Drehmomentschlüssel für gelegentlichen Düsenwechsel drücken?

  • Hallo zusammen,


    als ich die Tage das Hotend an meinem MK3S gegen ein Dragonfly BMO getauscht und die Nozzle eingeschraubt habe, fiel mir wieder ein, dass ich doch mal nach einem kleinen Drehmomentschlüssel schauen wollte. Am liebsten hätte ich das als kleine Ratsche und verstellbar, auf ein Drehmoment von z.B. 1-5 Nm und gerne auch günstig. Naja, den letzte Punkt ignorieren die Hersteller scheinbar gerne mal ;) , Hazet bietet zum Beispiel kleine Ratschen mit 1/4" Aufnahme und Drehmomente von 1-6 oder auch bis 9 Nm an, kostet aber zwischen 150 und 300,- €.


    Durch Stephan 's Artikel und einem Kommentar dazu, hab ich u.A. auf Thingiverse die Modelle zum selber drucken gesehen und mich würde mal interessieren was ihr von so einer Idee haltet.


    Die Modelle sind zwar auch nicht verstellbar, aber wenn es funktioniert, günstiger als die fertigen Werkzeuge.

    Zur Druckbarkeit mache ich mir erstmal keinen Kopf, da ich die Teile oder besser das Gehäuse ggf. noch anpasse, kann ich mögliche Druckprobleme vermeiden.


    Ich frag mich nur wie ich das Drehmoment überprüfen soll, selbst wenn ich alles 1:1 nach Anleitung und mit PETG drucke? Wenn ich mir dafür erst noch einen Drehmomentschlüssel kaufen müsste um das Drehmoment zu vergleichen, wäre das dann ja dezent sinnfrei. Wie macht ihr das, wechselt ihr die Nozzle nur nach Gefühl oder habt ihr gute Erfahrungen mit selbst gedruckten Drehmoschlüsseln? Oder kennt jemand eine kleine variable Drehmomentratsche die erschwinglich ist (max. 30-50 €)? Oder geht die Empfehlung eher zum festen Tool?


    Gruß

    Jörg

  • Hey,

    ich schraube meine Düsen manuell ein, nach Gefühl. Natürlich nicht mit beiden Händen mit Schweiß auf der Stirn :)

    Hat bis dato immer gut geklappt die Nozzle so einzudrehen, ohne Leck oder ähnliches.

    Liebe Grüße

    Peter


    Drucker Online: Geeetech A10T, A30T und einen A30M - Offline: A10

    8) "Wer kämpft KANN verlieren, wer NICHT kämpft hat schon verloren"

  • Hey,

    ich schraube meine Düsen manuell ein, nach Gefühl. Natürlich nicht mit beiden Händen mit Schweiß auf der Stirn :)

    Hat bis dato immer gut geklappt die Nozzle so einzudrehen, ohne Leck oder ähnliches.

    Ja so hab ich es auch bisher gemacht, kaputt gegangen oder undicht war bisher auch nichts, aber ich kann die empfohlenen 2,5 Nm nicht im geringsten einschätzen und würde gerne so was wie Professionalität vortäuschen... :D

  • Ich denke, ein gedrucktes Exemplar sollte ausreichen. Es hat eine Weile gedauert, bis ich die Drehmomente beim Bedrucken von PETG richtig eingestellt hatte. Ich denke, ich gedruckt rund 9 Rotoren oder so... Es wäre auch möglich, kleine Stücke von den Rotorblättern abzuschneiden, um das Drehmoment zu verringern und auf diese Weise zu kalibrieren.

    Natürlich ist die Präzision ein bisschen so und so mit einer Küchenwaage und einem Hebel zu messen, aber gut genug für mich. Ich habe etwas Plastislip-Silikonfett verwendet, um die Aktion reibungslos zu gestalten.


