3D Druck von Bohrungen

  • Hallo,

    habe einen Halter für eine Glasablage gedruckt mit Bohrungen von 8 Millimeter Durchmesser gedruckt. Ergebnis, die Bohrung war 0,3 Millimeter im Durchmesser zu klein.
    Habe eine Testplatte mit verschiedenen Bohrungsdurchmessern und den Standardeinstellungen gedruckt.
    Eingesetzt:
    Creality Ender 3 V2 Neo
    Cura Slicer: 5.2.1
    Material: PLA
    Layerhöhe: 0,2mm
    D=2mm Ergebniss D=1,70mm usw. siehe Bild oberstes Teil.

    Dann Zylinder (unterstes Teil auf dem Bild) gedruckt, da passte es mit dem Maßen so einigermaßen, heiß aber auch ein Zylinder mit D=8mm passt nicht in die Bohrung von D=8mm

    In den Einstellungen bei Cura gesucht und fündig geworden maximalen Lochdurchmesser auf 12mm gesetzt. Mit max. D = 8 mm habe ich nicht gestestet.
    Mittlere und unteres Testteil zusammen gedruckt.

    Bohrungen nochmal gedruckt mit dem maximalen Durchmesser von 12 mm. Das Ergebnis sieht zwar besser aus (mittleres Teil), aber bei D=8mm ist die Bohrung immer noch 0,2mm im Durchmesser zu klein, auch alle anderen Bohrungen sind noch zu klein.

    Außer bei der Konstruktion den "Fehler" zu berücksichtigen, hat jemand vielleicht eine andere Idee?

    Hier die Einstellung beim STL-File

    Files

    Herzliche Grüße
    Helmut
    Mein 3D Drucker soll für mich drucken und habe keine Lust mich mit Basteleien am Drucker zu beschäftigen und das erfüllt der Creality Ender 3 V2 Neo in der Werksausführung. einzige Änderung die ich machen werde ist die Zuführung des Filament zum Extruder.
    Lebe einen großen Teil des Jahres in Griechenland - im Ruhestand. Nutze die Drucker für nützliche und kaum nützliche Teile.

    Edited 4 times, last by Hemik49 ().

  • Könnte auch schlichtweg zu viel gedrucktes Material sein, welches aus der Düse kommt.

    D.h. dass die Schichten durch das überflüssige Material ein wenig gepresst werden und sich das dann verteilt. Schlussfolgerung ist, dass das überschüssige Material sich dann an den Rändern und deinen Bohrlöchern bemerkbar macht.


    Abhilfe hier schafft ein korrekt kalibrierter Extruder sowie das Einstellen des Flusswertes in Cura.

  • Hallo Kabelrolle,

    könnte die Ursache sein. Drucker gerade mit einem kleinerem Flächenebenenwinkel beim STL File
    Ursprünglich mit 15 Grad (ist sehr fein) und jetzt einmal mit 5 Grad und einmal mit 1 Grad. Die Konvertierungstoleranz liebt bei 0,001
    Verändere im laufenden Druck jetzt mal das Z-Offset um 0,03 bei der Hälfte des Druckes und werde den dann den Extruder nochmal neu kalibrieren.
    Nur eins ist nicht ganz eindeutig, die Zylinder werden fast exakt bis auf 1 oder 2/100 mm gedruckt, da müsste sich ein zu hoher Druck auch auswirken. Liege ich da falsch?

    Zu viel gedrucktes Material müsste sich ja nach innen und außen bemerkbar machen.

    Herzliche Grüße
    Helmut
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    Edited once, last by Hemik49 ().

  • Per FDM gedruckte Bohrungen sind üblicherweise zu klein. Der Effekt ist umso stärker, je kleiner die Bohrung ist. Wenn Du das nicht in der Konstruktion berücksichtigen willst, steht noch in Cura die Option "Hole Horizontal Expansion" zur Verfügung. Die kann vertikale oder leicht schräge Bohrungen erweitern, nicht jedoch horizontale.

  • Hallo Michael,

    Cura die Option "Hole Horizontal Expansion"

    die Option habe ich übersehen, nur die Option max. Durchmesser gesehen und aktiviert, brauchte eine leichte Verbesserung :-). Nächster Testlauf mit der Option und werde einen Wert von 0,12 nehmen (+ auf den halben Durchmesser).

