Gefahr durch Resin richtig einschätzen?

  • Ein paar Punkte:


    1) Resin ist ein Stoff Gemisch und damit kann der wirkliche Inhalt divers sein je Hersteller. Da es am Ende Photoaktiv sein muss - ist definitiv ein reaktiver Stoff beigemischt … die üblichen verdächtigen sind meist cancerogen und Erbgut schädigend. das soll aber nicht heißen, dass man das daher nicht nehmen darf. Auch Farben, rostlöser, Baumaterialien, etc sind ähnlich … Am Ende ist der richtige Umgang damit wichtig. Ich persönlich finde die Hauttreizung und Allergien deutlich ungefährlicher - Langzeitfolgen sorgen mich mehr.

    2) Lösemittel sind auch nicht ungefährlich - isopropanol ist üblicherweise Grundzutat der meisten Desinfektionsmittel- damit man die Gefährdung mal einschätzen kann. in Kombination mit resin lösen sie das resin aber und können es über verdampfen auch in die Gasphase bringen. Hier ist also die Kombination beider das gefährliche


    3) ich persönlich nehme die üblichen Sicherheitsmaßnahmen. Gute Durchlüftung, da nur wenige einen Abzug haben, eine nicht-Wohnraum mit offenem Fenster und wenn man sicher gehen will eine MolekularMaske (ABC Maske bei Amazon unter 50eu). Haut und Augenkontakt vermeiden (Handschuhe, Maske hat meist einen sichtglas eingebaut, sonst Brille). Handschuh nicht aus Latex - dort können viele Stoffe durch. Nitril und Neopren sind besser - im Zweifel beide übereinander ziehen.


    4) Für Entsorgung IMMER UV aushärten - in eurem Interesse und für die Umwelt. Eigentlich ist es ein Gefahrenstoff - auch in gehärteter Form. Ignorieren aber die meisten - dann bitte in graue und nicht die Gelbetonne. Das Harz stört den Plastik-Recycling Prozess … aber nochmal, gefahrenstoffe kann man abgeben, oft unentgeltlich. Gebt euch einen Ruck und lagert es draussen, ohne das regen es ins Bodenreich spülen kann …

  • Wenn man manche Sachen mehrfach drucken möchte, kann man sich auch mal mit abformen und ausgiessen auseinandersetzen, damit kann man nämlich seine Fehldrucke recyclen indem man sie im Mixer kleinhackt und als Füllstoff verwendet.

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  • Wenn man manche Sachen mehrfach drucken möchte, kann man sich auch mal mit abformen und ausgiessen auseinandersetzen, damit kann man nämlich seine Fehldrucke recyclen indem man sie im Mixer kleinhackt und als Füllstoff verwendet.

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    Vielleicht ist Wärme auch eine Möglichkeit - also ein Thermoplastisches-Form-Verfahren. Sicher werden unterschiedliche Resin unterschiedlich gut reagieren …. Aber als gehärtetes Harz sollte es eine Glas-Temperatur besitzen (ähnlich Polymere) wo es verformbar ist (nicht flüssig, er wie Knete) aber nicht verbrannt (sich zersetzend ist). Häufig liegt die Glastemperatur oberhalb der Zersetzungstemperatur und ist daher nur theoretisch …. Aber die starken Bindungen durch die Photoaktiven-Reaktionen könnten dies in einen Nutzbaren Bereich ziehen - muss man mal testen …

  • Ich sehe das so:


    Resin ist nicht Giftig für uns. Wenn wir damit in Kontakt kommen sterben wir nicht! Das wäre bei Gift so.

    Aber es ist stark Gesundheitsschädlich! Egal was die Hersteller schreiben oder besser gesagt nicht schreiben.

    Resin das weniger richt ist um so gefährlicher, weil es vorgaukelt das es weniger schädliche Stoffe ausgasen lässt. Dem ist aber nicht so!

    Die Gesundheitsschädlichen Wirkungen treten bei solchen Stoffen erst nach vielen Jahren auf. Nicht sofort. Gerade das macht es so tückisch.


    Woher ich das weiß? Ein Kumpel von mir hat wegen sowas jetzt eine geschädigte Lunge und bekommt immer wieder furchtbare Hustenanfälle. Eine brennende Kerze im Wohnraum reicht da schon.