    Ich habe dieses Design von Thingi verwendet:

    Fixed Torque Wrench Handles from 0.5Nm to 6Nm (in half and 1Nm steps) by A_R_B
    Thank you for every tip or donation, it means great recognition for me and helps a lot to keep going! Update Oct 28., 2019: Some of you have asked for the…
    www.thingiverse.com

  • Es hat eine Weile gedauert, bis ich die Drehmomente beim Bedrucken von PETG richtig eingestellt hatte. Ich denke, ich gedruckt rund 9 Rotoren oder so... Es wäre auch möglich, kleine Stücke von den Rotorblättern abzuschneiden, um das Drehmoment zu verringern und auf diese Weise zu kalibrieren.

    Ja, aber wie hast du das Drehmoment kalibriert? Das Gewicht oder die Masse des Rotors kann ja nicht alleine ausschlaggebend sein.

    Ich habe dieses Design von Thingi verwendet:

    Fixed Torque Wrench Handles from 0.5Nm to 6Nm (in half and 1Nm steps) by A_R_B Thank you for every tip or donation, it means great recognition for me and helps a lot to keep going! Update Oct 28., 2019: Some of you have asked for the… http://www.thingiverse.com

    Das Modell hab ich auch verlinkt. ;)

  • zum selber drucken gesehen und mich würde mal interessieren was ihr von so einer Idee haltet.

    Ich hatte zuvor auch nen selbstgedruckten, der wurde von Ultimaker damals empfohlen.. hat eigentlich auch funktioniert, der war allerdings so gebaut, dass er nach wenigen Sekunden dann anfing zu schmelzen.. die neueren STLs sind da ja besser gemacht.

  • Ich hatte zuvor auch nen selbstgedruckten, der wurde von Ultimaker damals empfohlen.. hat eigentlich auch funktioniert, der war allerdings so gebaut, dass er nach wenigen Sekunden dann anfing zu schmelzen.. die neueren STLs sind da ja besser gemacht.

    Hmm, ja sollte schon was länger als ein paar Sekunden halten, daran hatte ich nicht mal gedacht. Den Schutz sollte ich dann möglichst nicht wegoptimieren... :D

  • Nun, kalibrieren ist vielleicht ein zu starkes Wort, da zum Beispiel die Temperatur das gedruckte Ding ziemlich stark beeinflusst, da der Kunststoff bei niedrigeren Temperaturen steifer wird.


    Wie auch immer, ich habe einfach einen 8mm Innensechskantschlüssel aus dem Werkzeugsatz und einen 103mm langen Griff verwendet, sowie geeignete Blöcke, um den Griff in die Waage zu bringen und einen weiteren als Lager unter dem Schaft und dann drehen. Wenn ich z.B. 1,5N will, sollte die Skala 1,5 * 1000 / 9,81 / 0,103 = 1485g anzeigen, wenn das Werkzeug auslöst. Mit all den Unsicherheiten, würde ich glücklich sein, wenn das Ergebnis tatsächlichen Wert ist nicht mehr als 20-30% ab.

  • Ich hab seit Jahren einen aus PLA gedruckten Drehmomentschlüssel mit ner normalen Aufnahme für Nüsse.. klappt perfekt. Davor hatte ich gelegentlich mal ein Leck an der Düse, seitdem so gut wie nie (und wenn, dann meistens, weil ich anderweitig Mist gebaut hab).

  • Nun, kalibrieren ist vielleicht ein zu starkes Wort, da zum Beispiel die Temperatur das gedruckte Ding ziemlich stark beeinflusst, da der Kunststoff bei niedrigeren Temperaturen steifer wird.

    ...

    Wenn ich z.B. 1,5N will, sollte die Skala 1,5 * 1000 / 9,81 / 0,103 = 1485g anzeigen, wenn das Werkzeug auslöst. Mit all den Unsicherheiten, würde ich glücklich sein, wenn das Ergebnis tatsächlichen Wert ist nicht mehr als 20-30% ab.

    Okay, damit müsste ich mich dann mal näher auseinandersetzen, klingt auf jeden Fall interessant. Nm-Berechnungen sind bei mir gut 25 Jahre her, die Berechnung mit 9,81 ist mir noch ein Begriff, aber was bedeuten die 0,103?

