Filament für Servorahmen und Motorspants (RC) für Modelle bis 8kg

  • Hallo Leute,


    ich würde gern wissen, ob Modellbauer unter euch sind, die da bereits Erfahrung gesammelt haben bzw. Anwender, die Folgendes einschätzen können.

    Nach 2 Jahren mit einem Ender 3 v2 und zahlreichen Anwendungsmöglichkeiten im RC-Modellbau würde ich gern auf einen Drucker umsteigen, der höhere Temperaturen verträgt und da entsprechendes Material druckt.

    Mir schwebt da carbonverstärktes Filmend vor, aber vielleicht unterschätze ich ja die Festigkeit bestimmter Filamente, wenn. es um folgende Anwendungen geht:

    1. Servorahmen, die ein Servolenkung mit bis zu 8-10kg Zugkraft halten sollen. (Hier werden im Modellbau auch Sperrholz- od. irgendein für mich nicht erkennbaren Kunststoff verwendet)

    2. Motorspante, die vibrierende E-Motoren halten, die auch ne Zugkraft von bis zu 8kg besitzen. (.. klassisch hierfür 3-4mm Sperrholz od. GFK-Platten)


    Hab ihr Ideen, welches Filament da passen könnte? Könnte ich PLA+, ABS oder PETG nehmen, oder würdet ihr auf Carbon- bzw. Glasfaser-verstärktes Filament umsteigen?

    Danke für eure Erfahrungen! Es wäre mir eine Hilfe in Bezug auf die Anschaffung meines nächsten Druckers (Ender 5 S1 od. Sovol SV05)


    Liebe Grüße, Sandro

    Sovol SV05 | Raspberry 4b+ Octopi

  • Hallo Sandro,

    ich habe früher Rennboote gebaut und würde heute die Servorahmen aus XPETG carbon drucken.

    Leicht und mechanisch sehr stabil.

    Ich drucke viel damit und bin jedes Mal begeistert davon (wenn die Einstellungen stimmen).

    Bei den Motorspannten hätte ich allerdings großes Bedenken!

    Meine Motoren wurden damals sehr heiß, das würde dieses Material ab max. 80 Grad in die Knie zwingen.


    Nachtrag: vielleicht wäre auch PA12 mit Glasfaser oder Carbon eine ernsthafte Überlegung wert?

    Das habe ich allerdings noch nicht verdruckt und daher keine Erfahrung: LINK

    BambuLab X1-Carbon // BambuLab A1 mini // BIQU-Hurakan // Sovol SV06 // Lerdge iX

  • super danke, das hilft mir weiter!

    Ich bin überrascht, dass beide genannten Filamente mit um die 250-260Grad gedruckt werden - ich dachte das sind höhere Temperaturen. Ist denn da dann überhaupt eine gehärtete Düse vonnöten?

    Mit welchem Drucker bist du da unterwegs?

    Sovol SV05 | Raspberry 4b+ Octopi

  • Du kannst ja mal den User Wersy kontaktieren.

    Der scheint viele Erfahrungen mit Flugmodellen zu besitzen.

    wersy2
    www.youtube.com

    Edited 2 times, last by Filamenti ().

  • Ist denn da dann überhaupt eine gehärtete Düse vonnöten?

    Mit welchem Drucker bist du da unterwegs?


    Steht in meiner Signatur.

    Normales PETG drucke ich auf dem BambuLab X1C und für die schwierigen und abrasiven Filamente nehme ich gern meinen ollen Sovol SV06 (eingehaust) mit PRIZZL Düse von PrinCore und drucke langsam.

    Und ja, XPETG carbon und PA12 in GF & CF setzen zwingend eine abriebfeste Düse voraus.

    BambuLab X1-Carbon // BambuLab A1 mini // BIQU-Hurakan // Sovol SV06 // Lerdge iX

  • wenn ich mir einen Sovol SV05 zulege, ist es dann nötig, ausser der gehärteten Düse auch

    1. dieses Zubehör

    2. einen Thermosensor [Werbung]

    3. und einen Heizblock [Werbung]

    zu kaufen?

