To level or not to level - ein kleiner Selbsttest

  • Guten Morgen zusammen,


    ich habe ja auch viel über das Thema "Leveln" gelesen und auch viel ausprobiert in den letzten 1-2 Wochen.

    Ich war auch bisher ein Freund davon, die gesamte Levelling-Orgie vor jedem Druck durchlaufen zu lassen.


    Ich möchte jetzt mal mein Erfahrungen hier veröffentlichen, sicher sehr individuell, aber vielleicht hilft es doch dem einen oder anderen.


    Es ist nicht notwendig vor jedem Druck die Prozedur erneut zu durchlaufen, sofern der Drucker über automatische Funktionen verfügt. (Möglicherweise ist es auch ohne Automatk nicht notwendig)


    Heute der Hardcore-Test:


    Drucker eingeschaltet, auf die Betriebstemperatur vorgeheizt und dann die Callicat als Testdruck angeworfen, ohne mich vorher um irgendwelche Einstellungen am Drucker zu kümmern.Ich habe nichtmal das Bett abgewischt

    Der Drucker (Ender 3 S1 Plus) hat kurz die Z-Achse abgefahren und gesetzt wie bei jedem Druck, danach ging der Druck sofort los.

    Die STL Datei habe ich vorher mit Cura gesliced, dabe habe ich die Parameter aus dem Profil "Standard" auf 210/60°C für die erste und 200/50 für alle weitern Layer gesetzt, Geschwindigkeit bei 60 mm/s.


    Die Haftung am Bett war gut, kein Warping, ließ sich aber nach Abkühlen der Platte problemlos und rückstandfrei entfernen.

    Ein zweiter Druck mit etwas anderen Cura-Einstellungen (Dynamic anstatt Standard) verlief ähnlich, hier viel die Katze aber schon vom Bett als ich die Magnet-Auflage herausgenommen habe. Hatte aber auf den Druck keinen Einfluss.


    Beim dritten Test habe ich dann das Filament gewechselt, wieder ohne irgendein Leveln durchzuführen

    Die ersten beiden Läufe habe ich mit 3DPrima Value PLA durchlaufen lassen, beim dritten Test kam dann das neue PLA META von Sunlu/Jayo zum Einsatz. Parameter gleich, allerdings habe ich die Nozzle-Temperatur wie empfohlen auf 190°C gesenkt.

    Schon beim Referenzstreifen den er am Drucker setzt und beim Skirt ist mir eine höhere Gleichmäßigkeit als beim anderen PLA aufgefallen.


    Auch hier war die Haftung sehr gut, sogar noch etwas besser als beim normalen PLA. Dennoch war es mit einem beherzten Ruck rückstandsfrei zu entfernen.


    Bei der Filament-Frage schneidet das META etwas besser ab, die Oberfläche ist etwas feiner und glatter.

    Leider lässt sich das bei weiß im Foto nicht so gut darstellen. Das ist für Fotos eine bescheidene Farbe.

    Die beiden Bilder habe ich auch primär gemacht, um die Haftung ohne Level zu zeigen, weniger die Qualität des Drucks selbst.


    Macht was ihr wollt mit meinem Ergebnis :S
    Ich für meinen Teil und meinen Drucker habe Schlüsse draus gezogen. Ich kann auch gern nochmal versuchen, neue Fotos zu machen.



    Edited once, last by boomer ().

  • Möglicherweise ist es auch ohne Automatk nicht notwendig)

    Stimmt. Ich hab nur 2 MegaS. Der eine druckt PLA, der andere PETG, solange ich die Betttemperatur nicht ändere muss ich die Level Schrauben nicht anfassen. Ich glaube das ich dieses Jahr noch nicht gelevelt habe, oder vielleicht ein Mal oder so...

  • Ich war auch bisher ein Freund davon, die gesamte Levelling-Orgie vor jedem Druck durchlaufen zu lassen.

