Adventurer 5m pro Kalibrierung - Anfängerprobleme

  • Hallöchen allerseits,

    nachdem ich glaub diverse Anfängerfehler und Sünden begangen hab und trotz einiger Selbstlernversuche via Youtube und Foren nur halbwegs schlauer geworden bin - und mir auch so langsam die Geduld ausgeht - krieche ich demütigst zu kreuze und Frage um Hilfe.

    Hintergrund: ich bin Lehrer und an unserer Schule war "Geld übrig" das unbedingt weg musste. Da 3d Drucker aufm Plan standen, wurde kurzerhand die Anschaffung von 4 Adventurer 5m pro beschlossen - ohne dass sich irgendwer damit auskennt... lernt man schon, hat man gedacht.

    Meine Frage: wie viel muss man denn wirklich kalibrieren? Dass es keine magische Box ist, die einfach so vor sich hin druckt, hab ich auch gelernt. Natürlich hab ich die Auto-nivellierung regelmäßig gemacht. Meine ersten Druckversuche mit PLA waren auch super - also aus Laiensicht. Siehe Würfelturm. Dann kamen aber Probleme:

    1. die nächstenDrucke wollten nicht mehr auf dem Bett halten. Mit Temperatur auf 60°C klappts häufig, mit klebestift etwas häufiger, aber nicht zuverlässig und auch nur bei großer Fläche.

    2.Nach und nach sind die Düsen aller drei Drucker verstopft

    3. die Drucke sehen einfach nicht wirklich gut aus.


    Im Detail: die Anpassung der Druckbetttemperatur hat erstmal geholfen, aber wie gesagt auch mit Klebestift unzuverlässig. bei Hier ausm Forum hab ich noch den nächsten Tipp - muss ich aber noch ausprobieren - den Zusatzlüfter bei der ersten Schicht auszulassen. Nach Verwendung des Klebestifts reinige ich das Bett mit Wasser und Spüli und anschließend mit Isopropanol.


    Nachdem die Drucke Fäden gezogen haben, hab ich den Retract auf 1,8 mm erhöht. Wurde besser, könnte aber vielleicht auch n Grund sein, dass ide Düsen verstopft sind? Konnte die Verstopfung zwar lösen, ging aber z.T. gleich wieder zu und war n ganzschöner Gewaltakt


    Verbaut ist die 0,4er Düse bei allen. Schichtdicke bisher 0,2mm. Als Slicer wird Flashprint genutzt in erster Linie weil die Wlan-anbindung super klappt, daher noch kein bestreben zu Orca oder Cura zu wechseln, welche glaub schon die schöneren und mehr Funktionen hat. Allerdings haben sich die Drucker erhängt, als ich die aller ersten Testdrucks per USB-Stick machen wollte, sobald der Ordner mit der Datei ausgewählt wurde. Egal ob der eigene oder mitgelieferte - keine ahnung warum, aber per Wlan klappt, also bin ich zufrieden.

    Die Drucker stehen im Keller bei ca 15°C Raumtemperatur aufm Boden.

    Nachdem ich mich bisschen schlauer gemacht hab, hab ich auch an den Druckgeschwindigkeiten rumgespielt. Hatte auch einen Effekt, aber keinen zufriedenstellenden.

    Gedruckt wurde in erster Linie Amazon Basic PLA, aber auch etwas vom Flashforge-orginal PLA.


    Stand derzeit: die erste Schicht wirft Blasen, Drucke halten nur manchmal. Dünne Strukturen wie die Fensterlinien auf den Bildern gefühlt fast gar nicht. Hab n Testdruck mit einer Schicht und 0,4 mm Schichtdicke laufen lassen und die Schicht ist bei 0,5 - also vermutlich muss ich noc hweiter mit dem Extrusionsverhältnis runter.


    Bevor ich jetzt n Kilo Filament für weitere Testdrucke ins Blaue verbrate: Was sollte ich denn alles kalibrieren?

    1. Automatische nivellierung - Klar, regelmäßig

    2. Extruder Kalibrierung mit "E-Step" (??) wie hier: https://3dprintbeginner.com/extruder-calibration-guide/

    3. Flow-Rate Kalibrierung mit hohlem Würfel wie hier: https://3dprintbeginner.com/flow-rate-calibration/

    4. Sollte ich erst noch die richtige Bett-Temperatur bzw. Düsentemperatur herausfinden, damit die erste Schicht sauberer wird?

