Posts by Achim1

    Ich bin Zahntechnikermeister und mit Gußtechnik in allen Belangen vertraut.

    Privat hab ich 3 erschwingliche, "ausbrennbare" Harze ausprobiert und kann nur sagen, dass sie alle nichts taugen. Kein Vergleich mit Wachs oder PMMA. Es gibt deutlich teurere, aber da ich jetzt im Ruhestand bin, sehe ich nicht ein, mal eben 200 Euro/Liter auszugeben, wobei ich Zweifel habe, dass die wirkich besser sind.

    Schon in den 80ern kamen die Photosensitiven Kunststoffe auf den Markt und auch die sogenannten "Sekundärkunststoffe" mit denen Gerüste zum Gießen modelliert wurden. Gegenüber Wachs oder Duroplasten auf PMMA Basis hatten die lichthärtenden Kunststoffe enorme Handlingsvorteile. Aber damals schon brannten die nicht wirklich rückstandslos aus und daran hat sich anscheinend bis heute nichts geändert.


    Falls es noch aktuell ist für dich, gucke ich nach was ich getestet habe. Einer war dabei der einigermaßen akzeptable Ergebnisse brachte, aber nur bei sehr hohen Ausbrenntemperaturen und endlos langen Zeiten.

    Drucktechnisch war es mit einem Mars2 überhaupt kein Problem. Nur die Güsse sind einfach schlecht.

    Es gibt auf YT einige Videos zu dem Thema, wo diese Harze gelobt werden. Dabei sieht man schon auf den Videos, dass die Güsse voller Lunker und Einschlüsse sind. Aber vielleicht ist man damit zufrieden wenn man es nicht anders kennt.


    Gruß,

    Achim

    Vernetztes Silikon ist nahezu inert und kann in den Hausmüll. HT Silikon besitzt lediglich Zuschläge die die Viskosität in die Höhe treiben und die Elastizität verschlechtern. Für Abformungen die keinen Temperaturen über 150 Grad ausgesetzt sind, ist es eher nicht zu empfehlen.

    Wer sich für Metallguss interessiert, der goggle mal nach roses Metall, Melotte, ect. Diese Legierungen lassen sich direjt in jede Silikonform gießen

    Ich kenne das Problem bei sehr großen Drucken von meinem Kobra max. auch.

    Geholfen hat letztlich eine höhere Raumtemperatur, keine Zugluft, sehr langsame Druckgeschwindikeit eine etwas dickere erste Schicht und die Vermeidung von Fasen oder Abrundungen an Bereichen die dem Druckbett anliegen.

    Leichtes Warping an den Ecken gibt es aber mitunter immer noch.

    Inwieweit das alles noch Sinn macht, weiß ich nicht. Richtig große Drucke mit so geringer Geschwindigkeit dauern dann schnell mal eine Woche und treiben sie Stromrechnung gewaltig nach oben.

    Meine betufliche Erfahrung basiert natürlich auf Produkten aus dem professionellen Bereich.

    Ich weiß aber auch, dass es,da keine grundsätzlichen, relevanten Unterschiede gibt.

    Zhermack z B.produziert für den Hobby und den Profibereich.

    2K Silikon sagt zunächst gar nichts aus. Es handelt sich immer um 2 Komponenten bei Dubliersilikonen. 1k (essigvernetzend) gibt es nur im Baubereich. Man unterscheidet im wesentlichen A-Silikone (additionsvernetzend) und C-Silikone (kondensationsvernetzend). Den A-Silikonen ist eindeutig der Vorzug zu geben.

    Wenn der Hersteller nichts angibt, erkennst du A-Silikone schon daran, dass die beiden Komponenten fast immer 1:1 gemischt werden. Bei C-Silikonen kommt fast immer ein flüssiger Härter zum Einsatz dessen Dosierung nur wenige Prozent beträgt.

    Seit ich in Rente bin, benutze ich privat auch Troll Factory und hab nur gute Erfahrungen damit gemacht. Falsch machst du da nichts.

