Iemai PC-CF Thread

  • Es ist soweit - heute kommt eine lange Session mit Iemai Polycarbonat mit 20% Kohlefaser, die Netzstrukturen bildet.


    Hat jemand Ratschläge oder Tipps? Ich werde posten, wie es läuft.


    Mein Vorgehen:

    1. Trocknen: Das Filament ist bereits entnommen und am trocknen (70°C über 6h)
    2. Einsetzen im Drucker mit Silica-Gel Säckchen (auch frisch getrocknet)
    3. Komplette Kalibrierung in Orca
    4. Druck: Parallelanschlag für Dewalt 7492 für die Hongdui-Anpressrollen mit Stahlabdeckung des Anschlags
      (Anm.: So einen Anschlag habe ich bereits, aber ohne Stahlanschlag. Ergebnis war, dass es minimale Unebenheiten am Anschlag, durch die Nachbearbeitung mit dem Exzenterschleifer gibt. Trotz aller Vorsicht. 100% gerade Schnitte sind so nicht möglich. Daher passe ich 1mm Stahlblech, geschliffen K320, V4A am neuen Anschlag ein, der sich in den Anschlag reinwickelt und dort verschraubt wird. Zusammen mit Polycarbonat mit Kohlefasernetzstruktur und der dicken Hongdui-Aluschiene sollte das extrem stabil sein. Rechnerisch hält das Konstrukt mehr als 2t Zug- oder Druckkraft im Mittelbereich aus =O .)

    Gerät: Qidi X-Max 3 mit dem 2.0 Extruder mit 0.4mm Bimetall-Nozzle
    Filament: Iemai PC-CF [Werbung**]

    Creality S1 Ender Pro (trouble - endless), Qidi X-Max 3 (#Fanboi, #QidiXMax3Ultra)

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  • Im Bereich PC habe ich etwas Erfahrung mit Prusament PC Blend sammeln können, daher nur ein paar allgemeine Tipps von mir...


    - Bett lieber etwas wärmer als etwas kühler (110°C bei mir)

    - Gehäuse das selbe, mein Reborn 2 kommt durch vorheizen des Druckbettes auf etwas über 50°C

    - immer furztrocken halten, vor dem Druck und während des Drucks am besten auch

    - Haftvermittler nutzen, bei mir 3DLac Klebestift

    - Mit der Geschwindigkeit nicht übertreiben, über 100mm/s würde ich nicht gehen

    - Anfangs nur 1-2 kleine Teile auf einmal Drucken und nicht gleich die ganze Platte Vollpflastern.

    Wenn das ohne Warping geht dann nach und nach größere bzw. mehr Teile


    Wusste leider garnicht das IEMAI auch PC-CF anbietet. Hab das PC Blend sehr günstig bekommen sonst hätte ich sicher das IEMAI bestellt. Kenne schon das ABS-CF und das ASA-CF von denen. Beides hervorragende Filamente zu einem sehr guten Preis.

    Bei den Teilen die ich aus PC Blend gedruckt habe war die Optik egal aber ich mag diese glänzende Speckoptik von PC eigentlich überhaupt nicht. Ist ähnlich wie bei PETG.


    Aber gerne von deinen Erfahrungen mit dem PC-CF berichten!

  • Das kann man alles so unterschreiben :thumbup:

    Drucker:Prusa MK3 S+ Qidi Xplus3 + FLSUN V400 + Bambu Lab X1 Carbon Combo + Bambu Lab P1S + Bambu Lab A1

  • Temperatur


    Note to self: Ich hätte ein Bild machen sollen.


    Ich habe aus Orca einen Temp-Tower 250-280° gedruckt in 5° Schritten. Am Ende sahen alle Ebenen gut aus. Eine wie die andere.


    Aber: im Bruchtest war alles unter 270° spröde und zerbrechlich. 250° war am schlimmsten (hatte was von Keksen), bis 270° wurde es jeden 5°-Schritt etwas besser. 275°C ist auf einmal quasi unzerbrechlich - keine Chance. Aluminium hätte ich bei der Wandstärke eher gebogen.


