Neuer K1 druckt Kreise nich rund sondern oval

  • Hallo zusammen,

    Ich habe mir in den Black Weeks einen K1 der letzten Generation zugelegt.

    Leider druckt dieser nicht so wie ich das gern hätte.

    Die Kreise werden nicht rund sondern oval.

    Die Abweichungen sind bis zu 0,5mm. An den umsteuerpunkten links u rechts vom Kreis ( bedeutet wenn X Achse von plus auf minus oder umgekehrt die richtung wechselt) entsteht keine Rundung mehr sonder ehr eine Fläche. Vieleicht könnt ihr das auf den Bilder erkennen.

    Den Kreis habe ich mit dem Creality Slicer Standard Profil 0,2 mit 300mm/s gedruckt und noch einen anderen Ring mit 45mm/s gedruckt. Ergebnis sah nicht besser aus.

    Ich habe bereits die Riemenspannung geprüft und eingestellt.

    Dann habe ich versucht den Fehler über die Skew correction zu verbessern. War auch nix.

    Dann ist mir aufgefallen, wenn ich den Druckkopf von Hand in X und Y Richtung schiebe das es in X Richtung deutlich schwerer geht. Ist das bei anderen auch so?

    Ich bin echt ratlos was ich machen soll. Zurück schicken oder wieder viel Zeit investieren wie es bei meinen vorherigen Druckern war,( Anycubic I3, Artillery x2) was ich mit dem K1 eigentlich nicht wollte.


    Jemand ne Idee oder ähnliche Erfahrungen mit dem K1 gemacht?

  • Die Kreise werden nicht rund sondern oval.

    Die Abweichungen sind bis zu 0,5mm. An den umsteuerpunkten links u rechts vom Kreis ( bedeutet wenn X Achse von plus auf minus oder umgekehrt die richtung wechselt) entsteht keine Rundung mehr sonder ehr eine Fläche.

    Na ja, du hast doch schon zwei Drucker gehabt. Ich gehe mal davon aus, dass Du weißt, dass Flächen (also auch Kreise) aus Linien in bestimmter Breite zusammengesetzt werden. Im K1 Standardprofil sind 0,42 bis 0,45 mm hinterlegt. Beim first Layer sogar 0,50 mm.

    Der Drucker kann halt keine "halben" Linien drucken. Entweder die Linie wird gedruckt oder nicht. Macht einen Unterschied in der Breite von - rechne, rechne und studier - 0,42 bis 0,50 mm. Also deine 0,50 mm.


    Deine Kreise sind ja jetzt auch recht klein, 30 mm ist gerade mal das 71-fache von 0,42 mm. Somit ist der nächste Sprung relativ gesehen schon 1/71=1,4 %.


    Filament zieht sich beim Abkühlen auch zusammen, bei PLA kommen da nochmal 0,5% hinzu.


    Hast Du mal größere Kreise vermessen? Hast Du den Druck auf der Platte gelassen, bis er kalt ist? Google mal nach Slicing Tolerance, mit der Einstellung kann man beeinflussen, wie gedruckte Linien das "wahre Modell" (also den mathematischen Kreis), ausfüllen.


    Allgemein sind FDM-Drucker eher nicht für Hochpräzisionsanwendungen geeignet. Sagt das Netz. Will man das, dann gibt es andere Druckverfahren, die besser geeignet sind.

  • Na ja, du hast doch schon zwei Drucker gehabt. Ich gehe mal davon aus, dass Du weißt, dass Flächen (also auch Kreise) aus Linien in bestimmter Breite zusammengesetzt werden. Im K1 Standardprofil sind 0,42 bis 0,45 mm hinterlegt. Beim first Layer sogar 0,50 mm.

    Der Drucker kann halt keine "halben" Linien drucken. Entweder die Linie wird gedruckt oder nicht. Macht einen Unterschied in der Breite von - rechne, rechne und studier - 0,42 bis 0,50 mm. Also deine 0,50 mm.

    Das ist aber ne abenteuerliche Theorie...


    Jeder mir bekannte Slicer druckt die Außenwände von Kreisen durch eine "runde" Bahn. (Die zwar aus lauter geraden zusammengesetzt ist, die sind aber so kurz das eben ein Kreis entsteht). Der Durchmesser dieser Kreisbahn ist also nur abhängig von Länge und Anzahl der Geraden die die Bahn bilden und völlig unabhängig von irgendwelchen Linienbreiten...