    Ich hab 45 Jahre beruflich mit allen möglichen Silikonen gearbeitet und kenne mich da wirklich aus. A-Silikone - und nichts anderes würde ich da verwenden - halten angebrochen bei kühler Lagerung locker 5 Jahre und länger. Allenfalls wird die Viskosität etwas höher. Ausgehärtete Silikone halten viele Jahrzehnte. Anders sieht es bei C-Silikonen und evtl. bei PU Gummi aus. PU Gummi gibt es noch nicht so lange, da hab ich keine Langzeiterfahrung damit. C-Silikone können brüchig werden mit der Zeit und die Härter halten nicht lange.

    Alle Harze, bzw. Kunststoffe zerstören langfristig die Silikonformen. Am schnellsten geht das bei PMMA. Da halten die Formen nur ca. 10 Abgüsse.

    Am längsten halten sie bei PU-Harzen. Da sind locker 50 Abgüsse möglich. Epoxydharz ist generell kein besonders geeigntes Material dafür. Leichtes Einnebeln der Formen mit Silikonöl verlängert das Leben der Formen.

    Häufig gemachter Fehler: Die Formen zu dünn gießen. Je nach Größe des Objekts sollte die Wandstärke 2cm nicht unterschreiten. Auslösen der Abgüsse am besten mit Druckluft, das ergibt die geringste Deformation.


    Gruß,

    Achim

    Ich hab zwar nur den A1 mini, bin aber regelrecht fasziniert von dem Teil. War schon mit meinen 2 Kobra max ganz zufrieden, aber verglichen mit dem Bambu ist das wie Tag und Nacht. Seit ich den Mini nun habe, haut er mir tagtäglich ein Präzisionsteil nach dem anderen raus. Da passt alles. Nicht ein einziges Fädchen hängt da am Druck, keine Fehlstellen, nix. Saubere Ecken, saubere Kanten, saubere Passungen - und das alles ohne jedes Gefummel, ohne Tuning in Cura mit ungezählten Variablen. Einfach drucken und fertig.

    Werde mir noch einen weiteren Bambu bestellen, denn aus meiner Sicht für meine Idikationen ist der einfach perfekt und dazu noch irre schnell.

    Für mich ist ein 3D Drucker auch kein Hobby, sondern ein Werkzeug und den Anspruch erfüllt er bis jetzt ohne Einschränkung.

    Mein A1 mini ist gekommen. Was soll ich sagen, schon optisch ein Hochgenuss. Der ganze Eindruck, die Verarbeitung - das Ding spielt schon in einer anderen Liga als meine Kobra max.

    Aufbau super easy, Menüführung fast perfekt, Einrichtung komplett automatisch, nichts muss nan machen. Das Bambu Studio installiert, PLA generic ausgewählt, stl. Datei mit Standardeinstellungen gesliced, auf SD Karte kopiert, den Bambu gefüttert und er druckt mir eine perfekte Schublade für ein Kleinteilemagazin. Qualität deitlich besser als beim Kobra, Druckzeit 55 min gegenüber 3h 30min. beim Kobra. Echt krass. Bin begeistert von dem Winzling.

    Der Jupiter hat ha ein schwerkraftbasiertes Nachfüllsystem während des Drucks. Das erscheint mir deutlich sinnvoller als eine Pumpe.

    Allerdings habe ich es noch nie benutzt, weil es schlicht nicht erforderlich war. Beim Jupiter sind einige andere Dinge im Argen, um die sich die Ingenieure besser gekümmert hätten als um ein Nachfüllsystem.

    Bin da ganz bei Quisa. Pumpen im Resin? Niemals. Gibt nur Ärger. Wo liegt das Problem beim manuellen Umfüllen? Das klappt selbst beim Jupiter ohne Pumpen. Beim Umfüllen verwendet man ja ein Einmalsieb. Daz4u gibts noch Papiertrichter. Darunter liegt eine Zeitung falls mal was daneben geht. Ich benutze da nur Einmalprodukte. Nicht grade umweltfreundlich, aber die einfachste und sauberste Lösung.