    Resin und Resindrucker gehören nicht in Wohnräume oder Räume die an Wohnräume grenzen.


    Und beim Arbeiten mit dem Resin trage ich immer eine Atemschutzmaske mit mind. ABE1 Filter, einen Kittel und Nitrilhandschuhe.



    Seid lieber ein bisschen zu vorsichtig als zu nachlässig. Eine Heizung im Drucker und eine Thermohülle von Ali ermöglichen das Drucken an kühlen Orten die man ggf. besser belüften kann.

    Eine Thermische Sicherung nicht vergessen um einen Brand / Überhitzung vorzubeugen.



    Spielt lieber mit eurem Hobby, als mit eurer Gesundheit. 😉

  • Resin ist nicht Giftig für uns. Wenn wir damit in Kontakt kommen sterben wir nicht! Das wäre bei Gift so.

    Das ist eine sehr eigentümliche Definition von Gift, die nicht zutrifft.


    Dem Rest deines Posts muss man aber zustimmen. Vielleicht ergänzt um: Aktivkohlefilter werden überall beworben, ist aber gnadenlos überschätzt.


    Wenn ihr den Drucker im Keller betreibt, schaut, dass er gut durchlüftet ist. Nicht nur während ihr druckt...

  • „Alle Dinge sind Gift, und nichts ist ohne Gift. Allein die Dosis macht, dass ein Ding kein Gift ist.


    Theophrastus Bombast von Hohenheim (1493 - 1541), Paracelsus genannt, war ein schweizerisch-österreichischer Arzt, Alchemist und Astrologe.


    Anycubic Mono X, Sovol SV04, Flsun V400,

    Bambu Lab X1-Carbon + 2 AMS / A1Mini + AMS lite

  • Vielleicht ist Wärme auch eine Möglichkeit - also ein Thermoplastisches-Form-Verfahren. Sicher werden unterschiedliche Resin unterschiedlich gut reagieren …. Aber als gehärtetes Harz sollte es eine Glas-Temperatur besitzen (ähnlich Polymere) wo es verformbar ist (nicht flüssig, er wie Knete) aber nicht verbrannt (sich zersetzend ist). Häufig liegt die Glastemperatur oberhalb der Zersetzungstemperatur und ist daher nur theoretisch …. Aber die starken Bindungen durch die Photoaktiven-Reaktionen könnten dies in einen Nutzbaren Bereich ziehen - muss man mal testen …

    Wie stark hitzebeständig (ausgehärtetes) Resin ist, habe ich mich auch schon oft gefragt. Es gibt zwar Resins die extra hitzebeständig sind (80°) aber darüber findet lange erstmal nur eine Verformung statt bis, ich weiss es halt nicht, evtl. 300°?

    Aber eine richtige Schmelzung, braucht man bestimmt mehr.

    (Habe gerade mal recherchiert, Resin sollte ebenso zu Duroplasten gehören und die schmelzen nicht https://de.wikipedia.org/wiki/Duroplaste im Gegensatz zu Filiament was Thermoplaste ist)


    Denke bei Recycling eher daran das man es pulverisiert und wieder photopolymere zusetzt.


    Oder an eine Säure, aber das ist Nix für Zuhause.

  • Das mochte für das damalige Weltbild zutreffen, aber einem Herrn Paracelsus dürften Stoffe wie Plutonium und Dioxin noch unbekannt gewesen sein..

    such mal nach Wasservergiftung, auch hier macht die Menge den Unterschied,

    ebenso kommt z.B. Plutonium in geringsten Mengen in der Natur vor, auch hier macht die Menge wieder das Gift

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  • ebenso kommt z.B. Plutonium in geringsten Mengen in der Natur vor, auch hier macht die Menge wieder das Gift

    Das heißt trotzdem nicht, dass in irgendeiner Menge ungiftig ist.


    Pures Wasser ist per se nicht giftig. Sehr große Mengen bringen dir aber deinen Mineralstoffhaushalt komplett durcheinander (man "verdünnt" immer mehr), so dass es gefährlich werden kann (Organversagen..). Das hat aber nun rein garnichts mit einer "Giftigkeit" im engeren Sinne zu tun, wie sie z.B. bei Nervengiften oder Zellgiften vorliegt. Das wird aber jetzt alles zu seht OT..

