PETG geht nicht auf meinem QIDI X-Plus 3 noch nicht

  • Moin!


    Bis heute habe ich nur mit PLA auf dem QIDI gedruckt, was zu 95% geklappt hat (bis auf: QiDi X-Plus 3 will nicht mehr… QiDi X-Plus 3 will nicht mehr…). Den Job mit PETG hat immer der Anycubic i3 Mega S mit Kinderkleber (1 Teil) gemischt mit 96,6% Ethylalkohol (4 Teile) auf den Bett gemacht und es gab selten Haftungsprobleme.


    Ich kann machen was ich will, auf dem QIDI X-Plus 3 krieg ich nichts ausgedruckt (siehe Video). Mit und ohne Kleber kommt das nur „Ich liebe meine Nozzle, des halb bleibe ich dran hängen“.


    Ich level das Druckbett vor jedem Versuch, ich habe die Standardeinstellungen von QIDI Slicer (V. 1.1.4) benutzt und nichts geändert.

    Was mich ein wenig irritiert hat ist, dass der erste QIDI Ausdruck mit PETG heute Morgen super war. Danach kam nur (siehe Video).


    Was kann ich noch ausprobieren? Auf Dauer ist mir der Mega S zu langsam.


    PS: Das PETG wurde vor dem Druck 6 Stunden getrocknet.

  • Ich bin überrascht das es so viele Unterschiede beim Filament gibt. Also hab ich das frisch getrocknete PETG von Rentliv ersetzt durch eine neue Rolle von SUNLU. Und siehe da es funktioniert. :/


    PS: Ist es eigentlich in Ordnung, wenn ich die Filament-Marke angebe?

    QIDI Tech X-Plus 3 & Anycubic i3 Mega S & Ich bin voll alt, aber lerne immer noch dazu

  • Recyclinganbieter - kann aber auch nicht alles verabeiten.Keine Haftung, wenn ich mir dieses Video so anschaue.

    Hast Du es getrocknet?


    Da Du Einsteiger bist und gerade die Welt der Chemie entdeckt hast, eines vorab:


    Filament zu verarbeiten ist nicht ungefährlich und kann zu gesundheitlichen Schädigungen führen.


    Das ist - ich weiß, leidiges Thema - kein Spielzeug. Da entstehen Dämpfe, welche man leider immer weniger riecht und auch nicht sieht.


    Was willste drucken?

    Für die allermeisten Dinge reichen PLA, PETG und TPU völlig aus.


    UND EIN FILAMENT-TROCKNER IST PFLICHT !!!


    PLA wird allerdings unter Sonnenĺicht schnell spröde und brüchig und ist wenig Hitzebeständig.


    PETG ist UV-beständiger und fängt meist erst über 100°C an zu reagieren. Also auch weitesgehend Hitzebeständig. Je nach Verarbeitung/Materialstärke kann es hochfest und leicht Flexibel sein.

    Letzteres fällt weg, wenn Zusätze wie CF (Kohlefaser/Carbon) ins Spiel kommen. Dann ist Materialstärke gefragt. Zumal der Zusatz hier eher der Optik dient und nicht wie bei technischen Industriematerialen, wie PA(Nylon)-CF, der Festigkeit. Und gesundheitlich ist CF wie auch GF noch eine andere Schublade. Räumlichkeiten, wie Absauge und Maske sind Pflicht !!!


    TPU wird meist als 95A verkauft, was die Flexibilität angibt. Es gibt auch 96A und 98A, allerdings eher seltener. Damit kannste haltbare Dichtungen anfertigen.


    Was auch noch relativ "unbedenklich" ist aber kaum Verwendung findet, ist POM.

    Ein hochfestes, stabiles und auch hitzebeständiges Material. Allerdings extrem schwierig zu drucken.


    Es gibt im Netz unter "Eigenschaften Filamente" seiten im Netz die darüber Infomieren.

    Der gesundheitliche und auch umweltaspekte werden da nicht behandelt, da diese von der instustirellen Anwendung ausgehen. Genauso findest im Netz auch Recycling-Unternehmen, denn die Trennung von solchen Materialien im Hausmüll ist eine Sache für sich und nicht einfach. Man redet dann von Verureinigung.


    Links:

    Eigenschaften von Materialien

    Recyclinganbieter - kann aber auch nicht alles verarbeiten


    Hobbyisten würde ich allgemein von industriellen Materialien, wie ABS, ASA, Nylon, PPS, PBH usw usf abraten!


    So, kommen wir wieder zu deinem Problem.

