Posts by mst

    Gestern bin ich endlich dazu gekommen TPU (DasFilament 94a) auszuprobieren. Und es hat erstaunlich gut geklappt!

    Meine Einstellungen


    • Speed 20mm/s

    • Retract 2mm

    • Flowrate(!) 130-140%

    • 215 Grad


    Etwas spielen musste ich mit der Flowrate. Das Material zog sich ordentlich zusammen. Bei 100% haben sich die Bahnen bei mir nicht geschlossen, irgendwo zwischen 130 und 140% war bei mir das Optimum.

    Mega Material! Leider hat DasFilament aktuell keines mehr und ich hatte nur mal ein 50g sample bestellt.

    Mit dem Slicen muss ich noch spielen. Da das Material sehr zäh ist sollte vermutlich jede Fahrt ohne Druck so weit wie möglich vermieden werden. Ich habe auch das Gefühl dass Cura hier nicht so gut ist.

    Hallo zusammen,

    Ich würde gerne TPU drucken, bin mir aber nicht sicher, ob das mir dem SE funktioniert.

    Hat das schonmal jemand versucht und/oder ein paar Tipps parat?

    Viele Grüße, Marcus

    Quote

    Zitat von genista am 25.04.2022, 10:33 Uhr


    Meine Problem findest du in den vorherigen Postings von mir.


    Das habe ich gesehen. Aber danach hast du ja eine ganze Reihe Tipps bekommen. Wie sieht es danach aus?

    Hast du das Bett nochmal höher gelevelt? Hast du die Platte ordentlich entfettet? Wie sieht die erste Lage aus? Berühren sich die Linien? Oder ist dazwischen ein Versatz? Passt die Temperatur für dein Filament? Läuft der Extruder ordentlich?

    Etwas das mir bei meinem Drucker aufgefallen ist: in einer Ecke war der 0-Punkt der Z-Achse zu hoch so dass ich das Bett beim Leveln nicht weit genug nach oben bekommen habe. Die Federn/das Gewinde war zu kurz. Hier hilft das Bett einmal ganz nach unten zu schrauben, den Sensor für die Z-Achse ein klein wenig nach unten zu setzen (2-3mm, nicht zu viel! Sonst kratzt die Düse über das Bett!) und dann nochmal neu zu Leveln.


    Ich habe mich komplett an die Anleitung von Anycubic gehalten. Die liegt bei und ist auch auf der SD Karte drauf. Ich kenne GCode auch nicht, habe es trotzdem geschafft eine Zahl im Startcode zu ändern* ;)

    Hast du denn zu Anfang mal die mitgelieferte Eule gedruckt?

    Welches Problem hast du denn nach dem Leveln?

    Mein Startcode:

    G21 ; metric values 

    G90 ; absolute positioning 

    M82 ; set extruder to absolute mode 

    M107 ; start with the fan off 

    M140 S{material_bed_temperature_layer_0} ; Start heating the bed 

    G4 S60 ; wait 1 minute 

    M104 S{material_initial_print_temperature} ; start heating the hot end 

    M190 S{material_bed_temperature_layer_0} ; wait for bed 

    M109 S{material_initial_print_temperature} ; wait for hotend 

    M300 S1000 P500 ; BEEP heating done 

    G28 X0 Y10 Z0 ; move X/Y to min endstops 

    M420 S1 ; Enable leveling 

    M420 Z2.0 ; Set leveling fading height to 2 mm 

    G0 Y15 Z0.15 ; lift nozzle a bit and move away from clamps 

    G92 E0 ; zero the extruded length 

    G1 X50 E25 F500 ; Extrude 25mm of filament in a 5cm line. 

    G92 E0 ; zero the extruded length again 

    G1 E-2 F500 ; Retract a little 

    G1 X120 F4000 ; Quickly wipe away from the filament line

    Also mit der Wasserwage oder der Lehre solltest du da gar nichts machen. Der Arm ist nur auf einer Seite fixiert und hängt dadurch. Das ist normal und durch das Leveln stellst du das Druckbett parallel schief und nicht gerade! Naturgemäß werden die Bauteile dadurch nicht geometrisch perfekt, einen echten rechten Winkel wird man nie erreichen, ist nur die Frage ob man das wirklich braucht oder nicht.

    Damit das Filament ordentlich haftet habe ich ziemlich tief gelevelt. Ich kann das Papier nur noch mit Zug bewegen und es kratzt richtig! Und das, wenn das Druckbett kalt und die Düse warm ist.

    Wenn ich höher gehe sind die Bahnen nicht mehr komplett geschlossen.