    Ergebnis-Extruder: 275° 280°C (s.u.) Standarddrucktemperatur. 280°C - 285°C für first layer(s) (s.u.) aufgrund der besseren Fließeigenschaften.


    Ergebnis Druckbett: Ich hatte mehrere Anläufe mit 100°C. Bin nun einfach auf 110°C für das Druckbett gegangen. Haftung etc. verlief hier am besten.


    Bauraum: Für PC wäre sogar eher 70°-80°C im Bauraum zu bevorzugen. Hier setze ich einfach mit 65°C das Maxmimum - kann nicht schaden ;-).


    Ergebnis

    Extruder: Aktuell 280° 285°C (s.u.) first layer, 275°C 280°C (s.u.) ab dann für den Extruder.
    Druckbett: 110°C
    Bauraum: 65°C


    Das sollte gut aussehen nach diesem Test.

    PS: Bauplatte ist strukturiertes PEI. Keine Lust mich bei einem neuen Filament auch um Haftung zu kümmern, wenn ich die glatte Oberfläche nicht brauche (kommt eh geschliffener Stahl drüber an der Außenseite).


    PPS: Temperatur für Extruder auf 285°/280°C (First Layer/Druck) angepasst. Wenn zwischen 271-275°C anscheinend die Kohlefaser-Netzstruktur erst wirkt, dann muss ich auch mit Messungenauigkeiten rechnen. Bevor ich mich in Details verliere, macht es mehr Sinn direkt bei 280°C zu drucken. 285°C dürfte kein Problem sein im First Layer - der Vorteil der besseren Haftung ist erwünscht. Geringere Viskosität spielt keine Rolle, da in den ersten 1-3 Layer Overhangs irrelevant sind.

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  • Flow Ratio


    Zum Glück ist der einfach. Aus vorigen Tests hatte ich noch 0,9975 als Wert. Den erhöhte ich um 5% und machte direkt den zweiten Flow Ratio-Test. -8 war der glatteste Chip.


    Ergebnis

    Flow Ratio: 0,963608 - also 0,9636

  • Pressure Advance

    Kein guter Test -Hotend war nicht sauber, Haftung scheint ein kleines Problem zu sein. Dennoch konnte ich den PA-Wert mit 0,o44 ablesen.


    Ab hier arbeite ich wohl mit Klebstift, trotz der PEI-Platte.


    Ergebnis

    Pressure Advance: 0,044

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  • Allgemein

    Haftvermittler anscheinend ein Muss, um auf Nummer sicher. Mit geht es deutlich besser. Bei PETG hatte ich die Probleme nie. Eher das Gegenteil...


    Max Flow Rate

    Ich weiß um die Qualitäten des Iemai PC-CF und dem Qidi mit dem 2.0 Hotend. Daher gleich mit "mutigen Einstellungen" für max flow rate:


    Das Ergebnis fast eine Punktlandung:


    Bei 10 mm³ Änderung in 0,5mm³-Schritten ist der Track 22 (20)mm hoch. Unterextrusion bereits ab 5mm Schichthöhe.


    Also max flow rate= 30mm³/s+(5-2)/(22-2)*10mm³/s= 31,5mm³/s


    Ergebnis

    Ist die Max Flow Rate 105% (endgültiger Wert + Toleranz), dann ist die max flow rate direkt 30 mm³/s.


    Wie praktisch - runde Zahlen. Damit ist das Iema PC-CF fast so schnell wie Tinmorry PETG eco und Tinmorry PETG-CF.


    Da geht was.

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  • VFA-Test

    Da die Zeichen auf Sturm stehen: gleich mal zugelangt - wie schnell geht?



    Antwort:


    Da fangen die Ungenauigkeiten schon recht füh an. Bei 105mm Gesamthöhe, bereits bei 36mm.