    Ich hab seit Jahren einen aus PLA gedruckten Drehmomentschlüssel mit ner normalen Aufnahme für Nüsse.. klappt perfekt. Davor hatte ich gelegentlich mal ein Leck an der Düse, seitdem so gut wie nie (und wenn, dann meistens, weil ich anderweitig Mist gebaut hab).

    Ich dachte immer PLA wäre zu steif für solche Anwendungen und bricht schneller? Wie sieht es mit der Wärmestabilität aus, die Nozzle wird zum Wechsel auf 280° C erhitzt?

  • Die Teile hab ich auch gesehen, aber wollte ich vermeiden, wenn ich schon was kaufe, dann als Ratsche und verstellbar, oder druckbar ;) :D

    Ansonsten schau doch mal im Fahrrad Zubehörbereich vorbei, hier ist man eher in dem Nm Bereich von 1-6 unterwegs und gibt es meist auch als Ratsche.

    Habe den hier seit Jahren an meinen Rennrädern im Einsatz https://www.rosebikes.de/rose-…e1Vui7oEt0XoaAocTEALw_wcB


    Funktioniert tadellos.Vortteil mit bis zu 25 nm kannst den vielseitig einsetzen.

    Danke für die Tipps, werde ich mich auch mal in dem Bereich umschauen. :)


    Es gibt einstellbare Schraubendreher, z.B. von Proxxon (MC 5). Kosten ab 50 € und sind dann nicht nur Alibi.

    Habe so eine Drehmoment Griff von Wera:

    ...
    Nicht günstig, aber sehr zuverlässig und auch für andere Aufgaben nutzbar.

    Die DreMo-Griffe halte ich für den Nozzlewechsel für zu unpraktisch, weil zu lang, dazu ich die Z-Achse zu weit hoch fahren und komme dann ggf. nicht mehr an alle Schrauben vom Extruderschlitten ran. Die haben sicher auch ihre Daseinsberechtigung, aber zurzeit hab ich dafür keine Verwendung. Aber danke euch! :)

  • Ich hab so einen Satz [advertisement] [Werbung] in Benutzung dafür. Ich geb zu, ich hab auch nicht gedacht, dass das Ding hält, aber seit Jahren jetzt ohne Probleme. Solange du das Teil nicht ewig lang an der Düse lässt, ist die Temperatur auch kein Problem. Muss ja nur drauf, kurz drehen bis es knackt, und fertig.

    Hab den hier damals gedruckt: https://www.3dforprint.com/3dmodel/nozzle-torque-wrench/4531

    Schau ich mir auch mal an, auch wenn ich nur noch PLA-Reste hier habe, aber schnuppern schadet nie! :D

  • Okay, damit müsste ich mich dann mal näher auseinandersetzen, klingt auf jeden Fall interessant. Nm-Berechnungen sind bei mir gut 25 Jahre her, die Berechnung mit 9,81 ist mir noch ein Begriff, aber was bedeuten die 0,103?

    Ich dachte immer PLA wäre zu steif für solche Anwendungen und bricht schneller? Wie sieht es mit der Wärmestabilität aus, die Nozzle wird zum Wechsel auf 280° C erhitzt?

    Die 0,103 (m) ist die Länge des von mir verwendeten Hebels. Gemessen vom Mittelpunkt bis zum Kontaktpunkt mit der Küchenwaage. Je kürzer er ist, desto mehr muss die Waage in einem bestimmten Moment ablesen.

  • Die 0,103 (m) ist die Länge des von mir verwendeten Hebels. Gemessen vom Mittelpunkt bis zum Kontaktpunkt mit der Küchenwaage. Je kürzer er ist, desto mehr muss die Waage in einem bestimmten Moment ablesen.

    Ach ja, irgendwas war da mal mit Hebelgesetzen und -Wirkung... Ausbildung ist zu lange her! :D

  • Sagt mal, könnte man seinen selbstgebauten Drehmomentschlüssel nicht mit einem anderen, passend auf die gewünschte Kraft eingestellten Schlüssel einmessen? Nur so eine spontane Idee :)

    Ein Leben ohne 3D-Drucker ist möglich, aber sinnlos. (Frei nach Loriot)

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