    Wie lange benutzt igr eigentlich den Alkohol?

    Ich hab meine 2 Waschstationen entsorgt, da mir der extreme Verbrauch an Alkohol einfach zu viel war. Ich muss dazu sagen, dass ich absolut saubere Drucke brauche. Auch bei Sacklöchern Unterschnitten, Gewindegängen, ect. Und dazu war die Waschstation nicht annähernd in der Lage. Letztlich wird da ja immer nur ein Schaufelrad am Boden bewegt, das den Alkohol in Rotation versetzt. In Sacklöchern ect. tut sich da natürlich gar nichts.

    Letztlich hat man von der ersten Waschung an gelöstes Resin im Alk das nach der Trocknung als Schmierschicht zurückbleibt. Und mit jedem gewaschenen Objekt wird das stärker.


    Das war der Grund, warum ich letztlich zur 4-Schalenmethode gewechselt bin. Mit Pinseln, Bürstchen und Pfeifenreinigern wird es dann wirklich sauber. Weniger Aufwand wäre mir natürlich auch lieber.

    Ich drucke ausschließlich technische Objekte, da geht das meistens. Wenn nicht wied in mehreren Einzelteilen gedruckt und hinterher gefügt. Einige Supports, z. B. um Hinterschneidungen zu stützen sind mitunter erforderlich. Was beim Druck direkt auf der Platte störend sein kann, ist der Elefantenfuß, den man nie do wirklich ganz weg bekommt.

    Schubkästen für Kleinteilmagazine z.B. lassen sich super auf der Platte drucken.

    Die Fotos sind ganz typische Fehler bei Resindrucken mit Supports.

    Stell dir mal bildlich den Druck Schicht für Schicht vor. Zuerst werden die Supports gedruckt und wenn die fertig sind beginnt das Dilemma.

    Es wird irgendwann die erste Schicht zwischen den Supports gedruckt. Die ist grade mal 0,05mm dick, also nur ein Häutchen. Solange das an der Fep Folie pappt ist alles gut. Nun beginnt aber die Bauplatte über die Supports das Häutchen von der Folie abzuziehen. Dabei werden Kräfte frei, die an den fragilen Supports zerren und sie dabei in die Länge ziehen können. Auch löst sich die erste Schicht zuerst im Bereich der Supports von der Folie, die dabei ebenfalls gedehnt wird. Ist die erste Schicht dann glücklich abgelöst, flattert diese erste Schicht, die nur ein dünnes Häutchen ist, wie eine Fahne im Wind. Senkt sich die Bauplatte nun um die 2. Schicht zu drucken, wird das dünne Häutchen nicht steif genug sein, um sich wieder perfekt an die Folie zu legen. Die Bauplatte zieht sich für die 2. Schicht nun wieder um 0,05mm zurück, das Häutchen aber flattert irgendwo in der Gegend rum, hängt vielleicht durch, weil es gedehnt wurde und berührt die Folie statt 0,05mm von ihr entfernt zu sein. Hinzu kommt, dass das Resin in Bewegung ist und sich bis zur Belichtung evtl. noch nicht völlig beruhigt hat. Das Häutchen kann also immer noch flattern während die zweite Schicht belichtet wird. So geht das Schicht für Schicht, bis die Schichten in der Summe so steif sind, dass das Flattern aufhört und eine stabile Grundlage erreicht ist. Damit ist die Oberfläche im Bereich der Supports natürlich versaut.

    Wirklich verhindern kann man das leider nicht. Es ist prinzipbedingt. Man kann die Effekte aber verringern, wie Quisa weiter oben beschrieben hat.

    Aber man kriegt das NIE völlig weg.

    Die Wahrheit ist: Resindruck ist nicht präzise.

    Man muss nur mal einen Vollkörper drucken mit 2 im 90 Grad Winkel zueinander angeordneten Löchern. Egal wie man das Objekt anordnet - man wird NIE 2 wirklich runde Löcher gleichzeitig bekommen.