    5. ???


    ein Screenshot der meisten Slicer-Einstellungen hab ich angehängt. Hab ic hda irgendwelche Druck-Sünden begangen? Fällt euch vielleicht noch was an den Druckbildern auf, was ich vermurkst habe? Und kann es sein, dass die Ironing-Funktion ein Garant für verstopfte Düsen ist? War bisher jedesmal der Fall - oder hab ich auch da Einstellungsfehler?


    vielen Dank schon mal für den Rat oh große Druck-Gurus

  • Ich hab hier einen Adventurer 3 stehen da hab ich als Slicer auch Flashprint im Einsatz.

    Mein Drucker hat natürlich nicht die Geschwindigkeit die deine M5 haben trotzdem versuche ich mal ein paar Tipps zu geben die mir selber sehr geholfen haben.


    Was mir an deinen Einstellungen zuerst aufgefallen ist, ist die höhe des ersten Layers. Der steht bei dir auf 0,2. Wenn du immer ein Raft dazu generieren lässt wird das funktionieren aber nicht wenn du wie ich inzwischen sehr selten sowas benötigst. Ich hab meinen ersten Layer auf 0,34 stehen wobei ich schon bei 0,4 war, das aber nach einem Hinweis hier im Forum ein wenig gesenkt habe.


    Was mir noch aufgefallen ist, ist das Extrusionsverhältnis. Soweit ich das noch von den Originaleinstellungen von Flashprint für PLa weis, war das bei mit 109%. Das ist für mich auch zu viel gewesen, ich hatte dann immer Extruderklopfen. Ich bin jetzt bei 102 %. Hab mich da aber immer weiter runtergearbeitet. Das Extrusionsverhältnis ist soweit ich es verstanden habe sehr geschwindigkeitsabhängig. Bei deinem schnellen Drucker würde ich das als zu niedrig empfinden.


    Wegen dem Druckbett, das muss ich bei mir noch manuell Leveln, ist also sicher ganz anders wie bei dir. Ich habe hier mit 0,2 gelevelt. Damit erklärt sich dann auch mein 1 Layer mit 0,34.


    Das mit der Lüftersteuerung kannst du auch rausnehmen. Damit steuerst du den Gehäuselüfter und nicht den Bauteillüfter. Den kannst du in Flashprint auch nicht wirklich steuern. Ist bei Pla auch nicht wirklich nötig.


    Ich hoffe es ist was dabei was du brauchen kannst. Evtl. sind hier noch User unterwegs die sich mit dem 5m besser auskennen.


    Trotzdem viel Spaß beim Drucken.

  • Hallo nochmal,

    danke für den Tipp, jetzt läuft zumindest mal das Maschinchen auf das ich derzeit Zugriff hab im Dauerlauf =)

    Vermutlich war es wieder eine Kombination aus mehrerem:

    1. Layer ist jetzt bei 0,34

    Druckbett hab ich in nem anderen Video gesehen ist bei 65°C und hält bombenfest ohne Kleber

    Der Wechsel zum Orcaslicer hat sich auch positiv bemerkbar gemacht, mit dem entsprechenden Plugin klappt die W-Lan Verbindung zumindest zum Druckauftrag senden und starten, der Statuszugriff auf das Gerät klappt seltsamerweise nicht, ist aber auch nciht tragisch.

    Lüfter hab ich trotzdem bei der ersten Schicht aus.

    Den Extruder hab ich jetzt bei 106% kalibriert von "maximal" 25mm³/s - die Düse könnte ja laut Hersteller auch 32 mm³/s

    Die Geschwindigkeit hab ich jetzt mal auf dem Standartprofil das bei Orca zum 5m pro hinterlegt ist gelassen.

    Retract muss ich noch etwas einstellen, hab noch minimale Fadenbildung - liegt vielleicht aber auch an der Drucktemperatur, das bin ich grade am kalibrieren.

    Eine E-Step-Kalibrierung hab ich jetzt nicht als notwendig empfunden - daher hab ich mich auch nicht mit beschäftigt und weiß immer noch nicht, was das ist :P


    Nächste Baustelle: Zits/Pickel loswerden - vermutlich in Zusammenhang mitm Retract =)

  • Eine E-Step-Kalibrierung hab ich jetzt nicht als notwendig empfunden - daher hab ich mich auch nicht mit beschäftigt und weiß immer noch nicht, was das ist :P

    Weise Entscheidung, nicht daran rumzufummeln!