    Was bei mir noch geholfen hat ist jedesmal die Platte entfetten.

    Es klingt allerdings, als ob zum Start nicht genügend Filament in der Zuführung ist. Das kann verschiedene Gründe haben, die E-Steps sind es aber nicht, wenn der Druck ansonsten sauber läuft. Dann hättest du konstant ein Problem (zu wenig Filament).

    Schau mal, dass du im Slicer eine "Anfangs Extrusion" hin bekommst. Alternativ kannst du auch einen ausgiebigen Skirt drucken.

    Hm...das hatte ich jetzt noch nie.

    Hast du mal versucht die Achsen selber zu bewegen? Oder die Temperatur händisch zu setzen? Klappt das oder stürzt er da schon ab?

    Eine kaputte SD Karte kann natürlich auch immer sein. Ordner am besten auch lassen. Ansonsten könntest du noch versuchen über CURA und USB Kabel zu drucken (zum Test).

    Auch wenn es doof klingt...nochmal alle Kabel überprüft?

    Sorry, irgendwie hatte ich eine Seite unterschlagen und die Antworten nicht gesehen...

    Das mit der SD Karte ist tricky. Die darf max 8GB groß sein, FAT Dateisystem und der Dateiname glaube auch nur 8 Zeichen

    Interessant...was für Vorteile bringt so ein Gehäuse? Oder nutzt du es für Abs?

    Hast du den Adapter für den Filament Halter irgendwo veröffentlicht?

    Ich würde eher die Frage stellen ob du überhaupt noch was brauchst um mit dem Drucker zufrieden zu sein.

    BLtouch: hatte ich auch mal angeschaut...aber...ich habe den Drucker 1 mal ordentlich kalibriert (Zeitaufwand ca. 10min) und das wars. Seitdem passt das, ich musste nie mehr was ändern. Nichtmal beim Wechsel von PLA auf PETG. Passt einfach so.

    Firmware: wie alfrank im Review geschrieben hat, es ist eher ein Vorteil dass die Firmware keine großen Änderungen hat! Du kannst deine eigene bauen und die offizielle liegt hier im Thread, falls was schief läuft. So bist du nicht auf den Support des Herstellers angewiesen, der vermutlich bei allen günstigen Druckern sehr mau ist.

    Cura Profile sind beim Drucker dabei. Allerdings funktionieren die Stock Profile mit ein paar leichten Änderungen abhängig von deinem Filament extrem gut. Und die Einstellungen musst du eh immer individuell setzen.

    Empfehlen...kommt immer auf deine Anforderungen an. Was ich für mich sagen kann:


    • Es ist mein erster Drucker und ich komme sehr sehr gut damit zurecht. Es ist bei mir die absolute Ausnahme, dass ein Druck fehl schlägt (nach einer gewissen Lernphase natürlich)

    • Der Drucker erfüllt alle meine Anforderungen an einen günstigen Drucker. Wenn man absolute optische Perfektion sucht ist allerdings das Preissegment falsch und du musst eher 1000+ € drauf legen

    • Mit Octoprint ist das Ding super komfortabel, am Drucker selber mach ich quasi nix mehr

    • Der Drucker ist von Haus aus "leise"

    • Aber es ist ein günstiger Drucker. Im Nachgang würde ich vermutlich einen mit 2 Spindel für die Z Achse nehmen. Der naturgemäß "hängende Arm" funktioniert zwar, aber große Bauteile werden dadurch halt geometrisch nicht perfekt (keine 90 Grad in Z Achse). Daran kann auch eine Kalibrierung nichts ändern, dadurch werden nur Arm und Druckbett parallel schief

    • Was mich auch noch stört ist die Kühlung von nur einer Seite. Ich habe auch die Modifikationen für beide Seiten gedruckt, aber da kommt nur ein laues Lüftchen raus.

    • Vor allem scharfe Ecken werden "klumpig". Das ist ein allgemeines Problem, das man nicht komplett gelöst bekommt. Ein Drucker mit höherer Beschleunigung hilft vermutlich, wird aber deutlich teurer sein

    • Mein größtes lessons learned ist, Druckbett vor jedem Druck einmal mit Fensterreiniger entfetten (Haftung) und nach dem Druck die Platte abkühlen lassen, dann löst sich das Bauteil von ganz alleine. Nicht mit Gewalt versuchen und schon gar nicht mit dem beigefügten Spachtel. Der macht nur die Glasplatte kaputt. Abkühlen funktioniert auch bei PETG prima.