  • Es gibt stellen an diesem Ring die dem Model entsprechen. Wenn ich größere Ringe Drucken würde die Fläche an den Umsteuerungen noch weniger zu sehen sein, da der Kreis größer wird und die Krümmung immer grader wirkt. Oha, hat das jeder verstanden?

    Ich vermute ehr eine Schwergängigkeit in der X Achse oder einen fehlerhaften Motortreiber. Ich möchte die Kiste ungern zerlegen da sie ja neu ist, wegen Garantie und so.

    Deswegen die frage an euch, ob die X und Y Achse beim hin und herschieben gleichmäßig vom Kraftaufwand sind oder eine schwerer zu schieben ist!

  • Jeder mir bekannte Slicer druckt die Außenwände von Kreisen durch eine "runde" Bahn.

    Nur wenn die Druckerfirmware G2 und G3 umsetzen kann und der Slicer entsprechende Gcodes erzeugt. Und das tun die Slicer offenbar nur dann, wenn in der Gcode Nachbearbeitung des Slicers ein entsprechendes Arc Welder Plugin installiert ist. Und, das CAD Programm muss auch entsprechend runde Formen generiert haben. Denn die setzen Rundungen durchaus aus sehr vielen einzelnen Geraden zusammen, was der Slicer dann natürlich in die entsprechenden Gcode umsetzt.

    Gruss Alex


    Meine Drucker sind ein Sovol SV04 und ein Anycubic Mega X (inzwischen ausser Betrieb genommen), als Slicer nutze ich Ultimaker Cura und mit Tinkercad erstelle ich meine Konstruktionen. Gedruckt wird über einen Raspi 4, auf dem Octoprint läuft.

  • Nur wenn die Druckerfirmware G2 und G3 umsetzen kann und der Slicer entsprechende Gcodes erzeugt. Und das tun die Slicer offenbar nur dann, wenn in der Gcode Nachbearbeitung des Slicers ein entsprechendes Arc Welder Plugin installiert ist.


    Die neue Prusa-Slicer Version hat eine Option (unter Druckeinstellungen -> Erweitert -> Bogenanpassung), eine interne Version des originalen Arcd-Welder für die Ausgabe zu benutzen. Habe ein paar Test-Drucke gemacht, sieht soweit gut aus. Erspart Arc-Welder in OctoPrint. Die Drucker-Firmware sollte natürlich G2/G3 unterstützen, sonst wird das nichts.

  • PeterK

    Eine mangelhafte Umsetzung oder Unterstützung von G2/G3 in Slicer oder Firmware kann dann für die vom TE beschriebene Problemstellung sorgen, denn so ganz trivial ist das nämlich nicht.


    Da spielt nämlich auch das verwendete Mainboard eine Rolle, das dafür weit mehr Rechenzeit aufwenden muss, als für die einfache Variante. Für echte Bogenlinien müssen nämlich die Stepper für X und Y tatsächlich die ganze Zeit kontinuierlich parallel gesteuert werden, während sie bei der einfachen Variante abwechselnd angesteuert werden können.


    Passt das nicht, dann kann es genau zur Problemstellung des TE kommen, die Bögen werden oval und/oder weisen sogar teilweise erkennbare Geraden auf.

    Gruss Alex


    Meine Drucker sind ein Sovol SV04 und ein Anycubic Mega X (inzwischen ausser Betrieb genommen), als Slicer nutze ich Ultimaker Cura und mit Tinkercad erstelle ich meine Konstruktionen. Gedruckt wird über einen Raspi 4, auf dem Octoprint läuft.

  • PeterK

    Eine mangelhafte Umsetzung oder Unterstützung von G2/G3 in Slicer oder Firmware kann dann für die vom TE beschriebene Problemstellung sorgen, denn so ganz trivial ist das nämlich nicht.

    Der K1 hat die G2/G3 Unterstützung mit resolution: 1.0. Ich verstehe, das so, dass damit zumindest "größere" Bögen, also solche mit einer Länge größer 1.0 mm "perfekt" gedruckt werden, d.h. was die Druckerauflösung so hergibt --- und vorausgesetzt Klipper arbeitet richtig.


    Der Creality Print Slicer scheint G2/G3 ebenfalls zu unterstützen, die Gcode-Datei eines zylinderförmigen Bauteils (s. Vorschaubild) enthält jede Menge G2/G3 Befehle.