    E-Steps kalibriert man NUR, wenn man einen anderen Extruder mit anderer Übersetzung eingebaut hat, oder den ganzen Drucker selbst gebaut hat.

    Was es bedeutet, kannst Du hier nachlesen.



    Die heutzutage gekauften Drucker haben KORREKTE E-Steps eingestellt.

  • Kleiner Tipp am Rande....

    Es gibt Filamente da bekommt man die Fäden nicht komplett weg, ich hatte auch mal so ein mistigrs Filament, habe dann ein anderes benutzt mit den gleichen Einstellungen und hatte kein Stringing mehr.....

    Das war ganz am Anfang als ich mit dem drucken angefangen bin....

  • Danke =)

    ich tippe jetzt auch aufs Filament, es sind nur sehr feine Strings, welche auch nur bei feinen Strukturen auftreten. Beim Stringing-Test vom Orca-Slicer sind gar keine Strings aufgetreten. Ist halt doch nur das Amazon-Basic PLA.


    Beim Ironing/Glätten über Flashprint hatte ich den Eindruck, dass das ein Garant für verstopfte Düsen ist, daher scheue ich mich noch ein wenig, das jetzt mit Orca auszuprobieren - erst wenn das aktuelle Projektchen rum ist mach ich mal ein paar kleine Probedrücke.

    Hat dazu jemand Erfahrungswerte?

  • Ich habe das Glätten mal beim Ender ausprobiert, hat gut funktioniert aber die Zeit, Junge Junge, meiner Meinung nach lohnt sich das nicht.

    Verstopfte Düsen wegen dem Glätten hatte ich jedenfalls nicht

  • Ok. klingt beruhigend =)


    Dann aber noch ne weitere Frage: bei mir ist schon wieder (ohne Glätten) das Hotend verstopft. war schon mehrmals der Falls dass ich fast schon richtig Gewalt anwenden musste, um die Blockade zu lösen. Diesmal hab ich das Hotend mehr auseinander gebaut und festgestellt, dass ich das Filament nicht aus dem Heatsink/dem Kühlgerippe herausziehen konnte. Daraus schließe ich mal, dass die Verstopfung im Heatsink entsteht - vielleicht durch den PTFE Schlauch? Ist das bei jemandem schon mal passiert? Hat das Heatsink überhaupt einen PTFE Schlauch??

    Edited once, last by Kruessel ().

  • Sagt der ADV5Pro nicht, dass man das Fila nicht rausziehen soll, sondern Abknippsen (direkt am Kopf) und das neue nachschieben, entsprechend ist doch auch der Assi programmiert..


    ,, oder spinne ich jetzt komplett..

  • nein das ist schon richtig so, abknipsen, durchdrücken. Nur nachdem ich es nicht durchdrücken konnte, hab ich das Heatsink abgedreht um zu schauen, wo genau das Problem ist - Heatsink oder Heatblock oder Düse. Hab dann an dem Zipfel, der quasi aus dem Heatbreak rausgekommen ist, versucht zu ziehen. Das Filament hätte sich dabei in die gleiche Richtung bewegt, wie wenn ich von oben gedrückt hätte. da das aber nicht ging, folgere ich, dass die Blockade/Verstopfung im Heatsink war...

  • Meinst du mit "vorher dicht" durch den Druckvorgang oder von vorherigen Druckvorgängen oder noch früher?


    und neues Problem: nach Einbau der Düse zeigt er mit jetzt den Fehler E0015 "Fehler bei der Düsentemperatur" an. Wirklich rumgebastelt hab ich aber außer an dem Düsensatz nicht. Kommt auch bei einer anderen Düse... hilfe?

  • Sensorkabel geknickt vielleicht oder sitzt nicht richtig? Die sind arg empfindlich..

    Meinst du mit "vorher dicht" durch den Druckvorgang

    Verstopfung so weit oben ist oft Heatcreep oder viel zu hoher Retract.. Lüfter hat nen Schuss.. sowas in die Richtung, aber bin selber nicht überzeugt..