    Quote

    Zitat von dewi am 08.03.2022, 09:08 Uhr


    DirkM

    Mit PLA (Basicfil vom großen Fluss)


    Ich bin gespannt auf einen Erfahrungsbericht! Wäre klasse, wenn du den mit uns teilen könntest. Auch ob die Nozzel noch heiß genug bleibt.

    Der einseitige Lüfter sorgt immer mal wieder für nicht so tolle Ergebnisse.

    Weiß jemand wo man eine Silikonabdeckung für den Kopf bekommt?


    Es gibt noch einen gravierenden Unterschied. Auf den Handys läuft ein Betriebssystem (Linux) mit Abstraktionsschichten und Treibern, die die SD Karte kontrolliert einbinden und mit dem Dateisystem umgehen. Die Kartenslots sind intern oft über USB angeschlossen.

    Mit einem ATMega gibt es keine abstrahierende Zwischenschichten und Protokolle. Daher auch die ganzen Limitierungen wie Kartengröße, Dateisystem, Namenslänge, Zeichen, Ordner, etc.

    Quote

    Zitat von areiland am 17.02.2022, 16:07 Uhr


    Naja, nicht jeder möchte sich gleich auch noch mit einem RasPi und dessen Einrichtung für Octoprint auseinandersetzen. Ich kenne so einige, die damit mal so richtig überfordert wären. Bei mir im Netz läuft noch ein RasPi 3B+ und irgendwann werde ich den sicherlich schon interessehalber für Octoprint nutzen. Aber das geniesst keinerlei Priorität, weil der USB Druck problemlos klappt. Weil ich bisher fast nur PLA verdrucke und auch nur in Ausnahmefällen längere Druckjobs habe, muss ich jetzt auch nicht befürchten, in Feinstaub- oder Dunstwolken zu versinken.


    Huch...

    Das muss ja auch niemand machen der nicht möchte. War als Erfahrungsbericht gedacht und dass es sehr gut mit dem Mega SE funktioniert :)

    Die "Installation" war auch denkbar einfach. Man muss nur das fertige Image booten, das ist im offiziellen Raspberry Pi Imager schon enthalten.

    Mir war auch nicht klar, dass ich damit jetzt wohl per Definition zum "Pro User" aufgestiegen bin. Ich fühle mich eigentlich noch als extremer Anfänger und bin über alle Tipps dankbar :D

    Meine bisherige Erfahrung mit dem SE ist noch:


    • Das Bett ungeheizt leveln führt bei mir zu besseren Ergebnissen

    • Eher ein kleinen Ticken "zu tief" leveln

    • Mein größtes lessons learned: am besten vor jedem Druck kurz die Platte "entfetten" (ich nutze etwas höher konzentrierten Fensterreiniger). Schon haftet alles und auch kleine Ecken/Spitzen lösen sich nicht

    • Den mitgelieferten Spachtel einfach weg packen. Die PLA Drucke haften bei mir enorm auf der Glasplatte und mit dem Spachtel macht man diese nur kaputt. Wenn man wartet bis die Platte so 35 Grad hat lösen sich die Bauteile von selber und man kann sie einfach abnehmen

    Quote

    Zitat von RainerS am 17.02.2022, 14:12 Uhr



    Danke areiland. Das ist eine gut Erfahrung und Nachricht.

    Dann werde ich es auch wagen.


    Ich habe einen Pi mit Octoprint angeschlossen und es funktioniert ab Start komplett problemlos und störungsfrei.

    Finde diese Art zu drucken wirklich deutlich angenehmer. Kurzer upload, Knopf gedrückt und schon geht's los.

    Einzig dass ich den Druck nicht am Drucker stoppen kann stört mich, aber einfach das USB Kabel abziehen hilft im Zweifel auch.

    So kann der Drucker im Nebenraum stehen und wird per Webcam überwacht. Damit sitzt man nicht in den Ausdünstungen oder dem Feinstaub (wobei ich den mit einem SDS011 nicht messen konnte).

    Ich habe den Anycubic Mega SE nach der Rückmeldung alfrank letzten Dienstag bestellt und am Freitag war er schon da. Der Aufbau war in 20min erledigt, ich habe noch alle Schrauben nachgezogen, manche waren eher locker. Am Wochenende konnte ich das Erste mal 3D drucken und ich bin super mit dem Gerät zurecht gekommen.

    Klar, es ist ein absolutes Einstiegs-Modell und ich erwarte keine absolute Perfektion im Druck. Die Eule hat hier und da ganz kleine Material-Einschlüssen und der Schnabel sowie das linke Auge sind nicht so prima geworden. Aber soweit bin ich mit den Ergebnissen sehr zufrieden, zumal ich funktionale Bauteile drucken möchte und keine Skulpturen (dafür sind SLA Printer vermutlich eh die bessere Wahl). Und die funktionalen Bauteile sahen bisher gut aus. Octoprint lief über einen Raspberry Pi auch sofort.