    Es gibt leider Drucker, die sich alleine schon durch die Entnahme des Druckstücks so weit verstellen, dass man jedes mal neu leveln muss :(

    Es freut mich für euch, dass es bei euren Exemplaren offensichtlich nicht der Fall ist.

    ..ich weiß es ja auch nicht..

  • Der Ender 3 S1 hat ja diese Federstahl-Platte, die magnetisch auf dem Druckbett liegt. Die entnehme ich vorsichtig, entferne den Druck und lege die Platte wieder auf das Druckbett.

    Da hatte ich keine Probleme, solange ich nicht wie ein Irrer an der Platte rumzerre.

  • ch war auch bisher ein Freund davon, die gesamte Levelling-Orgie vor jedem Druck durchlaufen zu lassen.

    Ich denke mal, du meinst mit der Levelling-Orgie das Abtasten des Druckbetts über das ABL vor jedem Druck. Das ist meiner Meinung nach auch überflüssig, solange du nicht mit wechselnden Druckunterlagen hantierst oder nach einem Nozzletausch. Die vom ABL ermittelten Werte werden im EEPROM gespeichert und können im Startcode vor jedem Druck mit M420 S1 abgerufen werden.

    Im Grunde ist das manuelle Mesh Levelling auf meinem Any auch nix anderes als ABL, nur eben "manuell" :) Händisch ist das natürlich etwas aufwändiger, deshalb mach ich das so selten wie nötig, und mit irgendwelchen Offsets muß ich mich dabei auch nicht rumschlagen.

    Ein Leben ohne 3D-Drucker ist möglich, aber sinnlos. (Frei nach Loriot)


    Edited once, last by 0.02 Inch ().

  • Genau das meinte ich.

    Ist ja gelegentlich zu lesen, dass der eine oder andere vor jedem Druck das komplette Programm immer wieder abspult.

    Erst manuell vorlegen, dann durch die Automatik die Feinarbeit.

  • Ich habe meinen i-Mate S diese Jahr einmal "umgezogen" und danach justiert.

    Seitdem gehen ASA und TPU ohne Probleme.

    Solange das so bleibt, laß ich Finger von den Rädchen.


    Gruß,

    Thomas

  • Ich drucke vorwiegend auf PR4 Platten.

    Da ändert sich bei jedem Druck die Auflage durch Wärmeverzug.

    Deshalb levele ich vor jedem Druck.

    Bei kleinen Teilen wäre das nicht unbedingt nötig, da die Mitte stabil bleibt.

    Mit der Pro Firmware dauert das Leveln mit 25 Punkten eineinhalb Minuten.

    Mich stört das jetzt nicht groß.

  • Genau das meinte ich.

    Ist ja gelegentlich zu lesen, dass der eine oder andere vor jedem Druck das komplette Programm immer wieder abspult.

    Erst manuell vorlegen, dann durch die Automatik die Feinarbeit.

    Das halte ich persönlich für unnötig wie ein Kropf. Und man nimmt anstatt einem Blatt Papier oder Kassenzettelbon, von dem ein Anfänger nicht weiß wie dick das ist, außer man hat einen Meßschieber, eine gescheite Fühlerblattlehre und levelt die vier Ecken vom Druckbett. In der Mitte kontrolliere ich dann nur mit der Fühlerblattlehre ob die dort gleich gut, oder ob sie eher klemmt, oder eher zu leicht durch geht wie in den vier Ecken. Dann kommt ein Prüfdruck mit einer Layerhöhe von 0,2mm, dann sehe ich während dem Druck ob alle Bahnen gleichbreit gedruckt werden. Ist das der Fall, dann ist gut, ist auf einer Seite die Bahn schmaler, oder man sieht kein Filament, dann drehe ich während dem Druck am Levelrädchen entsprechend bis alle Bahnen gleichmäßig breit gedruckt werden, dann sehe ich gleich was sich ändert. Sind alle gleich breit sind sie auch theoretsich gleich hoch! Das ist bei mir dann die Feinarbeit!