    Edited once, last by PePa ().

  • Ich hole das Thema mal wieder hoch weil ich einige Fragen habe... Ein bekannter macht das Hauptberuflich mit 3D drucken, Resin Druck etc.. er meinte das sie nur Resin verwenden was nicht riecht theoretisch wohl auch Zimmertauglich, so weit so gut.. ich Frage mich aber immer ab wann ist es schädlich ect?


    Wenn das "geruchlose" Resin im Drucker selbst eingegossen wird und gedruckt wird hat man ja nun weder "Physischen" Kontakt (Handschuhe/Brille bzw. gut zielen), noch treten Dämpfe beim Drucken selbst aus? Somit ist ja im Druckvorgang selbst keine "Geruchsbelästigung" zu erwarten?


    Er meinte vom Geruch er selbst würde NUR die Reinigung in Frage kommen und da ist es eben nichts anderes wie "Alkohol/Desinfektion ect" also wäre ja sozusagen nur die Reinigung selbst das Problem? Und das wird ja auch in einem "Waschautomat" gemacht somit hat man ja auch keinen wirklichen Kontakt mit div. Flüssigkeiten direkt.. also man "badet" da auch nicht mit wie mit Desinfektionsmittel.. also ich Frage mich da wo sind da die wirklichen gefahren? Ich sehe da nur die Geruchsgefahr im geschlossenen Raum beim Reinigen.. könnte man also den Resin Druck selbst eigentlich im Wohnzimmer zb. machen und die Reinigung auf Balkon oder Garage verlegen? Ich will hier nichts verharmlosen, bin mir der Gefahren bewusst.


    Ich frage mich aber ob es hier nicht evtl. 2 paar Schuhe gibt.. einmal den Druck selbst der ja so gesehen nur durch psychischen Kontakt schädlich ist bei direkten Kontakt der Flüssigkeit da hier ja nichts zerstäubt oder erhitzt wird wie beim Filamentdrucker und einmal den Reinigungsvorgang der eben durch Zerstäuber? zur Geruchsbelästigung/Schädigung führt?.


    Hauptsächlich geht es mir darum wenn man Geruchsneutrales Resin verwendet ob es möglich ist dieses in einem Teil der Wohnung zu verarbeiten im Drucker ohne Jetzt Gerüchen oder ausgasungen ausgesetzt zu sein..


    Habe selbst keinen Resin Drucker aber überlege evtl. Mir einen anzuschaffen, deswegen die Fragen.

    Edited 3 times, last by Marc3012 ().

  • Ich bezweifle, dass es geruchsloses Resin überhaupt gibt. Früher hat das Zeug gestunken wie Hulle. Heutzutage riechen die deutlich weniger. Klar ist jedwede Belastung beim Reinigen mit offener Haube am Drucker und flüssigem Harz direkt an der Luft höher, als wenn man nicht druckt und nicht mit dem Zeug hantiert. Irgendwie logisch. Gute Belüftung ist anzuraten, Hautkontakt zu vermeiden. Im Kinderzimmer hat der Resin-Drucker nichts verloren.

    Wenn Du auf Nummer-Sicher gehen willst, was ich vermute, dann solltest Du vom Drucken mit Resin Abstand nehmen.

  • Geruchloses Resin gibt es nicht, sehr wohl aber Leute mit einer "kaputten" Nase.


    Nicht alles muss stinken um gefährlich sein zu können. Kohlenmonoxid riecht man auch nicht und ist tödlich.


    Sowas hat in Wohnräumen nichts zu suchen und auf dem Balkon reinigen? Dann aber auf die UV Strahlung achten.


    Irgendeine Abstellkammer/Keller/Garage wird sich meist auftreiben lassen. Abzugshaube drüber, Schlauch zum Fenster raus und fertig.


    Ich rieche das Zeug selbst nach dem drucken/reinigen aus 1-2m Entfernung und nach tagelangem auslüften. Bei mir wandert jeder Druck erstmal 2 Wochen in einem Karton ins Gartenhaus. Habe aber auch eine SEHR empfindliche Nase.


    Im Zweifel sein lassen. Es ist aber echt nicht schwer sich ordentlich zu schützen.