    Also:


    max print speed = (36-5)//105-5)*200mm/s+300mm/s=362mm/s

    Auch wenn eigentlich der ganze Tower akzeptabel wäre, also sogar 500mm/s und damit wohl auch mehr, kommen wir ans Limit der Vibrationen mit dem Qidi ohne Hack.


    Ergo Toleranz noch runter: max print speed = 362mm/s / 1,05 )= 345 mm/s


    Ergebnis

    Max print speed ist also 345 mm/s.


    Heißt aber auch für infill etc kann man auch auf 400-500 gehen, wenn man schnell sein will. Auch wenn wohl mehr möglich ist - hier kommen eben auch andere Grenzen.


    Benchy Time...

  • Ich frage mich dann halt immer wie stabil das Ganze bei Bauteilen wo es wirklich drauf ankommt dann auch wird wenn man das Material so schnell druckt. Und dann das Thema Verzug/Warping im Bauteil wenn man so schnell druckt.

    Nicht falsch verstehen, wenn du da keine Probleme siehst ist es natürlich Klasse wenn das Material so schnell gut druckbar ist.


    Kaum gebe ich hier Tipps im Umgang mit PC, schon fangen die etwas größeren Teile an bei mir zu warpen :(

    Trotz allem was ich oben geschrieben habe zieht sich die Ecke unten links jedes Mal hoch. Der Rest haftet wie ne 1 am Druckbett.


  • Ich frage mich dann halt immer wie stabil das Ganze bei Bauteilen wo es wirklich drauf ankommt dann auch wird wenn man das Material so schnell druckt. Und dann das Thema Verzug/Warping im Bauteil wenn man so schnell druckt.

    Die Kalibrierungstests sind immer eher theoretisch.


    ZB. bringt eine hohe Extrusion und/oder Druckgeschwindigkeit weniger für die Druckdauer des gesamten Bauteils, wenn man nicht auch an Travel Speed und Jerk geht. Und dann entstehen Vibrationen, Schichten verschieben sich etc. Oder Infill zu ungenau drückt dann die Wand nach außen.


    Bei Layerhaftung merkte ich, dass es einen sweet spot bei jedem Filament gibt. Also dass es sogar besser wird, wenn man schneller wird und dann einen Punkt, ab dem die Layerhaftung wieder abnimmt.


    Daher: immer Bruchtests, nachdem man ein Testobjekt ausgewertet hat, wenn man Geschwindigkeit erhöht. Per Hand kriegt man schnell ein Gefühl dafür. Jeder Benchy bei mir verliert zB seinen Schornstein ;-).


    Deswegen schrieb ich oben: Benchy time - die sind dann recht nahe am realen Erleben.


    Kaum gebe ich hier Tipps im Umgang mit PC, schon fangen die etwas größeren Teile an bei mir zu warpen :(

    Trotz allem was ich oben geschrieben habe zieht sich die Ecke unten links jedes Mal hoch. Der Rest haftet wie ne 1 am Druckbett.

    Bei mir meist kein Haftungsproblem, sondern wenn der Brim fehlt. Und dass nur eine Ecke warped kann viele Gründe haben - habe ich anfangs öfter gehabt.


    Bei mir funktioniert unter Orca folgendes gut: Brim type - Auto, Brim width - 5mm, Brim-object gap 0,1mm.


    Andere schwören auf immer "mouse-ear" - womit ich keine guten Erfahrungen habe. 5mm Brim funktioniert bei mir bei jedem Filament bisher - keine gewarpten Ecken mehr. Selbst bei sehr großen Bauteilen (bis 30x24x30cm) habe ich das bereits erfolgreich genutzt.

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  • Benchy Time

    Ab hier gehe ich einfach kurz meinen Prozess für die endgültigen Einstellungen mit Benchys durch.


