Druckproben für DIY Rückschlagventile

  • Inzwischen habe ich auch für den Nachbarn ein Rückschlagventil für den Bodenablauf im Keller gedruckt. Da dort der Rohrstutzen größer ist, konnte statt einer 30 mm Styroporkugel eine 40 mm Kugel eingesetzt werden.

    Zur Druckprobe mussten bisher 3 übereinander, mit Wasser gefüllte „französischen Ballons“ reichen. Viel Druck konnte ich damit nicht aufbauen. Nun kam ich auf die Idee, unsere Zisternenpumpe zu benutzen.

    Da bei den ersten Versuchen, mit meinem 30er Rückschlagventil, die Kugel recht schnell durchflutschte, habe ich beim Nachbarn nachträglich eine Lochblende aufgeschraubt.




    Immerhin, braucht es hier 1,5 bar, bis sich die 40er Kugel durch die 30mm Blende durchquetscht.


    Bei mir sieht das mit Lochblende jetzt so aus:




    Mit 23,4 mm Lochblende bleibt die Kugel bis etwa 1,75 bar drin.


    Für die Versuche habe ich mir diese Teile gedruckt:

    Druckprobe mit 30 mm Kugel


    Druckproben mit 40 mm Kugel


    Ich hätte nicht gedacht, dass sich Styroporkugeln derart zusammendrücken lassen. Keine Ahnung, ob die auch einem größeren Wasserschlag widerstehen würden.

    Von einem Freund bekam ich den Tipp, es mal mit einem Tischtennisball zu probieren. Mit 40 mm Durchmesser käme der nur beim Nachbarn in Betracht. Zum Austauschen müsste ich aber mindestens das Gehäuse neu drucken, denn heil würde ich das mit Silikon verklebte Teil nicht vom Stutzen bekommen.


    Interessant finde ich die Idee mit dem Tischtennisball dennoch.

    Ich werde mal den Tischtennis Klub aufsuchen...

  • Hallo,


    Mal ne Frage:

    Wie viel Wasser muss da im geöffneten Zustand abfließen können?


    Könnte man nicht über den Ablauf ein Gitter oder Korb drucken, der den Ball am kompletten durchdrücken hindert?


    Andere Idee: Druck den Ball doch aus TPU oder Polypropylen, da könntest du Wandstärke und Auftrieb je nach Füllung selber bestimmen und die sollten sich nicht durchdrücken.


    Mfg Andre

  • Hallo Andre,


    danke für deine Tipps.


    Ich denke, es wäre kein Problem, das Sieb so zu gestalten, dass es mindestens so viel Wasser durchlässt, wie durch die Lochblende.

    Nur ist dafür kein Platz, der Schutzdeckel liegt jetzt schon direkt auf. Ich musste die Rippen der Deckel sogar auf der Unterseite teilweise abfräsen.


    Die Idee, die Kugeln zu drucken, finde ich gut.

    Dazu müsste ich die Filamente, die ich sonst nicht benutze erst kaufen.


    Gruß Michael

  • TPU ist ja beim Drucken erst Mal relativ einfach, wenn der Extruder grundsätzlich TPU drucken kann, da bekommt man ja auch 250g Rollen.


    Polypropylen ist eher zickig im Druck, dafür ziemlich Wiederstandsfähig und auch chemisch Recht robust.

    Aber Schwere zu drucken.


    Das eventuell Gitter hatte ich auch direkt in den gelben Deckel integriert,

    Den etwas dicker, die Schrauben verstellbar und dann ein simples Gitter rein.


    Aber das ist nur ne Idee, anhand der Fotos kann ich nicht sagen ob es wild wäre, wenn der Deckel ~4mm dicker wäre.


    Mfg Andre

    Edited once, last by JustinX ().

  • Hi wersy,


    tolles Projekt!

    Ja, man glaubt nicht, was Wasserdruck anstellen kann, da sind auch schon Dichtungen für immer verschwunden :)

    Und ich weiß auch nicht, wieviel Dynamik bei einem Rückschlagventil ankommt.

    ABER: 1,5 bar statisch ist schon eine enorme Kraft.

    Wenn da abwasserseitig mehr Druck bei dir ankommen sollte, dann gibt es ganz andere Probleme.