    Ich habe keine Lösung, aber ich bewundere das Problem!

  • Okay dann hat sich das eh erledigt, hatte auch mal Epoxidharz im Keller verarbeitet und danach roch man das bis ins 3 OG obwohl es gar nicht viel war.. (200ml?) trotz lüften ect.

  • Lüften ist halt immer so ein Ding. Wenn du das Fenster aufmachst, strömt Luft hinein aber meist nicht die im inneren raus. Die Stinkeluft wird eher verdrängt (und zieht ins Treppenhaus). Und wenn da noch irgendwo was undicht ist oder jemand ein Fenster offen hat, dann gehts um so schneller. So ein Sogeffekt.


    Aber du kannst dir über den Drucker + Reinigungsstation auch einfach einen Abluftlüfter installieren. Oder auch eine Küchenabzugshaube und der Abluftschlauch, den hängst du zum Fenster raus (beim drucken und reinigen). Dann musste nie lüften.


    Ich habe so einen Absaugventilator an der Decke hängen mit einem Durchmesser 15cm Schlauch der so 30cm über dem Drucker hängt. Beim drucken mache ich das Fenster auf und der andere Schlauch geht raus. Das Schlauchende ist an so ner schwarzen Platten zum Fenster abdichten, damit keine Luft von draußen wieder reinkommt und auch kein Licht (und im Winter keine kälte). Bei sehr kleinen Fenstern geht das super. Nicht hübsch, aber praktisch.


    Im Keller hast du aber zusätzlich sicher ein Temperaturproblem. Resin mag es sehr warm und bei kälte hast du nur Misserfolge. Du müsstest also den Drucker noch "wärmen".

    Ich habe keine Lösung, aber ich bewundere das Problem!

  • Was die Schädlichkeit und eventuelle Reaktionen auf Resin angeht, ist es sicher auch eine Frage der Empfindlichkeit. Und ich scheine da "sehr gut" auf das Zeugs zu reagieren. Damit ich Ruhe habe, renne ich mit einer ABEK2-Maske, langen Klamotten und Laborhandschuhen mit Stulpe rum. Seit ich das mache, habe ich gesundheitliche Ruhe. Vorher: Atemwege werden dicht und Hautausschlag. Probleme hatte ich erst mit einem speziellen Resin entwickelt. Bei "Normalresins" nicht. Spaßig: beim ersten Mal bin ich zum Doc. Habe ihm erklärt, was ich da treibe und meine Vermutung geäußert, es würde mit dem Resin zusammenhängen. Antwort: nein, käme durch Umwelt und nicht durch Resin. Die Gefahrstofftabelle wollte Doc nicht sehen und verpasste mir Cortison samt Antiallergietabletten. Statt zum Doc hätte ich auch nackt bei Vollmond tanzen können.

  • Okay dann hat sich das eh erledigt, hatte auch mal Epoxidharz im Keller verarbeitet und danach roch man das bis ins 3 OG obwohl es gar nicht viel war.. (200ml?) trotz lüften ect.

    Hmm, vielleicht war es Polyesterharz? Das stinkt ordentlich. Epoxidharz ist dagegen nahezu geruchlos. Die Nasen sind natürlich unterschiedlich empfindlich.

    Creality K1 Max, Tronxy X5SA-500 PRO (im Umbau auf Klipper), Tronxy X5SA PRO/Klipper, Creality Halot One

  • Hmm, vielleicht war es Polyesterharz? Das stinkt ordentlich. Epoxidharz ist dagegen nahezu geruchlos. Die Nasen sind natürlich unterschiedlich empfindlich.

    Finde ich nicht. Ich benutze viel Epoxikleber und der hat zwar keinen Megageruch aber einen leidhten sehr unangenehmen

  • Finde ich nicht. Ich benutze viel Epoxikleber und der hat zwar keinen Megageruch aber einen leidhten sehr unangenehmen

    Ist jetzt allgemein ein wenig mühsam, das so durchzudiskutieren. Es gibt unzählig verschiedene Kunstharze - der im Haushalt genutzte ist ja meist nicht UV-polymerisierend, sondern funktioniert mit einem Härter, der gemischt wird.


    Schon bei den FDM-Filamenten sind ja auch die verschiedensten Additive drin.

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