    In einem Werbe/produktvideo wurden diese Dinge verbaut im Zusammenhang mit dem Drucken von Glasfaser- und Carbonverstärkte Filamente.

    Oder reicht die Düse?


    PS: dort wird aber auch de Firmware aufgeknackt, dass der SV05 300° hinbekommt!

    Sovol SV05 | Raspberry 4b+ Octopi

    Edited 2 times, last by Antares ().

  • Oh oh, stopp mal!

    Prinzipiell ist jeder Billigdrucker mit leichten Modifikationen in der Lage, deinen Ansprüchen gerecht zu werden. Bei meinem SV06 hatte ich massives Pech und habe ein sehr "montagiges" Modell erhalten.

    Es war viel Arbeit nötig, damit er meinen Ansprüchen genügt.

    Viele andere Käufer hatten Glück und beklagen sich bis heute nicht.

    Bitte verstehe meine Antwort auf deine Frage nach dem Drucker nicht als Empfehlung!

    Es geht hier eher um das Material, welches dich zum Ziel führt.


    Nachtrag: ich sehe gerade, du schreibst etwas vom SV05 - von dem habe ich gar keine Ahnung - puh, Glück gehabt ;) .

    BambuLab X1-Carbon // BambuLab A1 mini // BIQU-Hurakan // Sovol SV06 // Lerdge iX

  • wie oft brauchst Du das - oder macht es Spass als Hobby im Hobby?

    Ich habe mich entschieden, vorerst auf einen zweiten Drucker fuer denselben Anwendungsfall wie Du beschreibst zu verzichten. Stattdessen drucke ich die Prototypen zwecks Pruefen der Passgenauigkeit selbst (bei mir aus Bequemlichkeit alles in ASA natur). Wenn's passt, dann geht der Druckauftrag an einen der bekannten 3D-Druckshops zum Nylon Lasersintern (oder Metall oder was zum Anwendungsfall passt)

  • ich biete Bauservice für RC-Segler-Modelle an, d.h. im Jahr würde ich allein für andere ca. 50-80 Servorahmen printen (für mich ca 16-20), und Vieles andere wie Antennen- und Empfängerhalterungen, nutze 3D-Prints für Schablonen aller Art beim Bohren, Messen, Einstellen usw.

    Also schon ein bissi mehr als nur gelegentlich 😊

    Sovol SV05 | Raspberry 4b+ Octopi

  • Die Layerhaftung nimmt bei Filamenten mit Carbon ab, dafür werden sie robuster. Je mehr Carbonanteil drin ist, umso schlechter wird die Layerhaftung gegenüber dem gleichartigen Filament, ohne Carbonanteil. Die Obtik wird allerdings mit Carbonanteil besser, da hier optisch besser verschleiert wird. Zusätzlich wird das Filament immer leichter, umso mehr der Carbonfaseranteil wird. Die Zugfestigkeit wird allerdings nicht besser, dafür sind die Fasern viel zu klein. Dafür müssten die Fasern deutlich länger sein, was aber im FDM Druck mit den üblichen Düsengrößen so nicht umzusetzen ist.

    Drucker:Prusa MK3 S+ Qidi Xplus3 + FLSUN V400 + Bambu Lab X1 Carbon Combo + Bambu Lab P1S + Bambu Lab A1

  • Die Layerhaftung nimmt bei Filamenten mit Carbon ab, dafür werden sie robuster. Je mehr Carbonanteil drin ist, umso schlechter wird die Layerhaftung gegenüber dem gleichartigen Filament, ohne Carbonanteil. Die Obtik wird allerdings mit Carbonanteil besser, da hier optisch besser verschleiert wird. Zusätzlich wird das Filament immer leichter, umso mehr der Carbonfaseranteil wird. Die Zugfestigkeit wird allerdings nicht besser, dafür sind die Fasern viel zu klein. Dafür müssten die Fasern deutlich länger sein, was aber im FDM Druck mit den üblichen Düsengrößen so nicht umzusetzen ist.

    von CNCkitchen gibts dazu ein Video mit Versuchen, die das sehr deutlich gemacht haben.

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