    Du hast einen moderen Drucker - ich habe die komplette X3-Serie, wovon X-Plus3 und X-Smart3 bei mir zu Hause stehen, da ich hier meist auch entwickel.


    Was bedeutet dies nun für Dich?

    Zum einen muss Du die Temperatur vom Hotend heraufsetzen. So etwa um die 10°. PETG kannste bis 250° noch drucken, 240/242 für die ersten Schichten und die restlichen Schichten dann 238° sollten ein guter Ansatz sein.


    Das Heizbett sollte 85-80°C haben. Wenn Du Haftgrund, wie unten beschrieben, verwendest kannst Du hier genauso verfahren wie beim Hotend und die Anfangstemperatur auf 85° setzen und dann auf 65° für die restlichen Schichten heurnterfahren. Geschlossener Bauraum - auch wenn ich der Meldung etwas anderes steht - ist hier Pflicht und hilft auch beim Energiesparen. Ich drucke - auch wegen Filterung - nur noch geschlossen, auch PLA.


    Wichtig ist aber dass Dein Drucker vernünftig eingerichtet ist - Z-Index. Den Rest macht dieser ja automatisch. Die Z-Folie, aus dem Lieferumfang sollte merklich leichten Widerstand leisten. Saubere Düse vorausgesetzt!


    Was ich verwende, wenn ich mit der Qidi-PEI drucke ist 3DLAC Stick !!!

    Das PLUS oder Spray, vom selbigen Hersteller, kommt bei mir nur noch auf Glas zum Tragen.


    Dann kommen wird wieder zum Material.


    Das mit dem Trockner habe ich ja oben schon beschrieben: PFLICHT!!!

    PLA ist recht unempfindlich und lässt sich auch noch bei 45% Feuchtigkeit drucken. PETG verlangt hier schon so mindestens um die 35%. Bei TPU würde ich auch so in etwa von diesen Wert ausgehen.


    Zu trocken ist allerdings auch nicht gut.

    Vieles liegt auch im Herstellungsprozess welche die Hersteller nicht ausgeben, da Unternehmesgeheimnis. Selbiges gilt auch für die Zusätze. Außer Du kaufst ASA-GF oder hochwertiges PA-CF usw usf. Dann biste beim Kilo-Preis aber deutlich über 100 Taler und erhältst auch Info's über Faserlänge vom Glasfaser oder Carbon (Kohlefaser). Muss mal Airbus fragen ;)


    Was noch wichtig ist, ist die Lagerung.

    Wenn Du im Video siehst wie die Rollen offen herumliegen, dann gehe von Raumtrockner aus. Das heißt: die haben dann Raumtrockner, Luftentfeuchter usw im Einsatz.


    Haste diese Räumlichkeiten nicht, wie ich zu Hause ei mir auch nicht, dann brauchste Trockenbeutel mit SilicaGel oder Trockenboxen mit selbigen.


    Das kann man alles kaufen oder halt selbst drucken.

    Ein solches Model, aus dem heraus man auch drucken kann, habe ich selbst gerade entwickelt und werde dies auch weiterentwickeln. Damit kannste 2 Dryboxen aus 1kg Filament herausholen. Und wenn Du das Geeetech von Aliexpress nimmst - vorzugsweise White !!! - kommste inkl. Versand pro 1kg bei 10-11 Euro heraus. Dann brauchste noch Hygrometer, welche die Feuchtigkeit misst und SilicaGel-Beutel. So etwas bestelle ich mittlerweile nur noch bei Aliexpress. Dann kommste pro Drybox bei etwa 10Euro inkl. allem + Energieverbrauch heraus!


    Kannst ja mal anschauen.

    Meine Drybox


    An eine Version mit PFTE-Tube-Aufnahme werkel ich gerade. Du kannst diese neben dem Drucker hinstellen, hinter diesem einhängen (30mm) oder über deinem Drucker, an der Wand oder unterm Regal aufhängen. Wie Du diese nutzt ist dir überlassen.


    Es gibt natürlich auch andere käufliche Lösungen.

    Wenn die Anzeige vom Hygrometer bei PLA über 45% und bei PETG über 40% geht, dann muss das SilicaGel ausgetauscht und getrocknet werden. Kann man also selbst managen. Bei frischen Silica kannste die Feuchtigkeit damit so bei 35% eine ganze Zeit halten.


    Auf jeden Fall solltest Du dich über die Materialien umfangreich informieren !!!

    Das ist wichtig für die Ergebnisse deines druckes und hilft auch beim Verständnis zu Umwelt und Gesundheit.


    JB

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