    Der Drück-/Drehregler wirkt auf den ersten Blick "uncool", aber er funktioniert tadellos und ist super einfach und intuitiv zu bedienen. Ich vermisse da überhaupt keinen Touchscreen, ganz im Gegenteil.

    Die folgenden Dinge haben mir geholfen:


    • Das Bed-Leveling wirklich ordentlich durchführen (auch mal zwischen den Drucken schauen)

    • Immer retraction im Slicer einstellen, die Distanz aber ordentlich runter (4-6mm) und die Geschwindigkeit hoch (60mm/s) schrauben

    • Immer mit "Brim" drucken. Sorgt dafür, dass die Düse genügend Material hat und das Bauteil gut haften bleibt

    • Bei sehr filigranen Teilen den first layer speed auf 10 oder 20 runter stellen. Dauert zwar länger, hat bei mir aber geholfen damit der Druckkopf nicht "saut"


    Ich befürchte, man muss sich bei allen China-Druckern an die richtigen Slicer Einstellungen pro Bauteil herantasten. Aber das ist ja irgendwie auch der halbe Spaß ;)

    Was ich bisher noch nicht gelöst habe:


    • Wenn ich den Druck starte fährt der Druckkopf zuerst in X bis ca. der Mitte und gibt dabei Material aus (Extruder läuft)

    • Das ist zwar einerseits sehr gut, weil dann Filament in der Düse ist, allerdings fährt der Druckkopf dann über die Metallklammer des Bettes und kratzt dort drüber, da die Klammer höher ist als der Abstand zum Druckbett nach dem leveln

    • Ich würde mal behaupten, das macht die Düse kaputt...


    Ich weiß nicht, wie ich das weg bekomme. Ich weiß aber auch nicht, woher das kommt. Cura? Octoprint? Drucker? Beim ersten Testdruck der Eule ist dies nicht passiert.

    Zudem glaube ich, es bringt einen echten Vorteil das Bauteile von 2 Seiten zu kühlen. Das bietet der Druckkopf nicht. Ich habe in einem Video einen Umbau des Mega Zero 2.0 gesehen, aber leider weiß ich nicht, wo der Umbau her ist (natürlich gedruckt, aber ob es dafür Zeichnungen gibt).

    Das einzige was ich mir weiterhin überlegen würde wäre einen Drucker zu wählen, der auf der Z-Achse auf jeder Seite ein Gewinde hat. Das könnte nochmal deutlich Stabilität und Qualität bringen. Einen Vergleich habe ich allerdings nicht.

    Hallo alfrank,

    vielen Dank für deinen tollen Testbericht zum Mega SE!

    Ich möchte gerne meinen ersten 3D Drucker kaufen und schwanke zwischen dem Mega SE und dem Mega Pro. Die Elektronik scheint bei beiden Druckern vergleichbar zu sein als zwischen Mega SE und Mega S (Treiber, Extruder, etc.).

    Ich bin absoluter Einsteiger und plane eigentlich eher wenig zu drucken. Eher kleinere Bauteile/Helfer. Basteln am 3D Drucker möchte ich eigentlich nicht groß.

    Für den Mega SE sprechen (aus meiner Sicht):


    • Preis

    • Scheint einfach zu bedienen

    • Gewicht (Drucker wird leider keinen festen Ort haben)

    • Neuere Stock-Firmware


    Gegen den Mega SE sprechen


    • Firmware brauchen nach deinem Bericht tweakings die für mich nicht wirklich klar sind, damit der Drucker überhaupt läuft?

    • Unklare Parameter für Slicer - was mache ich da als Einsteiger?

    • Ersatzteile, habe keine gefunden...auch nicht für den Zero 2.0


    Für den Pro sprechen


    • In Slicer als "Basis-Profil" hinterlegt

    • Aktive Firmware Entwicklung durch knutwurst

    • Umfangreiche Community

    • Ersatzteile


    Gegen den Pro sprechen:


    • Schwerer

    • Display

    • Preis (unklar, was ich wirklich "mehr" bekomme, der Laser interessiert mich nicht)


    Was würdest Du/Ihr einem Einsteiger empfehlen, der nur ab und an etwas drucken möchte? Mega SE? Oder Mega Pro? Ist der Mega SE ohne Slicer Profil und funktionierender Firmware wirklich einsteigertauglich? Wie ist die Druckqualität im Vergleich? Ähnlich?

    Vielen Dank!

    Marcus