    Ein G3 Befehl sieht z.B. so aus:

    G3 X144.628 Y154.225 I6.252 J-5.803 E478.93172


    Wenn ich das richtig verstehe, legen dabei X und Y die Zielkoordinate fest und I und J die relative Mittelpunktskoordinate und E die Geschwindigkeit. Ohne die aktuelle Position des Druckkopf zu kennen, kann man die Bahnlänge schwer abschätzen, aber wegen der (geringen) Anzahl der G3-Befehle pro Layer müsste ein einzelner G3_Befehl schon einen Halbkreis bzw. Vollkreis beschreiben, sonst bekommt der Slicer den "Zylinder" nicht gedruckt.



    Deswegen die frage an euch, ob die X und Y Achse beim hin und herschieben gleichmäßig vom Kraftaufwand sind oder eine schwerer zu schieben ist!

    Also vom Gefühl her würde ich auch sagen, dass sich der Druckkopf bei meinem K1 Max in X-Richtung schwerer verschieben lässt als in Y-Richtung. Aber all zu viel würde ich daraus nicht ableiten. Die Motoren arbeiten beim Verschieben als Generatoren, erzeugen Strom und bremsen dementsprechend auch, je nach Drehrichtung und elektrischer Verschaltung, die vollkommen unvorhersehbar ist, weil die Treiber ja eigentlich ausgeschaltet sind ;), mal stärker oder schwächer. Man müsste schon die Riemen aushängen, um etwaige mechanische Probleme aufzuspüren.



    Creality K1 Max, Tronxy X5SA-500 PRO (im Umbau auf Klipper), Tronxy X5SA PRO/Klipper, Creality Halot One

    Edited 3 times, last by DIY_Fan ().


  • Das stimmt so. Das ist die Einstellung "Arc Configure Enable" im Reiter "Quality"


    Das Netz sagt, man solle es beim K1 abschalten, weil es sonst Artefakte gibt. Ich allerdings habe es seit Jahr und Tag eingeschaltet und noch nie irgendein Artefakt darauf zurückführen können. Mag sein, dass diese Empfehlung veraltet ist und neuere Firmwareupdates das behoben haben. Wie gesagt, meine Prints sind tippi-toppi, auch mit aktiviertem Arc Configure Enable.

    Creality K1

  • Hallo erstmal (gerade wegen diesem Thema neu angemeldet) ;)


    Ich hab mir auch einen K1 zum guten Preis zugelegt, ist mittlerweile mein achter 3D-Drucker. Nachdem ich jahrelang an den Dingern getunt und probiert habe (was ja auch Spaß macht) wollte ich jetzt einen wo man einfach schnell, gut und zuverlässig druckt. In der Firma haben wir einen Bambu Lab X1C, der ist zwar super aber leider zu teuer.


    Zu Creality muss ich sagen, richtig Ahnung von dem was sie tun scheinen sie nicht zu haben: Der Deckel ist zu knapp bemessen und hebt sich ständig ab, die Kabelführung stößt auch ständig an den Rand, die Filamentspule hinter das Gerät zu machen ist auch etwas... naja. Kann man alles in der Griff bekommen, aber eigentlich wollte ich ja nicht mehr basteln.


    Aber das schlimmste (und damit jegliches Vertrauen verspielt): Die inneren Zahnriemen verlaufen nicht parallel zu den Führungen! D.h. es gibt keine Maßhaltigkeit, je nachdem ob man vorne oder hinten druckt werden sich Maße leicht verändern. Da fehlt es am Grundverständnis wie ein CoreXY funktioniert. Oder es war ihnen einfach egal und das Gehäuse durfte den Zentimeter nicht größer werden, so wie beim Deckel :)


    Zurück zum Problem: Ich habe genau das gleiche: Kreise/Löcher/Zylinder haben alle an einer Stelle ein kleine fast gerade Fläche und sind auch nicht perfekt rund. Ich tippe auf ein mechanisches Problem, alles oben genannte habe ich auch schon versucht. Ist halt alles etwas ungenau an der Kiste. Das Druckbett z.B. war so schief dass ich es direkt nach dem Auspacken mit bloßem Auge gesehen habe.


    Habe auch noch keine Lösung, bin mit dem Support in Kontakt... mal schauen obs was bringt. Sonst würde ich ihn sogar behalten, einfach weil er schnell ist und hübsch aussieht :) Aber Kreise müssen rund sein.


