali v15 wird das Druckprofil soweit angepasst, dass die Druckteile ohne Spiel ineinanderpassen. Der Guider IIs und FlashPrint sind da definitiv anders als andere Drucker. Beim Sidewinder X1 mussten die Teile mit kleinem Druck ineinandergeschoben werden. Das muss aber Jeder für sich entscheiden was richtig ist und da gibt es kein wirkliches Richtig oder Falsch. Es muss zum Entwurf im der 3D Software passen.


    Das wäre dann mal die Grundlage. Bei jeder Filamentsorte ermittle ich mein Druckprofil uns stelle damit sicher, dass Bauteile die mit unterschiedlichen Filamenten gedruckt wurden ohne viel Schleifaufwand ineinander passen.


    Das nächste Testbauteil ist dann die Ruine. Da ist "Bridging" oberhalb der Türe und der Fenster wichtig. Natürlich soll die Oberfläche auch geschlossen sein.


    Erst wenn das passt kann es weitergehen. Ich hab in SketchUp Pro TestWände entworfen, die jetzt auch mit Fusion 360 neu bauen werde.

  • Ich hab nur einen Filament Drucker und hab mich zu Beginn gegen einen zusätzlichen Resin Drucker entschieden. Die Kombination von Beiden wäre natürlich ideal, gibt aber mein Budget nicht her und das Handling von den Resin Drucker schreckt mich etwas ab.


    Deshalb könntest Du michael2022 ja den Resin Druck genauer beschreiben. Ich könnte dann den Filament Druck beschreiben. Eventuell sollten wir zwei getrennte Beiträge erstellen.


    z.B. Resin-Modellhäuser und Filament-Modellhäuser unter Sonstiges?

    Achso ja ich habe beide Druck Verfahren, mich würde aber eben mehr der Druck im fdm Bereich mehr interessieren, da resin keine all zu großen drucke hergibt.

  • Sagmal wäre möglich diese Visitenkartenhäuser mal zu sehen? Kann mir das gar nicht so vorstellen. Natürlich das Foto ohne jegliche Namen oder Adresse dann.


    Stimmt asa oder eventuell PETG, also ich habe für einen mittlerweile bekannten man commander Logos nachgefertigt, die habe ich ihm aus PETG gedruckt, diese hat er sich dann lackiert sein Schild hat bisher den extremen Sommer gut durchgehalten, vorne an der Motorhaube vom LKW bei der Hitze, bisher hat sich nichts gelöst oder ist verzogen und die Sonnenstrahlen konnten dem ganzen auch nichts bisher anhaben, jetzt kommt der Winter test wie sich das PETG da verhält.


    ASA hat sich jedesmal gehoben und für ein krummes Schild kann ich kaum Geld verlangen.... Deshalb habe ich mich da für PETG entschieden. Welches asa nutzt du denn da so? Wäre mal interessant.

    Ja wow der Architekt hat sich echt Mühe gegeben, toll hoch interessant finde ich das 🙂🙂

  • Was ich hier publiziert habe stammt Alles von mir. Ich hab ursprünglich mal Bauingenieur studiert, bin dann aber in der Informatik gelandet. Ich darf also auch Schleichwerbung für die Kleine Lotta machen.

  • Mit ASA hab ich erst auf Empfehlung von 3D Printerstore begonnen, da es beinahe so einfach wie PLA zu drucken sein soll!

    Erste Versuche mit dem geschlossenen Bauraum des FlashForge Guider IIs waren mal o.k. aber noch nicht perfekt. Da bin ich jetzt mal am experimentieren und werde in diesem Zusammenhang auch wieder ein kleines, modulares Schwedenhaus in Fusion 360 entwerfen und bei Interesse auch hier dokumentieren. Ob ich dann wirklich bei ASA lande bleibt mal offen. GST3D hat ja neu auch PETG - da ist der Preis schon sehr interessant.


    ASA hab mal ein Kg von hier: https://www.3d-printerstore.ch…ASA-lime-green-10kg-175mm

  • Die Fenster funktionieren mal grundsätzlich. Die Oberfläche werde ich dann aber mit "Ironing" noch glätten.