    Benchy #1

    Einfach Standardeinstellungen von mir (nahe am default vom Qidi), Filament ist eingestellt anhand obiger Werte, nur Quality, Strength, Speed muss optimiert werden. Daher erst einmal Minimalwerte, was...


    ... was gleich ein kleines Problem zeigt. Während das Benchy real fast perfekt aussieht, hat es ein Problem am Schornstein.


    Bei min fan threshold ist mir ein alter (zu hoher Wert) mit 30s und ein falscher Wert mit max fan threshold 0s reingerutscht. Klar, dass der Schornstein dann wie Butter in der Sonne aussieht - minimale Abkühlung braucht eben auch PC-CF.


    Hintergrund: Bei zB PETG kann man etwas gröber mit Fan speed herangehen bis 40%+ (bei PLA sowieso). Da hilft es dann einfach Fan hochdrehen und man kann Layertime verkürzen. Die Kombination Fan speed runter und PC-CF mit etwas höherer Temperatur, also auch geringerer Viskosität des Filaments im Druck, war hier der Killer.



    Ergebnis

    Min fan speed threshold: 8s mit 10% Fan

    Max fan speed threshold: 3s mit 20% Fan


    Das erste Benchy ist bis auf den Schornstein perfekt. yardi der Schornstein war fast nicht abzubrechen. Klasse Layerhaftung.

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  • Benchy #2, #3,... #n

    Den Druck konnte ich nach dem unteren 1/4 abbrechen. Den Schornstein (fan threshold) habe ich mit Sicherheit gelöst, den muss ich nicht sehen.


    Benchy -Einstellungen

    Speed:


    Einfach für sichtbare Bereiche den berechneten max VFA mit 345 mm/s, First layer mal geschätzt für den Test und Infill auch mal so nach oben gegriffen - der muss nicht schön sein, aber schnell und haften.


    Strength:


    Die Strength-Einstellungen sind bereits gespeichert. Normalerweise nehme ich gerne 5 loops für Wände, da es bei PETG und PC dann immer wasserdicht ist (bei mir). Niemand weiß, was die in der Werkstatt darüber schütten: Kaffee, Cola, Bier, Schnaps, Leim, Terpentin,...


    Nur ist das Zielbauteil so groß, dass der Materialaufwand riesig wird mit 5 loops. Andererseits ist das Bauteil für das ich das mache sehr geometrisch, sodass ich aus Erfahrung weiß: da sind dann auch 3 loops meist ausreichend, sogar für Dichtigkeit.


    5 shell für top layer sehen klasse aus, sind aber auch viel Material. Bei 3 Layern schaut manchmal infill durch (bei PETG) oder drückt sich noch leicht durch. Bei diesem PC-CF wohl nicht sichtbar, aber durchdrücken des Infill will ich 100% nicht. Also 4 top layers. Am Bottom kein Problem insofern 3 Layer.


    Infill Pattern und density: Das ist schon im Hinblick auf das spätere Bauteil. Die Struktur meines Bauteils macht es in sich schon stabil, was durch Stahl und Aluminium ergänzt wird. Insofern brauche ich eher Infill mit gleichmäßiger Stabilität nach außen, der schnell druckbar ist und wenig Material verbraucht.


    Das ist automatisch adaptive cubic. Außerdem wird die Gleichmäßigkeit auch nur wenig die Wände bei hohen Geschwindigkeiten beeinflussen.


    So der Plan...


    Ergebnis

    Long story short, es fing mit einem Warp an - da hat sich was verzogen und wurde knifflig... Das erste Auftreten:


    Ich änderte 1st layer hatte weniger, aber immer noch Probleme mit dem Warp. Der Z-Level schien nicht mehr zu stimmen: Ich hatte die Haftschicht vorher mit dem Haftmittel ausgebessert, was eine sch.... lechte Idee war, wie sich nun zeigte (ohne Bild).