    Grüße,

    Oliver

  • Für den Deckel gibt es halt den Riser. Das ist nicht weiter schlimm. Hinzu kommt aber der sehr schlechte und billige Extruder (ich habe V1), der beim Druck mit sehr vielen Retract’s meistens verstopft. Mir ist nach kurzer Zeit das Zahnrad (schwarze Plastikteil) gerissen. Kleber hält nur kurze Zeit. V2 soll da besser sein und ist bei mir unterwegs. Ebenso ist das Hotend nicht der Bringer. Auch da schon Verstopfungen gehabt. Ich drucke mit den Standard Einstellungen und Generic Filament. Also keine übertriebene Geschwindigkeit. Auch da habe ich Ersatz bestellt. Das Keramik Hotend wird die Tage eingebaut. Sollte er dann immer noch nicht funktionieren, wie ich es erwarte, kommt er weg.

  • Also mit dem V2 Extruder und Hotend bin ich bis jetzt zufrieden, ich kann sogar billigstes Filament verdrucken was früher Probleme machte. Und mit Geschwindigkeit über 300.


    Wegen dem Kreisproblem: Gestern habe ich zum dritten mal die Riemenspannung eingestellt, dieses mal auf jeder Seite die 2 Schrauben stark gelöst, dann den Druckkopf mit der Hand ausführlich in alle Ecken und Richtungen gefahren, dann in die Mitte und die Schrauben wieder festgedreht.


    Scheint diesmal etwas geholfen zu haben. Es ist zwar immer noch eine kurze gerade Fläche im Kreis, aber nicht mehr so deutlich. Muss ich heute mal genauer nachmessen, war schon spät nachts.


    Und ich habe mal die mitgelieferten Gummifüße verwendet, vielleicht hat sich durch das Kippen vom Gehäuse auch was verändert. Eher unwahrscheinlich aber die Aluteile sind ja auch nur mit Plastik verbunden...

    Edited once, last by McCrain ().

  • Die geraden Stellen sind leider noch da, ich habe zum Test drei runde Objekte (vorne links, genau in der mitte, hinten rechts) gedruckt. Bei allen ist der Fehler zu sehen, und zwar immer links und rechts an den Seiten des Kreises.

    Also verursacht die X-Achse das Problem. Riemen sind straff. Jemand noch eine Idee?

  • Aber ne Z Naht ist es nicht? Gibt ja auch die Möglichkeit die zu verstecken und dadurch entsteht eine gerade Fläche? Z Naht vlt. Mal zufällig drucken und dann nochmals prüfen? Muss ich heute mal testen.

  • Hi, ne die Z Naht ist an einer anderen Stelle. Und vor allem: Es passiert auch im Vase Mode, und da gibt es je bekanntlich gar keine Naht....


    Kannst du das vielleicht mal bei deinem testen? Also einen kleinen Zylinder c. 3cm Durchmesser im Vase Mode drucken und dann schauen ob das Ding seitlich gerade Flächen hat... Wäre sehr hilfreich. Muss das Ding sonst am Montag zurückschicken wegen 14 Tagen Rückgaberecht.

    Und den Aufpreis für nen Bambu Lab würde ich gerne vermeiden :)


    Edit: Bilder sagen mehr als Worte... Ist Im Prinzip wie ein platter Reifen.. Das graue links ist mattes Filament, da sieht man es nicht so stark.

  • Fing weg vom Bogen ducken - Der Host Controller auf dem K1 ist zu klein um das sauber hinzubekommen. Zwar ist arc support an aber eher so mit 2.0mm resolution. Ordentliche werte verkraftet das ding nicht wirklich gut.


    Das ganze beruht auf dem Missverständnis das der Drucker G2/3 nativ abarbeiten würde, macht er aber nicht, sondern zerlegt das wieder in G0/1 befehlt mit der entsprechenden Auflösung. Kein mir bekannter 3D drucker im Consumerbereich kann G2/3 nativ abarbeiten, schon weil keine entsprechnden stepper drin stecken die dafür nötige Hüllkurven fürs PWM signal verarbeiten können.


    Schaltet Bogen drucken aus, und lasst den Slicer das schon in G0/1 zerlegen. Im Orca entspricht die Bogenauflösung dann z.B. dem Wert Auflösung unter Präzision, der ist mit 0,012mm um einiges höher als selbst ein Rapsi das on the fly könnte (ab 0,05 wirds da enge).


    Im Creality Slicer dafür unter Quality im profil den haken bei "Arc Configure Enable" rausnehmen.


    - Plopsi

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