    Aktuell drucke ich mal die Bodenplatte für das Schulhaus. Der Boden hat unten Einkerbungen und runde Ecken um das Warping zu vermindern. Die Wände werden dann ohne Boden und Decke gedruckt. da sollte Warping dann kein Problem sein.


    In 4 Stunden weiss ich, ob die Bodenplatte warpt oder nicht. Das ist für mich jetzt mal der wichtigste Test mit ASA. Wenn das schön haften bleibt kann es damit weitergehen.

  • Leider, leider hab ich mit ASA doch wieder Warping und eine verstopfte Düse. Da war ich mit der Temperatur von 220° (untere Grenze gemäss Hersteller) doch zu tief.

    am Freitag kann ich wieder weitertesten.

    Oh.. Das ist doof...

    Warum asa eigentlich?


    Da spricht doch vieles dagegen oder? Höhere Stromkosten, oftmals fehldrucke eventuelle Gerüche und sowas

  • Für ASA würde bessere UV Beständigkeit und Stabilität sprechen. Eine leicht matte Oberfläche würde auch noch dafür sprechen.

    Ich werde die Rolle ASA noch zum Testen verwenden.

    Die Prototypen und Entwürfe werde ich aber in GST3D PLA+ drucken.


    Nachtrag: Geruchsbelästigung hab ich beim Profil ASA keine festgestellt

  • Finde eure Modelle auch super und verfolge den Thread auch gespannt, da ich Modellbaumeister bin und Architekturmodelle desöfteren gebaut werden mussten.

    Noch klassisch mit CNC-Fräse, aber ich möchte für mich im kleinen auch mit 3D Druck viel anbieten und arbeiten.


    Moch wundert auch am meisten warum du/ihr ASA verwenden wollt?

    Braucht ihr denn zwingend eine hohe UV-Beständigkeit? Sind das Modelle für den Garten, welche der Witterung ausgesetzt sind?


    Ich würde klassisch zu PLA tendieren, da es einfach zu drucken ist, wenig kostet und die Farbpalette quasi unendlich groß ist.

    Nicht zu unterschätzten die Dämpfe die bei ASA entstehen ( auch wenn man nichts riecht, sie sind da! )

    Und PLA gibt es ja auch in matt. Und falls es wirklich totmatt sein soll -> Klarlack drüber legen.


    Bin natürlich offen für alles und lasse mich gerne eines besseren belehren :)

  • Meine bisherigen Modelle waren immer in PLA. Diese sollten aber nicht in einem Schaufenster platziert werden. ABS ist bezüglich Ausdünstungen etwas das ich nicht verwenden möchte.

    Falls es nächstes Jahr wieder losgeht, möchte ich natür jetzt schon wissen was mit ASA möglich ist. Selbstverständlich bestimmt der Kunde dann welches Material mit welcher Stabilität er haben möchte.

    Meine Modelle im Büro sind PLA, aber nicht dem direkten Sonnenlicht ausgesetzt und werden auch von einem Enkel regelmässig begutachtet. Es sind aber definitiv keine Kinderspielzeug.

  • Ja also wenn man die Häuser lackiert ist UV erstmal keine große Sache mehr denke ich, aber wenn es mal zum Beispiel in einem Schaufenster richtig warm wird, dann kann es eventuell sein das sich das Pla verzieht...


    Ich hatte mal ein Modellhaus mit verschiedenen Stockwerken im Auto in einem Karton im Sommer einen Tag lang. Als ich es zuhause wieder aufbaute merkte ich das ein Stockwerk was vorher press gepasst hat, etwas angefangen hat zu schrumpfen zwar nur minimal aber trotzdem.


    Wie gesagt ich habe für die Commander LKW schilder PETG verwendet diese dann lackiert wurden, bisher haben sie beim bekannten im Fuhrpark den heißen sommer vorne auf der Motorhaube des LKW gut überstanden jetzt kommt noch der Wintertest. Anbei ein foto des einen Logos, mittlerweile habe ich das original gut nachgebildet.


    Das Logo ist etwa 40cm lang wurde in zwei Teilen gedruckt.

    Bisher die Verklebung und das Material haben keine Veränderung.


    Meinem Bekannten habe ich 25 davon gemacht, er hat sie selbst lackiert und mir davon eins zurück geschickt.

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