    Wer Figuren druckt, wird evtl. nicht allzuviel von den Fehlern bemerken, wer streng geometrische, technische Objekte drucken will, wird verzweifeln.

    Hinzu kommt noch der unvermeidliche Polymerisationsschrumpf und die Tatsache, dass ein Objekt brim Druck nie auspolymerisiert, sondern nur anpolymerisiert wurde. Im Laufe von Tagen/Wochen/Monaten findet durch Lichteinfluss in den Aussenbereichen Nachpolymerisation statt, im Inneren werden über lange Zeiträume vermutlich auch Autopolymerisationseffekte wirksam. Beides führt zu einem weiteren Verzug über lange Zeitspannen.

    Leider ist derzeit weder das FDM - noch das Resinverfahren geeignet, wirklich gute Drucke zu liefern, die mit Industrieprodukten vergleichbar wären. Aber für vieles taugt es dann doch.

    Da stellt sich erst mal die Frage, was denn ein "Holzlack" eigentlich sein soll.

    Es gibt Acryllacke auf Wasser - und Lösemittelbasis, dann die aussterbende Spezies der Nitrokombilacke, die Alkyd/Kunstharzlacke und letztlich die 2k- Lacke die kaum mehr Lösemittel enthalten. Sie alle können sowohl auf Holz, als auch auf anderen Materialien Anwendung finden.

    Das einzige Alleinstellungsmerkal eines "Holzlacks" wäre, wenn er lasierend, also durchscheinend ist um die Holzmaserung zu erhalten. Aber dann spricht man von vornherein von einer Lasur.


    Ich würde im vorliegenden Falle zu einem lösemittelbasierten Acryllack in der Sprühdose greifen. Alles was wasserbasiert ist, hat bei mir Hausverbot. Kratzfestigkeit und Verlauf sind mit den Jahren zwar etwas besser geworden, verglichen mit lösemittelbasierten Lacken aber nach wie vor eine Katastrophe. Gut schlagen sich die Sprühlacke von Vogelsang, Edding, Belton und auch die Obi Hausmarke ist nicht schlecht.

    wie Ihr ja aus meinem ersten Beitrag zu "Nu iss er mein ! Anycubic Photon Mono M5s" schon gelesen hattet, bin ich SLA-Einsteiger und war sehr


    wie Ihr ja aus meinem ersten Beitrag zu "Nu iss er mein ! Anycubic Photon Mono M5s" schon gelesen hattet, bin ich SLA-Einsteiger und war sehr



    Doch, bei Resinwechsel oder monatelangen Arbeitspausen schon. Da die Tanks bei Elegoo sehr günstig sind, hab ich viele davon und das Resin bleibt im Tank. Ich benutze aber auch kaum mehr als 3 versch. Resins parallel, da ich ausschließlich technische Sachen drucke und es bei mir als Farbe fast nur grau gibt.

    Farben die ich mir mühsam zusammengemixt habe, kommen nach Gebrauch in Chemikalienflaschen und werden mit Protectan abgedeckt. Da halten die dann mind. 2 Jahre.

    Die Grundeinstellungen sind mit Sicherheit nicht völlig verkehrt und sollten zu einem brauchbaren Druck führen.

    Ich persönlich halte von dem Wasserzeug gar nichts. Hab das einmal probiert und dann entsorgt.

    Schwer zu beschreiben, aber mir gefällt das Zeug gar nicht.

    Damit hab ich beim Mars2 keine soguten Erfahrungen gemacht. Bei dem Tank gibt es einen kleinen, unter sich gehenden Bereich, da wo die Folie über den Rahmen gespannt wird, wo das Licht nicht hinkommt. In der Folge hatte ich da dann in den Spalten so anpolymerisiertes Harz, dass sich irgenwann löste und dann im Tank schwamm.

    Ich versuche daher, auch die Randbereiche der Druckfläche möglichst nicht zu nutzen.