    Herzliche Grüße
    Helmut
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  • Ursprünglich mit 15 Grad (ist sehr fein) und jetzt einmal mit 5 Grad und einmal mit 1 Grad. Die Konvertierungstoleranz liegt bei 0,001

    Update:
    Erfolgreich, mit "Hole Horizontal Expansion" von 0,12mm hat sich der Wert bei der 8mm Bohrung auf 8mm Durchmesser verbessert :) , bei einem Flächenebenenwinkel von 20 Grad.

    .........
    Den Flächenebenenwinkel von 15 Grad auf 5 Grad zu reduzieren brachte 0,08mm (von 7,8 auf 7,88mm im Durchmesser) bei der 8mm Bohrung.
    Jetzt läuft der Test mit dem von Michael empfohlenen "Hole Horizontal Expansion" Parameter.

    Herzliche Grüße
    Helmut
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    Edited 2 times, last by Hemik49 ().

  • Moin,

    ich habe mir auch angewöhnt, die Bohrungen 0.1-0.2 mm größer zu machen. Meist passt es trotzdem nicht ganz, so dass ich dann kurz den Akkuschrauber ansetze und die Löcher aufs korrekte Maß bringe…

    Der Große in der Garage: X5SA Pro, Druckhöhe auf 240mm reduziert, gefrästes 6mm Druckbett, Z-Spindeln gekoppelt, ABL-Sensor entfernt, MS-Allmetall mit Orbiter 1.5 als DirektDrive, Lüfter Eigenbau, Marlin 2.0.8, OctoPi (RasPi4/2GB), Eingehaust: Eigenbauschrank mit Infrarotheizung.

    Der Kleine im Büro: Ender5, SKR1.3, TMC2209, MS-AllMetall DirectDrive, induktives ABL, Satsana-Lüfterumbau, Marlin 2.0.9, OctoPi (RasPiZeroW2), Eingehaust: Ikea Method mit Umluftfilter

  • Hallo JoeBar,

    Methode Akkuschrauber habe ich auch eingesetzt., bei 0,8 mm Wandstärke gehts gut

    Herzliche Grüße
    Helmut
    Mein 3D Drucker soll für mich drucken und habe keine Lust mich mit Basteleien am Drucker zu beschäftigen und das erfüllt der Creality Ender 3 V2 Neo in der Werksausführung. einzige Änderung die ich machen werde ist die Zuführung des Filament zum Extruder.
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  • Chris Palmer (besser bekannt als @nophead) hat die Gründe für die Probleme mit horizontalen und vertikalen Löchern im Laufe der Jahre in seinen Blogbeiträgen erläutert und auch seine Lösungen entwickelt, die er in seine OpenSCAD-Bibliothek aufgenommen hat.


    Die Blogeinträge sind hier zu finden:

    Polyholes
    When Reprap machines print holes they tend to come out undersized, even if the linear dimensions of an object are spot on. There are several...
    hydraraptor.blogspot.com

    Horiholes 2
    As  whosawhatsis  pointed out in a comment on my last post , the edges of the filament staircase are actually semicircular and that makes a ...
    hydraraptor.blogspot.com


    Bisher habe ich nur die Methode "Versuch und Irrtum" angewandt und vielleicht einen kleinen und dünnen Testdruck gedruckt, wenn die Löcher kritisch und Teil eines Objekts sind, dessen Druck lange dauert. Und ja, das "Kalibrieren" mit dem Akkubohrer ist immer eine Option, wenn das Loch ein wenig zu klein ist und es genügend Umfang gibt, um es zu ermöglichen.

  • Ich habe mir einen Satz Reibahlen geholt. In horizontal gedruckten Löchern sackt der Überhang fast immer etwas ein, so daß man um Nachbearbeitung selten herum kommt, wenn's um Präzision geht.


    Gruß Roland

    Artillery Sidewinder X2 - Octoprint - Cura 4.20.10

    Demnächst: Voron Trident 300³ mit Revo Voron Hotend, Stealthburner, CW2 und Tap Probe - Klipper - Mainsail

  • Die nophead libs kann man empfehlen, nutze daraus immer die screw_polysink Funktion um Senklöcher zu machen, da passen die Schraubenköpfe immer perfekt hinein.

    Superslicer hat so eine Funktion eingebaut. "Löcher als Polyholes drucken". Der macht dann ein rotierendes Sechskantloch draus, das ist auch ziemlich genau. Gibt nur Probleme, wenn es sehr nah an einer Wand/Kante ist.

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