    Wenn der Sensor Fehler oben behoben ist, teste mal nochmal mit Flashprint, od das auch Probleme macht.. irgendwie so mal weiter testen, aber jetzt muss erst der Sensor wieder

  • Ich hab den Druckkopf bis auf den Fördermechanismus komplett auseinander genommen und leider nur eine Stelle gefunden, die ein bisschen komisch aussieht :

    Hat jemand n tipp, wie ich überprüfen kann ob die Lötstelle was abbekommen hat und deswegen etwas dreckig aussieht, oder könnte das normal sein? (ich weiß, sehr banale frage, wenns um Platinen löten geht bin ich außerhalb meiner Komfortzone, sorry)

  • Also wenn ich die Elektrotechnik Grundlagen noch richtig im Kopf hab, dann wird doch der Stecker NTC für den Temperatursensor stehen. Vom Stecker am hotend bis zur Platine ist Kontakt da, innerhalb der Platine zum Ground auch - interessanterweise vom Heat - zum Ground nicht ohne Widerstand.

    Die Kratzer in der Platine kommen von mir als ich den Schmodder der vorher dran war entfernt hab.

  • Ich hab den 5m pro seit Dezember und er läuft einwandfrei. Das sind ja teilweise herbe Probleme die du da schilderst...um mal ganz vorne zu beginnen, wenn man kein Montagsgerät erwischt hat muss man rein gar nichts am Extruder abdrehen, auseinander nehmen etc. Das Filament wird nicht abgeknipst und durchgedrückt, sondern der Drucker zieht das neue Filament nach dem abknipsen des alten ganz easy selbständig in den Extruder, man muss nur leicht oben an die Zahnräder des Extruders das Filament ranschieben, dann greift er es.

    Betthaftung ist bei 60-65 Grad mit der Standard Plate hervorragend, ohne irgendwelchen Kleister Schnickschnack.

    Feines Stringing scheint bei dem Modell normal zu sein, ist teilweise Filament abhängig bei mir, trotzdem zieht er ab und zu an einigen wenigen Stellen Fäden. Die gehen übrigens super mit einem Sturmfeuerzeug sauber weg, ohne das Bauteil zu zerstören. Das hab ich bestens im Griff und stört mich auch nicht weiter.


    Ich empfehle DRINGEND für jede Filamentmarke und Filamentart zumindest die Basiskalibrierung im Orcaslicer zu machen. Also Temperatur, Flow Rate und Pressure Advance.

    Mit Anpassung Flow Rate und Pressure Advance bekommst du eventuell schon Mal deine Blobs in den Griff.


    Super Anleitung z.b. hier:

    OrcaSlicer: 3D Printer Calibration Features Deep Dive | Obico Knowledge Base
    If you've been 3D printing for a while, you've likely heard about the importance of calibrating your printer. Print calibration improves your print quality,…
    www.obico.io

  • Man muss schon knipsen, wenn die Düse verstopft ist, weil der Extruder dann ja durchdreht. Sonst zum wechseln auf ne neue Filamentrolle hast du recht, da reicht nachschieben.


    Die Betthaftung klappt inzwischen auch gut, nur wenn es hoch wird, wie z.B. bei der Temperaturkalibrierung über Orca ist mir der Turm jetzt schon zwei mal umgekippt.


    Hab eine halbe Lösung gefunden: mit einer neuen Nozzle fällt bei einem Drucker der Fehler E0015 weg (wenn gar keine Nozzle beim Start drin ist, zeigt er trotzdem den Fehler an), darauf hin hab ich mal die Kontakte an den Nozzles untersucht und festgestellt, dass bei den zwei linken Kontakten - die glaub auf den NTC gehen, kein Kontakt vorliegt, während bei dem funktionierenden 30 Ohm angezeigt werden. Daher tippe ich inzwischen drauf, dass die Nozzle kaputt sind. weiß jemand, ob man die auseinander bauen kann?

  • Abschließende Antwort: die Düsen können laut Flashforge nicht auseinandergenommen werden, werden aber ohne weiteres demnächst als Garantiefall zugeschickt. Tipp vm deutschen Support: Düsen mit einer Heißluftpistole erhitzen, um wirklich alle Reste bei einer Verstopfung zu entfernen - hilft auch zum nachbearbeiten gegen die feinen Strings, weniger invasiv als ein Sturmfeuerzeug :P

    Sonst läuft grad alles mit 0,4 und 0,6er Düse gut und hält auch sauber aufm Brett, nur ein bisschen Warping. muss mehr an die Brims denken. Hohe Druckteile haben allerdings die Tendenz gegen Ende sich doch zu lösen bzw. umzufallen, da fehlen mit noch Ideen das zu lösen.


    Danke für die Hilfe, jetzt machts auch wieder Spaß :P

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