    Also Platte reinigen, Nozzle reinigen (Nummer sicher), Haftschicht neu und probieren, probieren, probieren... Ergebnis:


    Was man hier nicht sieht: der Warp ist kleiner aber vorhanden. Am Ende waren es drei Probleme:

    1. Das Benchy in Orcaslicer hat Probleme mit der Geometrie (Schrift Unterseite, überhängende äußere Wände,...) und Genauigkeit an der Stelle. Probleme mit Temperatur, Lüftung und Filament verstärken sich dort.
    2. Die Haftschicht ausbessern wollen war eine besch... Idee.
    3. Durch die höhere Temperatur im Drucker ist der Z-Level anders. Es brauchte also auch eine Z-Level-Kalibrierung. Dafür hasse ich Qidi... hoffentlich endet das bald mit Folgemodellen...

    Zudem zeigte das Benchy noch einen leicht defomierten Schornstein. Min fan speed threshold auf 10% bei 10s layer time und max fan speed threshold auf 20% bei 5s layer time.


    Ergebnis nun:


    Abartig starke Haftung, der Warp ist komplett weg, man ahnt noch die Stelle mit dem Geometrieproblem des Benchy in Orcaslicer, aber der Warp ist komplett weg.


    Ergebnis

    Mit den Benchys funktionieren untenstehende Werte. Da ich große geometrische Objekte drucken werde, können mir Optimierungen des Benchy nicht mehr weiterhelfen.


    Zwei, drei große Tests sind erforderlich - nächster Post.


    Layer speed:


    JerkXY:

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  • Vorab

    Bei Pressure Advance habe ich oben 0,44 geschrieben - Tippfehler, es muss 0,044 heißen. Sorry.


    Was beim Benchy funktioniert, muss nicht bei großen Objekten funktionieren, die zudem gleichmäßige Oberflächen und Form haben sollen.


    Also nun Tests mit großen Objekten und einer Vorstufe meines endgültigen Druckobjekts.


    Print #1


    Ein langer Quader wird quer über das Druckbett gedruckt.




    Es zeigt sich: Layerhaftung ist ein Problem. Wenn auch der Brim schön aussieht, hat sich das Objekt selbst gelöst. Ansonsten: tolle gleichmäßige Wände, stabiler Infil trotz der hohen Werte - wäre die Layerhaftung nicht, so wäre das perfekt.


    Print #x-1

    Layerhaftung blieb ein Problem über alle Tests, während ab ca. Layer 6 alles perfekt wurde. Ein Blick auf First Layer speed zeigte dann auch das Problem:


    Mit PC-CF ist ein schneller first layer eine Illusion. Was mit Benchy evtl noch geht (Glück) scheitert bei "richtigen Objekten".


    Hier zeigt sich auch, dass es einen weiteren Grund für den Warp am Benchy gab - ich nahm nochmals alle Benchys und sah einen miserablen 1st Layer. Heißt: Durch die schlechte Layerhaftung an einzelnen Stellen glich der first layer eher einer Aneinanderreihung von Würsten und nicht als ein Layer.


    Aber das lässt sich lösen:


    Print #x

    Die Layereinstellungen Speed für den first layer funktionierten ja gut in den allerersten Tests. Auch wenn die Haftung nicht optimal war.


    Ergo zurück zu den alten Speed-Einstellungen für den first layer. Und für die sichere Seite noch eine Spur konservativer. Hoffnung/Ziel: zusammen mit gluestick die Layerhaftung verbessern. Durch meine kräftige Erhöhung des Travel Speed reduzierte ich initial layer travel speed zusätzlich.


    Merke: Layerhaftung scheint das Problem bei PC-CF zu sein. Stringing, Speed, Extrusion - alles einfach. Aber Layerhaftung ist die Aufgabe. So meine bisherige Wahrnehmung.


    Ergebnis

    Back to the basics: konservative first layer settings:


    Den Abstand Brim zu Objekt hatte ich zwischendurch testweise auf Null. Der Wert ist wieder 0,1 (Standard) - das wäre noch ein Weg später Layerhaftung doch zu erhöhen, indem der Brim Teil des Objekts wird.