    1,5 bar entsprechen einer Wassersäule von 15 m. Dein Bodenablauf müsste also um dieses Maß unter dem Kanalniveau liegen.

  • Das eventuell Gitter hatte ich auch direkt in den gelben Deckel integriert,

    Den etwas dicker, die Schrauben verstellbar und dann ein simples Gitter rein.


    Aber das ist nur ne Idee, anhand der Fotos kann ich nicht sagen ob es wild wäre, wenn der Deckel ~4mm dicker wäre.

    Die Rippen habe ich schon bis auf ca. 4 mm abgefräst. Mehr schwächen möchte ich den Deckel nicht. Der Deckel würde dann auch direkt auf dem Sieb liegen.



    Squashball käme auch in Frage.

    Die Größe passt zumindest für das große Rückschlagventil, und hat mit einer Wichte von rund 0,7 ausreichend Auftrieb. In wieweit sich der Ball verformt, müsste man testen.

    Ich muss mal sehen, wann bei uns gesqasht wird…


    Oder

    HIER für kleines Geld was paasendes suchen!

    An Holz habe ich auch schon gedacht. Mit Silikon eingeschmiert, würde die Kugel besser abdichten , und wäre gegen Wasser geschützt.


    1,5 bar entsprechen einer Wassersäule von 15 m. Dein Bodenablauf müsste also um dieses Maß unter dem Kanalniveau liegen.

    Ich denke auch, dass die Styroporkugeln reichen müssten. Bei 0,3 bar hätte es bis an die Decke spritzen müssen. Einzig unkalkulierbar ist ein möglicher Wasserschlag.


    Wie funktioniert bei dem Bodenablauf der Geruchsverschluss? Sieht irgendwie nicht so aus, als wäre der noch vorhanden.

    Den Siphon kann man nicht sehen, der sitzt in der Leitung.

    Beim Nachbarn wurde es Zeit, den mal wieder zu befüllen, mir wehte da ein frischer Wind von der Straße entgegen…


    Ich danke euch allen.

    Anregungen und Tipps sind mir immer willkommen.

  • hätte noch ein Option in petto: könnte man den Tischtenisball nicht mit epoxi ausgießen, hab das über amzon bestellt, hält bombig, nur das aushärten dauert...

  • Beim örtlichen Tischtennis Verein konnte ich zwei nagelneue Bälle ergattern und gleich mal ausprobieren.

    Die Formstabilität dieser Bälle ist so hoch, dass der auch bei 3,5 bar keinen Mucks getan hat.

    Der hätte sicherlich noch mehr ausgehalten aber bei 3,5 bar schaltet die Zisternenpumpe ab.

    Dabei hat die Kugel erstaunlich gut abgedichtet, es drang nur ein feiner Strahl heraus. Das meiste spritzte seitlich zwischen Gehäuse und aufgeschraubtem Deckel. Duschen mit „abgelagerten“ Regenwasser ist nicht besonders schön…


    An einen Squash Ball zu kommen, war umständlicher. Im Nachbarort habe ich schließlich ein Sportzentrum ausmachen können. Empfangen wurde ich von einer sehr hübschen, jungen Dame. Ich muss einen recht sportlichen Eindruck gemacht haben, sie hat mir gleich erklärt, dass man nur online buchen kann. In der Halle war niemand zu sehen, der Squash spielte, und nachdem sie mir verriet, dass die auch selten noch kommen, wurde es Zeit zu beichten, dass ich eigentlich nur einen gebrauchten Ball brauche. Kein Problem, den konnte ich dann für 6 EUR bei ihr kaufen.


    Der Ball lässt sich locker um die Hälfte zusammendrücken. Da er bereits bei 1 bar anfing herauszuquellen, befürchtete ich, der würde jeden Augenblick rausspringen. Der hielt sich aber auch noch bei 3,5 bar.



    So steckte der Ball in der Lochblende.



    Auch wenn der Ball abgedichtet, so ganz geheuer ist mir die Sache nicht. Man weiß nicht genau, wie sich der Ball innen verformt. Würde er den Korb beschädigen müsste alles entfernt und neu gedruckt werden.


  • Den Siphon kann man nicht sehen, der sitzt in der Leitung.