    Ein ABL halte ich für reine Spielerei! Hat man einmal ein Druckbett manuell ziemlich gut gelevelt, braucht man es im Grunde so lange nicht mehr zu leveln bis man die Düse, oder gleich das komplette Hotend, oder das alte Druckbett gegen ein neues wechselt, dann macht es natürlich einen Sinn! Aber jedes mal vor einem neuen Druck zu Leveln ist Quatsch! ;)

    Edited once, last by gelöscht ().

  • Mal ohne probiert ?

    Natürlich.

    Ich bin mit einem Anycubic Mega S in den 3D Druck eingestiegen.

    Der hatte ja kein ABL, mein Ender 3 v2 anfangs auch nicht.

    Mittlerweile haben alle meine Drucker den Sensor.

    Wie gesagt, stört mich das kurze leveln nicht und ich bin immer auf der sicheren Seite. :)

  • Du meinst nicht zufälliger weise FR4 Platten?

  • Nur so aus Interesse, warum druckst Du überhaupt auf FR4 Platten, was ist der Hauptgrund? :/

    Das ist eine längere Geschichte.

    Am Anycubic ist mir eine Glasscheibe vom Bett kaputt gegangen.

    Ein Stück Glas ist herausgebrochen.

    Deshalb habe ich damals einfach eine FR4 Platte verwendet und war sofort überzeugt

    von der Funktion.

    Die Haftung ist sehr gut, man kann sie biegen um das Druckteil zu entfernen und sie ist preiswert.

    Bei einer Beschädigung kann man sie auch mal schleifen.

    Ich bin dann dabei geblieben.

    Ist für mich ein Sorglos-Paket. :thumbup:

  • Ja, ich hatte das Problem mit Glasbruch auch zwei mal an meinem i3 Mega und dem Ultrabase. Aber daran war ich jedes mal selber schuld. Insgesamt gesehen habe ich jetzt in fünf Jahren 3 Ultrabase gebraucht. In der Zwischenzeit verwende ich sogar ein Ultrabase, daß mit den kleinen Metallklemmen auf der Heizplatte fixiert wird. Wenn Du mit FR4 klar kommst ist gut, ich bleibe weiterhin beim Ultrabase, so hat jeder seine Vorlieben! ;) :thumbup:

    Edited 3 times, last by gelöscht ().

  • Deshalb habe ich damals einfach eine FR4 Platte [...]

    Bei einer Beschädigung kann man sie auch mal schleifen.

    Hast du da irgenwelche Schutzmaßnahmen getroffen beim Schleifen? Das ist doch dasselbe Material, aus denen Platinen hergestellt werden, und da hatte ich gelesen dass die Partikel ziemlich gefährlich sein sollen...

    Geeeetech-Warnung!

  • Ein ABL halte ich für reine Spielerei!

    Geht sicher auch manuell. Ich denke, das ist primär auch für Leute gedacht, die noch nie damit zu tun hatten und vielleicht das mit dem Level nicht wirklich verstehen. Da kommt dann schnell Frust auf und der Fehler wird beim Drucker gesucht.


    Das halte ich persönlich für unnötig wie ein Kropf.

    Genau das habe ich jetzt mit dem Selbsttest versucht zu ergründen.

    Ich für meinen Teil starte den Druck und beobachte, wie er den Teststreifen am linken Rand und das Skirt druckt. Passt es hier, lasse ich es laufen. Wenn nicht korrigiere ich die Z-Achse geringfügig und breche den Druck nur ab, wenn es gar nicht haften will.

    Meine Katzendrucke sind damit jedenfalls perfekt geworden.

  • Hast du da irgenwelche Schutzmaßnahmen getroffen beim Schleifen? Das ist doch dasselbe Material, aus denen Platinen hergestellt werden, und da hatte ich gelesen dass die Partikel ziemlich gefährlich sein sollen...

    Mit schleifen meine ich, dass ich die Oberfläche der Platte mit einem Stück Nassschleifpapier

    etwas anschleife bzw. anraue.

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