    Hierzu wird es Zeit das endgültige Objekt zu drucken und die Anfänge zu beobachten...

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  • Problem!?!

    Testdruck mit dem finalen Objekt und den bisherigen EInstellungen. Doch der first layer ist grauenhaft.


    Bis hierhin fühlte ich mich sicher, doch das habe ich noch nicht gesehen: Teilweise hervorragender Brim, aber grauenhafter infill, teilweise Wurstliegefest,...


    Hat jemand Ideen oder Tipps?


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  • First Layer Infill Geschwindigkeit zu hoch? Ich mach da lieber langsam 50-70. Sieht aber so aus als wenn zu wenig Filament gefördert wird! Brim ist gut und dann ... komisch??

    Bambu 3x P1S mit AMS / Q1Pro, K2 Plus 10/24, Mars 4 Max ... nur wer arbeitet macht Fehler. ;)

    Bambu Tips & Tricks

    Edited once, last by PrinterDD ().

  • First Layer Infill Geschwindigkeit zu hoch? Ich mach da lieber langsam 50-70. Sieht aber so aus als wenn zu wenig Filament gefördert wird! Brim ist gut und dann ... komisch??

    Aktuell bin ich bei 50/105 - siehe Bild. Vor allem komisch ist, dass der Extrusionsmax bei 31,4m³/s liegt und mit den Einstellungen bin ich eher bei 1-2 mm³/s also 1/30tel des Maximum:

    https://forum.drucktipps3d.de/attachment/124079-pasted-from-clipboard-png/


    Brim ist aber auch nur bei dem unteren Bauteil in Ordnung. Oben wie beim eigentlichen Bauteil auch nicht.

    Sieht nach starker Unterextrusion aus. Woher auch immer :/

    Ganz offen: ich bin immer noch ratlos. Sonst hat man konsistente Probleme. Selbst bei thermischen Problemen merkt man wo es herkommen kann. Auf der Build Plate (habe die noch gelassen, weil ich gefrustet weg bin) ist aber alles von perfekt bis naive Kunst, außer dem Infill.


    Und das Witzige ist: Ich bin mir 100% sicher, dass Extrusion und Infill ab Layer 4-6 spätestens perfekt sind.


    Da ich nun mehreres "probiert" habe (also vor diesem Druck), habe ich nun zu viele Parameter. Heißt ich weiß nicht, wo ich wirklich anfangen soll - das Problem überraschte mich völlig und ich bin immer noch überrascht.


    Mögliche Punkte:

    1. Z-Level auch durch die Temperatur (Hier beißt, dass Qidi kein Auto-Z-calibration vor jedem Druck hat)
    2. Ungleichmäßige build plate (0.34 mm)
    3. Temperatur? Eventuell sind die 285° doch ein Problem
    4. Glue stick - hätte ich vielleicht lassen sollen, da ich null Erfahrung damit habe, es nie brauchte
    5. Carbonfaserverstopfung im Extruder, die sich bei Geschwindigkeit löst?
    6. Eventuell Belüftung? Siehe oben First layer mit 10% was ich ja fürs Benchy hochsetzte
    7. Das Filament? Hat es nach 6h doch Wasser gezogen, auch wenn in der Qidi Box?
    8. ... Liste geht ewig weiter...

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    Edited 3 times, last by lihp ().

  • Eventuell hat 3D-Designer noch eine Idee?


    Ansonsten habe ich nur folgende Idee als Strategie:

    1. Build plate reinigen, glue stick weg
    2. Mit 0,34 mm ist mein Druckbett nicht super uneben, aber spürbar - neu kalibrieren der Achsenbefestigung
    3. Testläufe mit PLA oder PETG mit First Layer über die ganze build plate
    4. Testdruck der Objekte mit PLA oder PETG
    5. Zurück zum Test mit dem PC-CF


    Bessere Ideen habe ich nicht...als Vorgehen...

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