    Beim Nachbarn wurde es Zeit, den mal wieder zu befüllen, mir wehte da ein frischer Wind von der Straße entgegen…

    Siphon in der Leitung? Wenn du meinst, dann passt das schon, ist ja nicht mein Haus und auch nicht mein Nachbar...

  • Ich würde ja ne O-Ring Nut mit einbringen, damit der Ball auch sauber abdichtet.

    Ansonsten ne nette Idee, die Tischtennisbälle halten wirklich viel aus, Bedenke aber das der Wasserdruck die Luft im Ball komprimiert. d.h. eine kleine Beschädigung am Ball und es kann dir im notfall aufplatzen.


    Muss es denn ne Kugel sein? Sollte ja jeder Schwimmkörper tun auch Flach und mit Dichtung...

  • Ich denke mal, dass die Auslegung mit 3,5 bar Prüfdruck schon sehr pessimistisch ist, immerhin entspricht das 35 Meter Wassersäule. Der Kellerboden liegt gerade mal 1,5 Meter unter Straßenniveau.

    Beim vorletzten Rückstau konnte ich beobachten, dass das Wasser etwa 5 cm hoch aus dem Abfluss sprudelte. Das entspricht 0,005 bar.

    Ein Kollege brachte den Wasserschlag ins Spiel, nur finde ich dazu nirgends eine Erwähnung.

    Informativ finde ich diese Seite:

    https://www.huerth.de/medienpool/downloads/Starkregenvorsorge_Rueckstau-Handbuch-2020.pdf


    Muss es denn ne Kugel sein? Sollte ja jeder Schwimmkörper tun auch Flach und mit Dichtung...


    Genau, z.B. ein Kolben. So könnte man vermeiden, dass das sich das Teil verkantet. Könnte allerdings sein, dass der Kolben nicht mehr leichtgängig genug ist wenn sich Schmutz angesetzt hat.



    Ich vermute, gerade bei sehr niedrigem Druck könnte der Tischtennisball weniger gut abdichten. Fraglich ist, wie gut dann ein Squash Ball dichtet, der kaum Auftrieb hat.



    Bei niedrigem Druck müsste der O-Ring für den Kolben oder Tischtennis Ball möglichst weich sein.

  • vermute, gerade bei sehr niedrigem Druck könnte der Tischtennisball weniger gut abdichten.

    Deswegen O-Ring oder Flachdichtung.


    Genau, z.B. ein Kolben. So könnte man vermeiden, dass das sich das Teil verkantet. Könnte allerdings sein, dass der Kolben nicht mehr leichtgängig genug ist wenn sich Schmutz angesetzt hat.

    So wie dargestellt ist schlecht weil sich Schmutz und Wasser in der entstehenden Mulde hält.


    Dichtung muss oben rein.


    Kolben kannst du mit 3-4 dünnen Rippen führen dann verkantet er sich auch nicht.

    Funktioniert auch bei Kugeln.

  • Ich hab vor ner Zeit mal für nen Bekannten sowas "ähnliches" gemacht. N Doppelanschluss für ne Shisha. Damit man nicht aus dem Schlauch des anderen nuckelt.


    aber da hilft im Gegensatz zu deinem Fall natürlich schon die Schwerkraft mit.

    Die "Kante" würde ich aber, wenn du keine Dichtung verwenden willst, zumindest abrunden so garantierst du einen dichteren Sitz der kugel.


    Das ist die obere Position, wenn einer ansaugt. Ich denke du siehst wie ich das mit den Rippen als Führung meinte.



    So meinte ich das bei dir :




    Durch die Rippen hast du weniger Kanten wo dreck hängen bleiben kann.

  • Dichtung muss oben rein.

    Stimmt! Das wäre ein ideales Absetzbecken :)


    Das könnte dann etwa so aussehen.



    Bis jetzt scheint mir der Tischtennisball immer noch die einfachste Lösung. Hat viel Auftrieb - und eilt stets aus jeder Lage ohne Führung zum Loch.

    Wenn dann statt 800 – 1000 Liter nur noch 10 Liter herausquillt, bin ich zufrieden.


    Für mein kleineres Rückschlagventil (30 mm Kugel) würde ich nächstes Mal vielleicht eine Holzkugel nehmen.

    Dann auch eher so, dass man den Korb samt Kugel jederzeit austauschen kann.


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